Luigi Lavazza Deutschland GmbH

Espressokaffee erobert das All

Turin, Italien (ots/PRNewswire) - ISSpresso, die erste Espressokapselmaschine für den Einsatz im Weltall, hergestellt von Argotec und Lavazza in Partnerschaft mit der italienischen Weltraumagentur

, ist nun in der Internationalen Raumstation in Betrieb

Kaffee an Erde: Um 12.44 Uhr WEZ wurde der erste Espresso im All getrunken. Mit ISSpresso, der ersten Espressokapselmaschine, die auch unter den extremen Bedingungen im Weltall funktioniert, wurde ein Espressotraum endlich wahr. Die Maschine wurde in der Internationalen Raumstation von Samantha Cristoforetti installiert. Cristoforetti ist Astronautin der italienisch-europäischen Weltraumagentur, Hauptmann der italienischen Luftwaffe und Mitglied von Futura, der zweiten Langzeitmission, die von der italienischen Weltraumagentur zur ISS entsendet wurde. Mit dem heutigen Tag ist sie nicht nur die erste italienische Frau im Weltall, sondern auch die allererste Astronautin, die jemals echten italienischen Espresso im Orbit getrunken hat. Beim ISSpresso-Projekt handelt es sich um eine Initiative von Argotec und Lavazza in einer Partnerschaft zwischen öffentlichem und privaten Sektor mit der italienischen Weltraumagentur (ASI).

Zur Ansicht des Multimedia News Release klicken Sie bitte hier:

http://www.multivu.com/players/English/7513851-espresso-coffee-conquers-space

Klicken Sie hier für die deutsche Version der Pressemitteilung:

(Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20150503/740659 )

ISSpresso, eines der neun von der italienischen Weltraumagentur für die Mission von Samantha Cristoferetti ausgewählten Experimente, symbolisiert nicht nur die in Italien hergestellte Technologie, die einen Platz in der Raumstation gewonnen hat, sondern ist auch das Ergebnis wissenschaftlicher Spitzenforschung. Kaffee kochen im Weltraum ist nicht einfach, da dazu extrem ausgeklügelte Technik erforderlich ist. Hier haben wir jedoch die erste Espressokapselmaschine, die unter den extremen Bedingungen im Weltall eingesetzt werden kann, wo die Prinzipien der Fluiddynamik von Flüssigkeiten und Mischungen sich sehr von denen auf der Erde unterscheiden. Bei ISSpresso handelt es sich um ein wahres Juwel von Spitzentechnologie und -ingenieurwesen, da die Maschine selbst in der Schwerelosigkeit perfekten Espresso liefert. Deshalb wurde sie von der italienischen Weltraumagentur für den Einsatz an Bord der ISS ausgewählt.

Eine Kaffeepause im All. Die Arbeiten für das Experiment wurden von der Betriebszentrale von Argotec betreut und von den Leitstellen der italienischen Weltraumagentur überwacht. Der erste im Weltall gebrühte Espresso wurde von den Mitgliedern der Futura-Mission enthusiastisch begrüsst. Die ISSpresso-Maschine, die mit den gleichen Lavazza Kaffeekapseln funktioniert, die auch auf der Erde zum Einsatz kommen, wurde so konstruiert und gebaut, dass sie hinsichtlich Cremigkeit, Vollmundigkeit, Aroma und Temperatur die gleiche Qualität wie ein echter italienischer Espresso bietet. Das Getränk wurde unter Mikroschwerkraftbedingungen hergestellt und verfügt über alle Eigenschaften von italienischem Espresso. Nach dem "Eingiessen des Kaffees" wird der letzte Abschnitt des Hydraulikkreislaufs durch ein patentiertes neues System gereinigt. Gleichzeitig wird ein geringer Druckunterschied im Spezialbeutel, der als "Weltraum-Espressotasse" dient, generiert. Wenn dann der Trinkhalm eingeführt wird, wird das ganze Kaffeearoma freigesetzt. Der Beutel besteht aus einem transparenten Material. So können während des durchgeführten Experiments zur Fluiddynamik die Crema direkt beobachtet und das Verhalten von Flüssigkeiten im All unter hohem Druck und mit hoher Temperatur verfolgt werden.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu den Ergebnissen des Experiments.

