Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

5. José Carreras Yacht Race: "Dieses Segel-Erlebnis hilft mir, ins normale Leben zurückzufinden!"
Acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland starteten bei der großen Charity-Regatta in Kroatien

5. José Carreras Yacht Race: "Dieses Segel-Erlebnis hilft mir, ins normale Leben zurückzufinden!" / Acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland starteten bei der großen Charity-Regatta in Kroatien
Gemeinsam mit 300 Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft starteten acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland bei der großen Charity-Regatta in Kroatien am 29.5.16. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/42657 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter ...

München/Biograd (Kroatien) (ots) - Gemeinsam mit 300 Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft starteten acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland bei der großen Charity-Regatta in Kroatien. "Diese Menschen, die nach einer sehr schweren Zeit jetzt wieder in ein neues Leben segeln, machen damit auch anderen Betroffenen und deren Familien Mut", so Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Leinen los in ein neues Leben: Acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland nahmen auf Einladung der José Carreras Leukämie-Stiftung am 5. José Carreras Yacht Race teil. Die Charity-Regatta fand im Rahmen des traditionellen 21. Business Cups statt, der von Pitter Yachtcharter (www.pitter-yachting.com) vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2016 vor der Küste von Biograd (Kroatien) ausgetragen wurde. Mit 30 Schiffen und rund 300 Seglern am Start wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.

Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung (vorne, 2.v.l.): "Mit dem José Carreras Yacht Race sammeln wir nicht nur Spenden für neue Forschungs- und Sozialprojekte, sondern bringen den wichtigen Kampf gegen Leukämie und andere bösartige Blut- oder Knochenmarkerkrankungen ins Bewusstsein der Menschen. Leukämie kann jeden treffen. Die gemeinsame Teilnahme an der Regatta schafft für die acht Patienten ein neues Lebensgefühl. Diese Menschen, die nach einer sehr schweren Zeit jetzt wieder in ein neues Leben segeln, machen damit auch anderen Betroffenen und deren Familien Mut. Viele Patienten waren das erste Mal auf einem Schiff. Dass die José Carreras Crew dann - mit Unterstützung zwei Skipper - am Ende auf einem hervorragenden 19. Platz landete, ist das Tüpfelchen auf dem I."

Klaus Pitter, Geschäftsführer von Pitter Yachtcharter: "Es ein wunderbares Gefühl, dass wir über unseren Sport auch in diesem Jahr wieder ein kleines Stück dazu beitragen können, Menschenleben zu retten. Das José Carreras Yacht Race ist nicht nur der Auftakt unserer Regattawoche, sondern auch einer der Höhepunkte. Dies bestätigt auch der neue Teilnahmerekord von 30 Schiffen."

Die Benefiz-Regattaserie José Carreras Yacht Race wurde 2012 ins Leben gerufen. Insgesamt wurden bereits Spenden von rund 70.000 Euro ersegelt. Medial unterstützt wird das José Carreras Yacht Race von der Segler-Zeitung (www.segler-zeitung.de).

Stimmen der Patienten:

Rebecca J. (35, hinten, 4.v.l.), Krankenschwester, Weimar: "Im Oktober 2013 bin ich wegen Rückenschmerzen zu meiner Hausärztin gegangen. Als ich nach einer Woche immer noch Schmerzen hatte und mich total schlapp fühlte, hat sie mein Blut untersucht. Die Werte waren sehr schlecht. Ich wurde sofort ins Krankenhaus nach Wiesbaden eingewiesen und lag dort zunächst auf meiner eigenen Station. Im März 2014 wurde ich dann zu meinen Eltern ins Uni-Krankenhaus von Jena verlegt. Es folgten viele Komplikationen, ein drohendes Multi-Organversagen und eine lange Suche nach einem Spender - meine Überlebenschancen betrugen damals nur zehn Prozent. Am 5. Juni 2014 wurde ich dann endlich transplantiert. Das brachte die Wende und es geht mir wieder gut, obwohl die Angst vor einem Rückfall immer da ist. Jetzt an dieser Regatta teilzunehmen, ist wunderbar. Es hilft mir die schlimme Zeit zu vergessen und ins normale Leben zurückzufinden."

Heiko K. (45, vorne, 3.v.l.), Kelkheim, IT-Consultant, verheiratet, 3 Kinder (Tochter 10, Söhne 8 und 4): "Die Leukämie wurde bei mir 2009 während einer Routineuntersuchung beim Hausarzt diagnostiziert. Ich bin damals in ein schwarzes Loch gefallen, aber Gott sei Dank schlugen die Medikamente an. Für mich ist das José Carreras Yacht Race eine schöne Gelegenheit Menschen zu treffen, die ein ähnliches Schicksal hatten und jetzt wieder ein fast normales Leben führen können."

