Deutsche AIDS-Stiftung

Deutsche AIDS-Stiftung: Präventionserfolge nicht gefährden

    Bonn (ots) - Bonn, 15. April 2009. Die Verhaftung der No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa wegen angeblich ungeschützten Sexualverkehrs trotz HIV-Infektion nimmt die Deutsche AIDS-Stiftung zum Anlass, auf einige grundlegende Punkte hinzuweisen:

    · Schuldzuweisungen tragen nicht zu mehr Offenheit, Prävention und Akzeptanz betroffener Menschen bei. · Die Verantwortung für Safer Sex liegt immer bei beiden Partnern. · Safer Sex ist zurzeit der beste Schutz vor HIV und senkt die Gefahr einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. · HIV-Tests ermöglichen die frühzeitige Erkennung einer Infektion und schnelle medizinische Therapie, die den Krankheitsverlauf aufhalten kann.

    "Unser oberstes Ziel sollte sein, durch Aufklärung und Prävention weitere HIV-Infektionen zu verhindern. Die öffentlichkeitswirksame Verhaftung von Nadja Benaissa und die Weitergabe von Informationen über den Tatvorwurf an die Medien dürften kaum zu erfolgreicher Prävention beitragen", betonte der geschäftsführende Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Ulrich Heide. Vorverurteilung und Kriminalisierung von HIV-Infizierten könnten dazu führen, dass sich weniger Menschen testen lassen, weil sie Diskriminierung und Stigmatisierung fürchten. Die Folge wäre eine weitere Zunahme der Neuinfektionen. Nur in einem Klima der Offenheit kann Prävention funktionieren.

Pressekontakt:
Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung:
Ann-Kathrin Akalin
Pressereferentin
Markt 26
53111 Bonn
Telefon 0228-6046933
Fax 0228-6046999
E-mail: presse@AIDS-Stiftung.de

Original-Content von: Deutsche AIDS-Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Deutsche AIDS-Stiftung

Das könnte Sie auch interessieren: