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"Das Ergebnis der Klimakonferenz in Kopenhagen ist gemessen an den Erwartungen ein Fehlschlag!" - Der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU

Berlin (ots) - Anlässlich des Ausgangs des Weltklimagipfels von Kopenhagen erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates, Prof. Dr. Kurt J. Lauk:

"Das Ergebnis der Klimakonferenz in Kopenhagen ist gemessen an den Erwartungen ein Fehlschlag!"

Die Rettung der Welt war schlecht vorbereitet, deshalb ist das magere Ergebnis des Klimagipfels nicht verwunderlich: Jedes Land ist mit einer anderen Intention nach Kopenhagen gefahren. Die überzogenen Erwartungen einiger Entwicklungs- und Schwellenländer an Transferzahlungen und die Weigerung wichtiger Wettbewerber wie China und der USA zu verbindlichen Reduktionszusagen haben einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass es in Kopenhagen nicht allein um den Schutz des Klimas geht. Hinter den Vereinbarungen stehen gewaltige Investitionen, knallharte Finanz- und Industriepolitik sowie geopolitische Machtspiele.

Die Klimakonferenz in Kopenhagen war dennoch ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einem Post-Kyoto-Abkommen. Der Nicht-Erfolg gibt jetzt Zeit für eine sorgfältige und bessere Analyse. Die Welt wird in dieser Zeit nicht untergehen. Der Wirtschaftsrat fordert:

   · Minimalkonsens Zwei-Grad-Ziel mit für alle geltenden, 
     verpflichtenden Reduktionszielen sowie konkreten Maßnahmen 
     substantiell untermauern. 
   · Entwicklung einer gemeinsamen und transparenten Position der 
     Wissenschaft. Climate Gate war hier nicht hilfreich für die 
     Glaubwürdigkeit der Klimaforschung. 
   · Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung in den
     industrialisierten Ländern und Aufbau eines weltweiten 
     CO2-Handelssystems 
   · Schaffung eines zuverlässigen weltweiten Systems zum Messen, 
     Verifizieren und Berichten von Treibhausgasemissionen mit 
     Einrichtung einer entsprechenden 
     Institution im Sinne des Generalsekretariats der 
     Welthandelsorganisation (WHO) 
   · Langfristige Umstellung von einer fossilen hin zu einer 
     klimafreundlichen Energieerzeugung und massiver Ausbau der 
     Energieforschung 
   · Schutz der Regenwälder durch Aufbau einer schlagkräftigen 
     Administration in den dafür zuständigen Entwicklungsländern. 

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Erwin Lamberts
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