ISSpresso wurde nach der Internationalen Raumstation (ISS) benannt, in der die Maschine dank der Zugangs- und Nutzungsrechte, welche in Europa exklusiv von der italienischen Weltraumagentur gehalten werden, unter den Rahmenbedingungen einer bilateralen Zusammenarbeit mit der NASA installiert wurde. Es ist die erste Espressokapselmaschine, die unter den extremen Bedingungen im Weltall eingesetzt werden kann, wo die Prinzipien der Fluiddynamik von Flüssigkeiten und Mischungen sich sehr von denen auf der Erde unterscheiden. ISSpresso entstand aus einem Projekt von Argotec, dem italienischen Raumfahrtunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Raumfahrtsystemen spezialisiert hat und der europäische Marktführer im Bereich Zubereitung gesunder und nahrhafter Lebensmittel für den Einsatz im Weltall ist, und der geschichtsträchtigen italienischen Kaffeemarke Lavazza. Bei ISSpresso handelt es sich um eine technologische Herausforderung, welche die extrem strengen Anforderungen der italienischen Weltraumagentur und der NASA in den Bereichen technischer Betrieb und Sicherheit erfüllt: das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein in Wissenschaft und Technik, das unser Wissen über die Prinzipien der Fluiddynamik unter Mikroschwerkraftbedingungen erweitern sowie die Lebensqualität der Astronauten in der ISS verbessern wird. Das innovative Kapselsystem kann auch für die Zubereitung von "Caffè lungo" (einem Espresso mit etwas mehr Wasser als gewöhnlich) und Heissgetränken wie Schwarztee, Kräutertee und Brühen für die Rehydrierung gefriergetrockneter Mahlzeiten genutzt werden. Es wurden für mehrere der eingeführten Lösungen, welche sowohl für zukünftige Weltraummissionen als auch hier auf der Erde nützlich sein können, internationale Patente beantragt.

"Das Experiment ist ein technisches Projekt der Spitzenklasse", so der Präsident der italienischen Weltraumagentur Roberto Battiston, "es ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen öffentlichem und privaten Sektor, die innovative Lösungen hervorgebracht hat, welche nicht nur direkte psychologische Vorteile für die Astronauten bieten, sondern auch einen wichtigen wirtschaftlichen Ertrag für die italienische Industrie in diesem Sektor generieren, deren Image fördern und eine bessere Ausgangsposition für zukünftige Weltraummissionen etablieren."

"Mit dem erfolgreichen Abschluss des heutigen Experiments haben wir die Herausforderung bezwungen, der wir uns vor beinahe einem Jahr gestellt haben, als wir das Projekt präsentierten. Wir haben nicht nur die Grenzen der Schwerelosigkeit überwunden und es den Astronauten an Bord der internationalen Raumstation ermöglicht, hervorragenden Espresso - das unangefochtene Symbol italienischer Produkte - zu trinken, wir haben auch mehr über Fluiddynamik erfahren", kommentierte David Argino, Argotec Managing Director, zufrieden und Giuseppe Lavazza, Lavazza Group Vice President, sagte: "Die Zusammenarbeit zwischen Argotec und Lavazza, in Partnerschaft mit ASI, demonstriert, wie Synergien zwischen zwei italienischen Unternehmen, beide mit Sitz in Turin und beide anerkannt für Exzellenz in ihrem jeweiligen Sektor, aussergewöhnliche Ergebnisse mit internationaler Bedeutung hervorbringen können."

Technologie nicht von dieser Welt. Ein weiterer von ISSpresso aufgestellter Rekord ist die Geschwindigkeit, mit der das Projekt im Vergleich zur Durchschnittsdauer von Projekten im Weltraumbereich abgeschlossen wurde. Die Umsetzung dauerte etwa 18 Monate. Jedes einzelne Detail von ISSpresso wurde genau untersucht, um der wissenschaftlichen und technischen Herausforderung zu begegnen. Dazu gehörte Forschung im Bereich der Prinzipien von Physik und Fluiddynamik, beispielsweise die Kontrolle von Flüssigkeiten im Weltall unter hohem Druck und bei hoher Temperatur. Als Beispiel für die Besonderheiten sei der Plastikschlauch genannt, durch den bei einer gewöhnlichen Espressomaschine das Wasser geleitet wird. Dieser wurde durch eine Stahlröhre ersetzt, die einem Druck von mehr als 400 bar standhalten kann. Die ISSpresso-Maschine ist so komplex, dass sie etwa 25 Kilogramm wiegt, da alle kritischen Komponenten aus Sicherheitsgründen mehrfach vorhanden sind, wie dies in den mit der italienischen Weltraumagentur vereinbarten Spezifikationen festgelegt ist.

