Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Wirtschaftsrat: Umfassender Demografie-Report und Langfrist-Strategie tun dringend not
Wolfgang Steiger: Forschungsergebnis zu gebremsten Steuereinnahmen müsste Politik erschaudern lassen

Berlin (ots) - Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert einen jährlichen Demografie-Report, der die Generationenlasten umfassend beleuchtet. "Deutschland befindet bei sich auf einer Fahrt durch den Nebel, die schnell beendet werden muss. Das aktuelle Forschungsergebnis des Fraunhofer-Instituts und von Prognos müsste die Politik erschaudern lassen. Denn gebremste Steuereinnahmen ausgelöst durch geringeres Wachstum in einer alternden Gesellschaft wirken sich an vielen Stellen negativ aus: Damit würde auch der Haushaltszuschuss für die Rentenversicherung immer schwerer finanzierbar, der mittelfristig auf 100 Milliarden Euro im Jahr anwächst. Erst durch höchstmögliche Transparenz, die ein jährlicher Report herstellen kann, ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie möglich. Das tut dringend not", unterstreicht Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Mehr Transparenz ist aber auch für jeden Arbeitnehmer notwendig: Die Beitragszahler wissen bis heute nicht über ihre Ansprüche aus allen Säulen der Altersvorsorge bescheid. "Hier hinkt Deutschland hinter Schweden und Dänemark her, wo ein Informationssystem für jeden Bürger individuell die Auszahlungen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge errechnet, die sie zu erwarten haben", sagte Wolfgang Steiger. "Es ist unfassbar, wie die Politik hier wichtige Entwicklungen und auch digitale Chancen verpasst. Sie muss vom Schneckentempo endlich in die höhere Gangart umschalten. Gerne kann sie in den genannten Ländern wie Schweden und Dänemark Anschauungsunterricht nehmen. Dort funktioniert ein transparentes Renteninformation seit einigen Jahren und hat positive Auswirkungen auf die demografischen Weichenstellungen. Wir sind noch immer im Diskussionsmodus, obwohl Fakten und Ideen seit Jahren vorliegen!"

Aktualisierung - Bitte beachten Sie: Im Zitat von Wolfgang Steiger muss es "gebremste" (nicht schwindende/sinkende) Steuereinnahmen heißen.

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