Stiftung Aktive Bürgerschaft

Trotz Stiftungserleichterung: Die Bürgergesellschaft kommt nicht von alleine!
Förderpreis will zum Stiften motivieren - Bürgerstiftungen sollen Fundament moderner Bürgergesellschaft werden

    Berlin (ots) - Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Förderpreis
Aktive Bürgerschaft wird im Jahr 2002 an Bürgerstiftungen und
Gründungsinitiativen für Bürgerstiftungen gehen. Mit der
Ausschreibung will der Verein Aktive Bürgerschaft diese
zukunftsweisende Form des Engagements unterstützen und in Deutschland
bekannter machen.
    
    "Alle reden von der Bürgergesellschaft, die den allzuständigen
Wohlfahrtsstaat ablösen soll, doch gute Absichten reichen nicht aus.
Wir brauchen praktikable Konzepte, mit denen wir als Bürger Probleme
vor unserer Haustür angehen können," so Dieter Pahlen,
Vorstandsvorsitzender der Aktiven Bürgerschaft in Berlin. Die
Bürgerstiftung ist so ein Konzept: In ihr schließen sich engagierte
Privatpersonen, mittelständische Unternehmen und Organisationen
zusammen, um sich vor Ort für soziale, kulturelle und sonstige
bürgerschaftliche Anliegen einzusetzen. Da das Stiftungskapital
gemeinsam aufgebracht wird, kann es sich jeder leisten, Stifterin
oder Stifter zu werden. Nachdem der Gesetzgeber bereits die
steuerliche Förderung von Stiftungen verbessert hat, will der
Bundestag am heutigen Donnerstag mit der Modernisierung des
Stiftungsprivatrechts auch die Gründung von Stiftungen erleichtern.
    
    Die Bürgerstiftung eröffnet nicht nur neue Partizipationschancen,
sondern stärkt durch das Stiftungsvermögen das "Eigenkapital" der
Bürgergesellschaft. "Internationale Studien zeigen, dass
gemeinnütziges Engagement in Deutschland zu stark von öffentlichen
Geldern abhängig ist, was die Entwicklung zur modernen
Bürgergesellschaft hemmt," erklärt Prof. Annette Zimmer, Politologin
an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und
Vorstandsmitglied der Aktiven Bürgerschaft. Wie die internationale
Johns-Hopkins-Studie gezeigt hat, tragen in Deutschland Spenden und
Stiftungsmittel nur mit 3,4 Prozent zur Finanzierung gemeinnützigen
Engagements bei, im westeuropäischen Durchschnitt sind es 7,2
Prozent, international sogar 10,5 Prozent. Mit knapper werdenden
öffentlichen Finanzmitteln wird es notwendig, dass private
Finanzierungsquellen in Deutschland einen größeren Anteil übernehmen.
    
    Die seit 1997 gegründeten 30 Bürgerstiftungen haben bereits viel
vor Ort bewegt. Hieran gilt es anzuknüpfen. Mit dem Förderpreis
Aktive Bürgerschaft sollen Bürger, Unternehmen und andere
Organisationen in allen Städten motiviert werden, gemeinsam
Bürgerstiftungen zu gründen.
    
    Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft zeichnet seit 1998 Beispiele
innovativen Bürgerengagements aus. Aktive Bürgerschaft e.V. ist eine
Initiative des genossenschaftlichen FinanzVerbundes unter der
Schirmherrschaft des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (BVR). Als Kompetenzzentrum für Praxis und Theorie
der Bürgergesellschaft unterstützt der Verein bundesweit
ehrenamtliches Engagement von Bürgern und Unternehmen vor Ort durch
Information, Beratung und Qualifizierung.
    
    
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