VITA 34

Große Mehrheit der Frauen würde Nabelschnurblut einlagern lassen

Leipzig (ots) - Drei Viertel aller Frauen in Deutschland zwischen 20 und 40 Jahren wären prinzipiell bereit, Nabelschnurblut als Vorsorge für ihr Kind einlagern zu lassen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des EMNID Instituts im Auftrag des Leipziger Unternehmens VITA 34, die im August 2001 durchgeführt wurde. Mehr als die Hälfte der Befragten wissen, so ein weiteres Ergebnis, dass Nabelschnurblut Stammzellen enthält, die für Transplantationen eingesetzt werden können. In dieser Gruppe sind auch drei Viertel der Frauen darüber informiert, dass man Nabelschnurblut über Jahrzehnte konservieren kann. Bei den Frauen, die diese Möglichkeit der Vorsorge ablehnen, spielen allerdings weniger Ängste vor Missbrauch, Zweifel am Nutzen oder religiöse Gründe eine Rolle. Als Hauptgrund gab jede vierte Frau, die eine Einlagerung von Nabelschnurblut ablehnt, mangelndes Wissen an. Auskünfte über dieses Thema erwarten Frauen vor allem von ihren Frauenärzten, denn 85 Prozent aller Befragten betrachten ihren Gynäkologen als wichtigste Informationsquelle, gefolgt von den Medien und Hebammen. In der Bundesrepublik können Mütter Nabelschnurblut einer öffentlichen Nabelschnurblut-Bank anonym spenden oder individuell einlagern. In letzterem Fall stehen die eingelagerten Stammzellen dem Spender, also dem Kind oder unter bestimmten Voraussetzungen Verwandten ersten Grades zur Verfügung. Bei einer Abgabe an eine öffentliche Nabelschnurblut-Bank hat der Spender keinen direkten Zugriff auf seine Stammzellen mehr. "Klinische Beispiele belegen, dass die Transplantation eigener Stammzellen aus Nabelschnurblut sinnvoller Bestandteil einer Krebstherapie sein kann," erklärt Dr. Eberhard Lampeter, medizinischer Geschäftsführer des Leipziger Unternehmens VITA 34, das seit 1997 als erste Blutbank in Europa Nabelschnurblut für die individuelle Anwendung einlagert. So konnte im April dieses Jahres an der Universität von Toronto ein 11 Monate alter Junge, der an einem seltenem Augenkrebs erkrankt war, mit Hilfe seiner eigenen Stammzellen therapiert werden. Trotz einer Operation hatten sich Metastasen an der Wirbelsäule gebildet. Nach einer Chemotherapie erhielt der Junge ein Transplantat seiner eigenen Stammzellen aus Nabelschnurblut. Sie bauen das blutbildende System im Knochenmark wieder auf, das durch die extreme Behandlung zerstört wird. ots Originaltext: VITA 34 Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Kontakt: Kohtes Klewes communication medical Dr. Gerd König Sonnenstraße 17 80331 München Tel.: +49 (0) 89 - 59 042-219 Fax: +49 (0) 89 - 59 042-219 koenig.gerd@kohtes-klewes.de Original-Content von: VITA 34, übermittelt durch news aktuell

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