Deutsche AIDS-Stiftung

Deutsche AIDS-Stiftung: Hoffnung für Entwicklungsländer
Wichtige Meilensteine in der Impfstoffentwicklung erreicht

    Bonn (ots) - Die AIDS-Impfstoffentwicklung hat bereits wichtige
Etappenziele erreicht. Das berichtete die Deutsche AIDS-Stiftung am
Mittwoch in Bonn. Die erste Komponente einer Mehrfachimpfung,
getestet in Oxford und Nairobi, gilt seit Herbst diesen Jahres als
verträglich. Die International AIDS Vaccine Initiative (IAVI),
Partnerorganisation der Deutschen AIDS-Stiftung, unterstützt die
Entwicklung dieses Impfstoffes. Forscher in Nairobi und Oxford
bereiten in einer von IAVI geförderten
"Impfstoff-Entwicklungs-Partnerschaft" die nächsten Erprobungsphasen
vor.
    
    "Die AIDS-Epidemie hat weltweit katastrophale Ausmaße erreicht",
sagte Ulrich Heide vom Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. Für die
Ärmsten der Welt sei eine sichere und wirksame Impfung die einzig
mittelfristig realistische Chance auf Schutz vor einer HIV-Infektion.
"Impfstoffe müssen dann auch erreichbar sein für Menschen in den
Entwicklungsländern. Schon jetzt sind dafür Vorbereitungen nötig",
betonte Heide.
    
    Mehr als zwanzig deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen sind
an der AIDS-Impfstoff-Entwicklung beteiligt. So hat die Universität
Regensburg in langjähriger Forschungsarbeit einen Impfstoff
entwickelt, der in Europa und China erprobt werden soll. Hergestellt
wird er von den Impfstoffwerken Dessau-Tornau. "Damit Deutschland
eine führende Position erhalten kann, sind allerdings zusätzliche
finanzielle Mittel dringend erforderlich", sagte Norbert Brockmeyer,
Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft vor Journalisten in Bonn.
    
    Brockmeyer und Heide betonten ihre Zuversicht, dass mittelfristig
Impfstoffe erfolgreich eingesetzt werden können. Gleichzeitig
sprachen sie aber auch von der weiterhin notwendigen Aufklärung der
Bevölkerung. "Impfstoffe sind unsere größte Chance zur globalen
Eindämmung der Epidemie -  Vorbeugung ist zur Zeit aber der einzige
Schutz vor der Infektion".
    
    Um die Erprobung von Impfstoffen zu beschleunigen und
nichtindustriellen Entwicklern zu öffnen, wird derzeit von der
Europäischen Union eine "Clinical Trials Platform" (ECTP) aufgebaut.
    
    Nach Angaben von Unaids (www.unaids.org) leben weltweit 36
Millionen Menschen mit dem HI-Virus. 22 Millionen Menschen sind
bereits an AIDS gestorben. Im Jahr 2000 haben sich 5 Millionen
Menschen neu infiziert.
    
    Aus den Zahlen des AIDS-Zentrums im Berliner Robert-Koch-Institut,
RKI, (www.rki.de; Stand: 31.12.00) geht hervor, dass bundesweit etwa
30.000 bis 40.000 HIV-Infizierte und etwa 5.000 bis 6.000 Menschen
mit AIDS leben. Jährlich infizieren sich in Deutschland ca. 2.000
Menschen neu mit dem HI-Virus.
    
    Spendenkonto 4004, West LB Köln, Bankleitzahl 370 500 00
    
    
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