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Ein gebührender Platz für Albrecht Haushofer
Ehrung für den Autor der "Moabiter Sonette"
Denkmal für den Widerstandskämpfer am Spreeufer enthüllt

Berlin (ots) - Heute Nachmittag haben Bundesinnenminister Otto Schily, der Unternehmer Ernst Freiberger und Rainer Haushofer als Vertreter der Familie ein Denkmal für den Widerstandskämpfer Albrecht Haushofer enthüllt. Der Wissenschaftler, Dichter und Politiker, dessen Geburtstag sich am 07. Januar zum 99. Male jährt, war von der SS in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1945 ermordet worden. In der vorangegangenen Feierstunde hatte Schily, Christoph Stölzl als Stellv. Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und Freiberger das Leben und Wirken Albrecht Haushofers einem großen Publikum vorgestellt. Die Ernst-Freiberger-Stiftung hatte die Ehrung angeregt und den tschechischen Künstler Josef Nalepa mit der Anfertigung der bronzenen Büste, die jetzt am Spreeufer ihren gebührenden Platz gefunden hat, beauftragt. Freiberger: "Wir wollen damit einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Berliner und der nationalen Geschichte leisten. Haushofer hat eine neue historische Würdigung verdient." Bislang war der 1903 in München geborene Sohn des umstrittenen Geopolitikers und Generals Karl Haushofer überwiegend als Autor der "Moabiter Sonette" bekannt - einem Gedichtzyklus, den er während seiner Haftzeit im Gefängnis von Berlin-Moabit verfaßt hat. Diese Texte sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt worden; in der Haushofer-Monographie, die jetzt in der Edition der Stiftung (Verlag Langewiesche-Brandt) erschienen ist, werden sie noch einmal publiziert. Haushofer hat lange Zeit, wenn auch mit großen Bedenken, für das NS-Regime und seine Vertreter Ribbentrop und Hess gearbeitet, bis er den Weg in den Widerstand fand und seine Kraft bis zum Tod für ein besseres Deutschland einsetzte. Nach Einschätzung seines Biographen Ernst Haiger war Haushofer viel mehr als ein Berater des Widerstands gegen Hitler. Vielmehr plädierte er intern für dessen gewaltsame Beseitigung und er drängte auf rasches Handeln. Die Verschwörer des 20. Juli und andere am Widerstand Beteiligte sind inzwischen mehrfach geehrt worden. Die vielschichtige Persönlichkeit Haushofer dagegen, nach der in Berlin lediglich eine Schule benannt ist, wäre im öffentlichen Gedächtnis verschwunden. Durch die Aufstellung seines Denkmals am Moabiter Spreebogen wird die Erinnerung an einen wichtigen deutschen Patrioten wachgehalten. ots Originaltext: WMP EuroCom AG Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Michael Radtke, WMP EuroCom AG, 10179 Berlin, Telefonnummer: 030 2061140 , Mobil: 0174-3394332 Original-Content von: WMP EuroCom AG, übermittelt durch news aktuell

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