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"Vertrauen in unsere freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wieder festigen" - Der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, zum G20-Gipfel in Pittsburgh

Berlin (ots) - Anlässlich des G20-Gipfels in Pittsburgh erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Kurt Lauk:

"Vertrauen in unsere freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wieder festigen"

"In Pittsburgh kommt es zur Nagelprobe: Wie ernst ist es den Staats- und Regierungschefs mit den Konsequenzen aus der Krise wirklich? Die Lage ist bizarr: Nicht länger hingenommen werden kann, dass Deutschland Vorreiter bei der Finanzmarktregulierung ist und weder die USA noch wichtige europäische Partner sich bewegen. Im Gegenteil: Nationale Eigeninteressen verhindern die dringend notwendigen internationalen Verabredungen, um neue Finanzmarktkrisen zu vermeiden. Die Krise ist noch nicht bewältigt. Umso mehr muss Pittsburgh ein durchschlagender Erfolg werden.

Der G20-Gipfel muss von folgenden Prioritäten geprägt werden: Schaffung einer internationalen Aufsichtsbehörde für die Banken mit Installation eines Frühwarnsystems, Erhöhung der Pflichteigenkapitalausstattung der Banken, Verabredung einer international verbindlichen Insolvenzordnung für alle Finanzinstitute, Erneuerung des Geschäftsmodells der Ratingagenturen mit Sicherstellung ihrer Unabhängigkeit und Haftung. Zudem müssen konkrete Konzepte für den Rückzug des Staates aus Banken und Unternehmen beschlossen werden.

Insbesondere Deutschland hat unter der Führung von Angela Merkel mit dem Vorstandsvergütungsgesetz und der Schärfung des Corporate-Governance-Kodex die Vorreiterrolle übernommen. Die stärkere Ausrichtung der Managervergütung am mittelfristigen Ausübungsrecht auf Aktienoptionen auf vier Jahre, die Begrenzung von Abfindungen auf zwei Jahresgehälter, die erleichterte Herabsetzung von Vorstandsvergütungen und die angestrebte Begrenzung von Bonuszahlungen sind weltweit vorbildliche Regelungen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Weit über die derzeitige Diskussion hinaus kommt es darauf an, das Vertrauen in unsere freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wieder zu festigen. Die Kommission Soziale Marktwirtschaft und Ethik des Wirtschaftsrates unter Leitung von Prof. Dr. h.c. mult. Nikolaus Schweickart hat daher einen Katalog konstituierender Prinzipien für eine stabile Weltwirtschaftsordnung entwickelt. Kernelemente sind:

·Fairer Freihandel statt wieder erstarkender Protektionismus.

·Schaffung eines internationalen Struktur- und Ordnungsrahmens im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft.

·Globaler Umwelt- und Klimaschutz als Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung.

·Gute Corporate Governance als Basis verantwortungsvoller Unternehmensführung.

Der Wirtschaftsrat wird das vollständige Positionspapier "Soziale Marktwirtschaft: Wertefundament für eine stabile Weltwirtschaftsordnung" in die Beratungen zu der von Bundeskanzlerin Merkel initiierten Charta des nachhaltigen Wirtschaftens einbringen.

Die Forderungen des Wirtschaftsrates zum G20-Gipfel im Detail lesen Sie im Internet unter:

http://www.wirtschaftsrat.de/data/presse/230909_pp_pittsburgh.pdf

Pressekontakt:

Erwin Lamberts
Pressesprecher
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