Joachim K. (36, hinten, 1.v.l.), Salz bei Bad Neustadt, Controller, verheiratet, Sohn (6): "Die Leukämie war für mich wie eine Vollbremsung. Im Dezember 2012 hatte ich eine schlechte heilende Allerweltswunde und bin deshalb drei Tage vor Weihachten zum Hausarzt gegangen. Der Doktor überwies mich sofort ins Uni-Klinikum Würzburg. Ich durfte noch nicht einmal nach Hause, um meine Sachen zu holen. Die Chemo war heftig. Mein ganzer Mund- und Rachenbereich war offen. Ich konnte weder essen noch trinken und musste künstlich ernährt werden. Und wegen einer drohenden Sepsis lag ich mehrere Tage auf der Intensivstation. Die Wende brachte dann die Stammzelltherapie. 19 Tage nach dem Eingriff ging es relativ schnell aufwärts und nach 37 Tagen konnte ich das Krankenhaus verlassen. Viel Unterstützung habe ich in dieser Zeit auch von meinem Arbeitgeber bekommen. Mein Job war nie in Gefahr und ich hatte den Kopf frei, gegen die Krankheit zu kämpfen. Das Gefühl, jetzt auf dem Meer in dieser traumhaften Landschaft segeln zu dürfen und alles abzuschütten, ist unbeschreiblich. Das erfüllt mich mit sehr viel Dankbarkeit."

Markus A. (34, hinten, 2.v.l.), Student zum Wirtschaftsingenieur, Schweinfurt: "Bei mir ging alles schnell - Erkrankung und Heilung. An einem Freitag im Mai 2014 litt ich unter Schmerzen im Brustbereich. Am Samstag bin ich dann ins Joseph-Spital nach Würzburg gegangen, am Montag folgte die Knochenmarkpunktion und am Dienstag begann die Chemo. 32 Tage nach der Stammzelltherapie wurde ich entlassen. Kurz darauf bin ich dann wieder ins Fitnessstudio - allerdings zunächst mit Mundschutz. Ende 2014 habe ich mir selbst die Krankheit als besiegt erklärt und mein Studium fortgesetzt. Ich habe sehr viel Glück gehabt. Bei mir ist alles glatt gelaufen."

Anina M. (27, vorne, 1v.l.), Verwaltungsfachangestellte, Mainz: "2002 wurde bei mir eine sehr schwere Aplastische Anämie diagnostiziert, eine Sonderform der Blutarmut, die zunächst erfolgreich mit Medikamenten behandelt wurde. 2004 kam die Krankheit wieder. 2008 erhielt ich dann eine Stammzellentransplantation. Bei einem weiteren Eingriff kam es dann zu Komplikationen. Ich fiel ins Koma und meine Nieren versagten. Bis 2015 was ich deshalb Dialysepatientin. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Jetzt am José Carreras Yacht Race teilzunehmen, ist wunderschön. Hier kann sich mit anderen Patienten austauschen und gemeinsam Abstand gewinnen."

Tobias K. (21, hinten, 6.v.l.), Medizin-Student, Hermaringen bei Ulm: "Ich hatte als fünfjähriges Kind Leukämie und kann mich selbst nur wenig daran erinnern. Mein Vater hat mir erzählt, dass ich so schlapp war, dass er mich dauernd tragen musste. Dennoch hat die Krankheit bei mir Spuren hinterlassen: Auch wegen meiner eigenen Erkrankung studiere ich jetzt Medizin."

Frank O. (47, hinten, 5.v.l.), Vertriebsleiter, Hannover, verheiratet, zwei Töchter (12 und 14): "Ich bin im August 2011 zu meinem Hausarzt gegangen, weil ich seit drei Monaten unter Husten litt. Nach einem Bluttest war dann die Diagnose ein Schock für mich: Ich litt unter einem Lymphom, einem Tumor des Lymphgewebes. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich bin Alleinverdiener, habe zwei Töchter und mir war klar: Sterben ist keine Option. Ich möchte nicht, dass meine Kinder ohne den Vater aufwachsen. Also Augen zu und durch, um gesund zu werden. Gott sei Dank hat mich auch mein Arbeitgeber immer unterstützt. Ich musste mir also zumindest um meine berufliche Zukunft keine Sorgen machen. Nach einem Rückfall erhielt ich am 10. Mai 2013 im Uniklinikum Hannover eine autologe Stammzelltransplantation. Die Behandlung mit meinen eigenen Stammzellen schlug sehr gut an und jetzt genieße ich es, beim José Carreras Yacht Race in ein neues Leben zu segeln."

Werner G. (65, Reihe hinten, 3.v.l.), Telekombeamter a. D., Wolken nähe Koblenz, verheiratet, drei Kinder (38, 35 und 15): "2007 wurde bei mit ein Multiples Myelom diagnostiziert, eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Nach Chemo und Autologer Stammzellentransplantation war die Krankheit zunächst im Griff, aber 2010 kam ein Rückfall. Ich hatte Glück. Am Stiftsklinikum in Koblenz konnte ich an einer Medikamenten-Studie teilnehmen, die zunächst erfolgreich war. Es folgte ein weiterer Rückfall, der aber mit dem gleichen Medikament wieder gut behandelt wurde. Ich war früher Windsurfer und genieße es jetzt, beim José Carreras Yacht Race wieder auf dem Wasser zu sein."

Honorarfreie Pressebilder erhalten Sie bei pf@burda-fink.de.

Eine Video-Reportage über das 5. José Carreras Yacht Race finden Sie hier:

https://youtu.be/EyWli0c66LE

José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

1987 erkrankte José Carreras an Leukämie. Aus Dankbarkeit über die eigene Heilung gründete er 1995 die gemeinnützige Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. und anschließend die zugehörige Stiftung. Seither wurden bereits über 200 Millionen Euro gesammelt und mehr als 1000 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung von Leukämie und ihrer Heilung sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ist Träger des DZI Spenden-Siegels, dem Gütesiegel im deutschen Spendenwesen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.carreras-stiftung.de

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