Unnötige Einnahme von Antibiotika bei Atemwegsinfekten wird für Europas Bürger zu einem bedrohlichen Problem

    Brüssel (ots) - Der beunruhigende Anstieg sogenannter bakterieller
Resistenzen war das bestimmende Thema der ersten "European Conference
on Antibiotic Use in Europe" (15.-17.11.01, Brüssel). Hierunter ist
die Tatsache zu verstehen, dass viele Bakterienstämme gegenüber den
meisten verfügbaren Antibiotika unempfindlich werden, was dazu führen
kann, dass bakterielle Infektionskrankheiten in Zukunft nicht mehr
wirkungsvoll behandelt werden können.
    
    Hauptursache dieser für die Gesellschaft insgesamt, aber auch für
jeden Einzelnen bedrohlichen Entwicklung ist die Tatsache, dass
innerhalb der EU - insbesondere bei Atemwegsinfekten wie Bronchitis,
Nasennebenhöhlenentzündungen und Mandelentzündungen - viel zu häufig
Antibiotika angewendet werden, die bei den meist durch Viren
ausgelösten Infekten gar nicht wirksam sind.
    
    Wissenschaftler aus 33 Ländern erarbeiteten gemeinsam mit
hochrangigen Vertretern der EU- Gesundheitsbehörden einen
Aktionsplan, um Ärzte und ihre Patienten besser über die Gefahr der
Resistenzentwicklung und andere Nebenwirkungen (Pilzinfektionen,
Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien) einer bei Atemwegsinfekten meist
unnötigen Antibiotikatherapie zu informieren.
    
    Ziel dieser Kampagne sei es, so der Infektionsspezialist Prof.
Goossens von der Universität Antwerpen, den Einsatz von Antibiotika
innerhalb Europas auf ein absolut notwendiges Maß zu reduzieren.
    
    Auf dem Boden dieser Diskussion steigt das Interesse von
Medizinern und Patienten an gut wirksamen und verträglichen
pflanzlichen Behandlungsmöglichkeiten für Atemwegsinfekte stark an.
Im Blickpunkt des Interesses steht dabei derzeit der Wurzelextrakt
aus der südafrikanischen Geranienart Pelargonium sidoides
(Umckaloabo, erhältlich in der Apotheke), für den in mehreren
klinischen Studien eine schnell einsetzende und starke Wirksamkeit
bei Bronchitis, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) und
Tonsillitis (Mandelentzündung) nachgewiesen werden konnte.
    
    Die Wirksamkeit des Pflanzenextraktes ist auf die Tatsache
zurückzuführen, dass Umckaloabo in der Lage ist, die
Krankheitserreger (Viren und seltener Bakterien) zu bekämpfen und
gleichzeitig schleimlösend wirkt. Auch beim längerfristigen Einsatz
des Medikamentes im Rahmen der Behandlung von chronischen
Atemwegsinfekten wurde keinerlei Resistenzbildung, aber auch keine
anderweitigen Nebenwirkungen beobachtet.
    
    
ots Originaltext: Spitzner Arzneimittel
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