Wirtschaftsrat der CDU e.V.

32-Stunden-Woche für Eltern ist realitätsfern

Berlin (ots) - Wolfgang Steiger: "Eine weitere Schwächung unserer Wettbewerbsfähigkeit durch die SPD-Ministerien ist völlig falsch"

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. sieht in dem Vorhaben von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die Arbeitszeit für Eltern auf 32 Stunden zu reduzieren, eine weitere Belastung für Unternehmen und die Staatskasse. Die Große Koalition plant, das Gehalt teilzeitbeschäftigter Eltern mit Steuergeldern aufzustocken und zugleich mit einem Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber auf Rückkehr in eine Vollzeitstelle zu verknüpfen. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, kritisierte die Forderung: "Angesichts der am strahlenden Konjunkturhimmel aufziehenden dunklen Wolken ist eine weitere Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit durch die SPD-Ministerien zum jetzigen Zeitpunkt völlig falsch."

Steiger weiter: "Auch dem Wirtschaftsrat ist es ein Anliegen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe darf jedoch nicht zu Lasten der Unternehmen und der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes wahrgenommen werden. Gerade kleine und mittelständische Betriebe würde ein solches Gesetz überfordern. Frau Schwesig denkt hier wohl nur aus Sicht des öffentlichen Dienstes. Abgesehen davon, dass immer neue soziale Wohltaten die notwendige Haushaltskonsolidierung und damit Zukunftsinvestitionen für die nächsten Generationen gefährden." Schon heute sieht das Arbeitszeitgesetz einen angemessenen Ausgleich zwischen Arbeitszeit und Zeit für private Angelegenheiten vor - für Kinder, aber genauso auch für die Pflege von Angehörigen oder ehrenamtliches Engagement. "Eine weitere gesetzliche Einschränkung der Arbeitszeit geht in Zeiten des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels völlig an der Realität vorbei. Wenn Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, können sie das außerdem schon heute tun. Es muss Schluss sein damit, dass Frau Schwesig der Gesellschaft ihre Vorstellungen von Familie per Gesetz vorschreiben will."

"Niemand in Deutschland muss 24 Stunden am Tag arbeiten. Die Behauptung von Frau Schwesig, dass Arbeitgeber permanent gegen das Arbeitszeitgesetz mit seiner täglichen Höchstarbeitszeit von acht bis zehn Stunden verstoßen, ist ein weiterer Versuch der SPD, die Wirtschaft zu kriminalisieren," sagt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

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