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Detecon analysiert Markt für IP Multimedia Subsystems: Netzbetreiber scheuen vor Best-of-Breed-Strategien noch zurück

Bonn/Eschborn (ots) - Obwohl die modulare Architektur von IP Multimedia Subsystems (IMS) Netzbetreibern erlaubt, direktvertriebene Komponenten mehrerer Hersteller einzusetzen, setzen die Komponentenanbieter derzeit auf indirekte Vertriebskanäle über Network Equipment Provider. Die Gründe hierfür sind im noch nicht ausgereiften Know-how auf Kundenseite und dem daraus folgenden Bedürfnis nach Sicherheit und Integrationsfähigkeit der Produkte zu suchen. Zu diesem Ergebnis kommt die Management-Beratung Detecon International in einer aktuellen Analyse der Marktangangsstrategien von IMS-Anbietern. Während auf lange Sicht ebenfalls stabile Hersteller-Kunden-Verhältnisse zu erwarten sind, sei mittelfristig damit zu rechnen, dass Kunden aufgrund wachsender Expertise die Auswahl von IMS-Produkten flexibel und aus taktischen Gründen heraus treffen werden.

Das Ziel von IP Multimedia Subsystemen besteht darin, eine einheitliche IP-basierte Netzwerkarchitektur sowohl für Sprach- als auch Datendienste zu schaffen und die Entwicklungszeit für neue Services erheblich zu verkürzen. Die komponentenbasierte Architektur von IMS erlaubt Herstellern weiterhin, sich auf das Angebot bestimmter Systemsegmente zu spezialiseren.

Aus Sicht der nachfragenden Netzbetreiber bieten sich laut Detecon damit drei verschiedene Sourcing-Modelle an: Beim Direct oder Best-of-Breed- Sourcing einzelner IMS-Komponenten wählen Netzbetreiber ihren jeweils favorisierten Hersteller aus und integrieren alle bezogenen Komponenten selbst. Beim Systems-Integrations-Modell übertragen die Betreiber diese Aufgabe an einen markterfahrenen Systemintegrator. In der dritten Variante, dem OEM-Modell, vergeben die Netzbetreiber den Aufbau einer End-to-end-IMS-Lösung an große Network Equipment Provider (NEP), die die Mehrzahl der Komponenten selbst bereitstellen und restliche zukaufen.

Sicherheit contra Flexibilität

"Unsere Analysen ergaben, dass die meisten Anbieter und Systemintegratoren flexibel auf alle vom Kunden gewünschten Sourcing-Varianten reagieren können", erläutert Volker Rieger, Managing Consultant bei Detecon. Aus dem Verhalten der Anbieter lasse sich jedoch ableiten, dass Netzbetreiber derzeit überwiegend das OEM-Modell favorisieren, weil sie sich davon die höchste Sicherheit versprechen und hierfür auch Flexibilitätsnachteile bei Lösungen in Kauf nähmen. "Die verlockende Option, zugeschnittene IMS-Komponenten im Plug-and-Play-Verfahren in Betrieb nehmen zu können, kommt für Netzbetreiber ohne Einführungerfahrung kaum in Frage", erklärt Rieger.

Sobald die Erfahrungskurven der Betreiber steigen, seien diese jedoch in der Lage, die komplexen IMS-Produkte der Hersteller hinsichtlich ihrer Funktions- und Integrationsvarianten besser einzuschätzen. In dieser Best-of-Breed-Phase sei damit zu rechnen, dass je nach Bedarf beim gleichen Netzbetreiber unterschiedliche Produkte zum Zuge kommen und intensive Tests von Erzeugnissen stattfinden. Auf Basis dieser Erfahrungen würden die Kunden sich langfristig dann wiederum an denjenigen Hersteller binden, mit denen die besten Erfahrungen gemacht wurden.

Das englischsprachige Opinion Paper "Vendor strategies in the IMS ecosystem" steht unter www.detecon.com/publikationen zum Download bereit.

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