Kommentieren Sie auf Twitter unter: #MissionEspresso, #ISSpresso @Lavazza, @argotec_it, @ASI_spazio

Argotec. Argotec ist ein italienisches Raumfahrttechnikunternehmen mit einem breiten Angebot professioneller und technischer Produkte, hauptsächlich für die Bereiche Raumfahrt und Verteidigung. Das Unternehmen verfügt über langjährige wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Segmenten des Raumfahrtsektors: Konstruktion, Informationstechnologie, Systemintegration, Softwareentwicklung und bemannte Raumfahrt. Die zertifizierten Ausbilder des Unternehmens schulen europäische Astronauten und Flight Controller im Europäischen Astronautenzentrum in Köln. Argotec forscht auch auf vielen Gebieten in der Raumfahrtbranche und ist einer der wichtigsten Akteure bei verschiedenen Projekten zur Konstruktion und Entwicklung thermo- und fluiddynamischer Systeme für die Internationale Raumstation. Diese Geräte werden nicht nur für den Einsatz im Weltraum konstruiert, Ziel ist auch die Entwicklung von Innovationen, die direkt auf der Erde genutzt werden können. Dies sind die Prinzipien, welche die Entwicklung von ISSpresso und mehrerer hocheffizienter thermischer Systeme untermauern, ebenso wie viele andere Nutzdaten und Systeme für den Weltraumeinsatz. Argotec hat kürzlich neues Know-how im Bereich Ernährung und Gesundheit im eigenen Space Food Lab entwickelt, dessen Mission die Umsetzung innovativer Technologien für die Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln im Weltraum ist.

Lavazza. Das Unternehmen wurde im Jahr 1895 in Turin gegründet und befindet sich seit vier Generationen im Besitz der gleichnamigen Familie. Lavazza ist der siebtgrösste Kaffeeröster der Welt und mit einem Marktanteil von mehr als 47 % (Quelle: Nielsen), 3.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1.340 Millionen Euro (Stand 31. Dezember 2013) Marktführer im italienischen Einzelhandel. Das Unternehmen hat fünf Produktionsstandorte: vier in Italien und einen im Ausland. Über verbundene Unternehmen und Vertriebsgesellschaften ist Lavazza in mehr als 90 Ländern vertreten. Lavazza exportiert heute 46 % der Produktion. Lavazza erfand in den frühen Jahren des Unternehmens das Konzept der Mischung - anders gesagt, die Kunst der Kombination verschiedener Kaffeesorten aus unterschiedlichen geografischen Gebieten. Dies ist bis heute eine markante Eigenschaft aller Produkte der Marke. Das Unternehmen verfügt auch über 25 Jahre Erfahrung in der Produktion und im Verkauf von Kaffeesystemen und -produkten für Einzelportionen und war das erste italienische Unternehmen, das Espressokapselsysteme im Sortiment hatte. Heute verfügt Lavazza durch laufende Partnerschaften mit einem Netzwerk internationaler Universitäten und Forschungszentren über vier Plattformen in diesem Segment.

Lavazza ist der offizielle Kaffee im Pavillon Italiens bei der Expo 2015.

Anfragen richten Sie bitte an:
ASI
Pressebüro
Giuseppina Piccirilli
+39(0)6-8567-431-351 | 366-6449857
stampa@asi.it
http://www.asi.it

LAVAZZA
Public Relations - Pressebüro
Edoardo Fulio Bragoni
+39(0)11-239-8377 | 340-38-72-907
e.fuliobragoni@lavazza.it
http://www.lavazza.it

ARGOTEC
PR- und Kommunikationsbüro
Antonio Pilello
+39(0)11-7650-567 | +49-1577-6813-122 | 347-8513-122
press@argotec.it
http://www.argotec.it
 

Photo: 
http://photos.prnewswire.com/prnh/20150503/740659
 

Video: 
http://www.multivu.com/players/English/7513851-espresso-coffee-conquers-space
 

Pressekontakt:

Veronica De Bernardi veronica.de-bernardi@edelman.com,
+39(0)2-63-116-253
Original-Content von: Luigi Lavazza Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

Das könnte Sie auch interessieren: