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KfW: Vorstände der 13 TSI-Banken beschließen TSI-Verbriefungsinfrastruktur
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Vorstände der 13 TSI-Banken beschließen TSI-Verbriefungsinfrastruktur

    Frankfurt am Main (ots) -

    Die Vorstände der dreizehn TSI-Banken (Bayerische Landesbank,
Citigroup Deutschland, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Dresdner
Bank, DZ Bank, Eurohypo, HSH Nordbank, Helaba, HVB Group, KfW
Bankengruppe und WestLB) haben heute im feierlichen Rahmen die
Gründungsdokumente für die True Sale International GmbH unterzeichnet
und die TSI-Verbriefungsinfrastruktur beschlossen.
    
    Die Vertragsdokumente wurden im Vorfeld mit allen zuständigen
Aufsichtsbehörden erörtert. Die Zusammenarbeit gestaltete sich
ergebnisorientiert und zügig. Mittlerweile haben alle zuständigen
Behörden die erwartete positive Rückmeldung gegeben; insbesondere
bestehen beim Bundeskartellamt bezüglich der True Sale International
GmbH keine fusionskontrollrechtlichen Bedenken. Die notariell
durchzuführende formale Gründung der Gesellschaft wird in der
nächsten Woche stattfinden.
    
    Die TSI-Verbriefungsinfrastruktur haben die KfW Bankengruppe,
Genossenschaftsbanken, Geschäftsbanken und Sparkassen-Finanzgruppe
gemeinsam entwickelt. Sie kann von allen interessierten Banken
genutzt werden und wird dazu beitragen, dass True-Sale-Verbriefungen
aus Deutschland heraus deutlich zunehmen werden. Aus Investorensicht
wird ein neues Anlagesegment entstehen, wobei ABS-Papiere aus
deutschen True Sale-Verbriefungen standardisiert und liquide
handelbar werden sollen.
    
    Die Verbriefungsplattform wird aus drei gemeinnützigen Stiftungen
(Sitz in Frankfurt am Main) und Verbriefungszweckgesellschaften
("deutsches SPV", Special Purpose Vehicle) bestehen, die jeweils für
eine einzelne Transaktion errichtet werden. Die Stiftungen nehmen
jeweils die Rolle der Gesellschafter der
Verbriefungs-Zweckgesellschaften ein, die die ABS-Wertpapiere aus
True Sale Verbriefungen emittieren. Dieser in Analogie zu
international üblichen Strukturen gewählte Aufbau erlaubt die
insolvenzferne Errichtung deutscher SPV    ein aus Sicht der
Rating-Agenturen und Investoren zentrales Erfordernis.
    
    Die neutrale Verbriefungsplattform wird grundsätzlich allen
Marktteilnehmern zur Verfügung stehen und erstmals die Gründung von
SPV nach ausschließlich deutschem Recht ermöglichen, ohne dass
Kreditinstitute den aufwändigen Umweg über das Ausland einschlagen
müssen. Unter dieser Struktur funktioniert eine True Sale-Verbriefung
wie folgt:
    
    - Für jede True Sale-Verbriefung wird vom jeweiligen Originator
ein eigenes insolvenzfernes SPV mit begrenztem Tätigkeitsprofil
gegründet, das den üblichen Anforderungen der Ratingagenturen
entspricht.
    
    - Diese SPVs werden in der Rechtsform einer GmbH entstehen und den
drei Stiftungen zugestiftet, d.h. die Stiftungen werden je gleich
hohe Anteile an diesen Gesellschaften halten und somit zur
Insolvenzferne der SPV beitragen.
    
    - Das SPV kauft das zu verbriefende Kredit-Portfolio von einer
Bank an, wandelt es in handelbare, durch Kreditforderungen besicherte
Wertpapiere (ABS = Asset Backed Securities) um und verkauft diese an
Investoren auf dem Kapitalmarkt.
    
    - Die über das Stiftungsmodell geschaffene Verbriefungsplattform
kann von allen Portfoliolieferanten - unabhängig ob Beteiligter der
True Sale Initiative oder nicht genutzt werden.
    
    Die Stiftungen verfolgen den gemeinnützigen Zweck, die
wissenschaftliche Forschung zum Finanz- und Kapitalmarkt für den
Finanzstandort Deutschland zu fördern. Als eine der Begünstigten der
Stiftungen steht heute das "Department of Finance" an der European
Business School International University Oestrich-Winkel bereits
fest.
    
    Die True Sale International GmbH (TSI GmbH) ist als
Gemeinschaftsinstitut das zweite wesentliche Element der heute
beschlossenen Verbriefungsinfrastruktur.
    
    Die TSI GmbH soll insbesondere die Standardisierung für den
deutschen ABS-Markt weiter voran bringen. Die TSI GmbH wird in diesem
Sinne insbesondere die Qualitätsmerkmale festlegen, die von
ABS-Transaktionen erfüllt werden müssen, um unter dem Markennamen
"TSI" am Markt auftreten zu dürfen. Der Erwerb des Qualitätssiegels
setzt unter anderem ein standardisiertes Reporting des Originators
voraus; dies ist ein zentrales Erfordernis aus Sicht der Investoren,
die damit einen zeitnahen Einblick in die Transaktion und deren
Performance erhalten sollen. Darüber hinaus werden Festlegungen
bezüglich der Mindest-Emissionshöhe, des Market-Making sowie die
EZB-Fähigkeit von emittierten ABS-Papieren zu einer Verbesserung der
Sekundärmarktliquidität und damit auch zu einer Steigerung der
Akzeptanz der ABS-Papiere führen. Damit wird der schrittweise Ausbau
zu einem breiten True Sale Markt ermöglicht.
    
    Schließlich soll die TSI-GmbH auch ein Forum sein, das mit dem
versammelten Sachverstand der wichtigsten Marktteilnehmer die
Rahmenbedingungen für ABS in Deutschland analysiert, kommentiert und
Empfehlungen für dessen Weiterentwicklung erarbeitet.
    
    Die TSI-GmbH steht weiteren Gesellschaftern offen. Sie wird neben
einer Gesellschafterversammlung auch über einen Gesellschafterbeirat
verfügen, der sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt. Jeder
der dreizehn Gründungsgesellschafter wird ein Vorstandsmitglied bzw.
ein Mitglied seiner Geschäftsleitung in den Beirat entsenden. Für die
Mitarbeit im Beirat sollen zusätzlich hochrangige Vertreter aus der
Politik gewonnen werden, um in einen möglichst breiten Dialog zur
Marktentwicklung treten zu können.
    
    Die GmbH wird neben der Geschäftsführung zunächst drei Mitarbeiter
beschäftigen und über eine Kapitalausstattung von 1.950.000,00 EUR
verfügen. Sie wird ihren Sitz in Frankfurt am Main haben.
    
    Mit der Errichtung der Verbriefungsplattform ist im Juni zu
rechnen. Ab dann wäre die Emissionsfähigkeit über die Plattform
sichergestellt und der deutsche Kapitalmarkt um ein wichtiges
Instrument reicher. Die hohe Bedeutung der True Sale Initiative für
den deutschen Kapitalmarkt wird auch vom IWF in seinem gerade
erschienenen "Global Financial Stability Report" unterstrichen.
    
    
    
    ANLAGE zur Presseerklärung der TSI-Banken vom 30.04.2004 Die
Vorstände der TSI-Banken haben am 30.04.2004 beschlossen:
    
    Geschäftsführer der True Sale International GmbH Herr Dr. Hartmut
Bechtold und Herr Dr. Dieter Glüder
    
      Als Stiftungsvorstände der "Stiftung Unternehmensfinanzierung und
Kapitalmärkte am Finanzstandort Deutschland" sind:
    
    Herr Professor Ulrich Hommel Ph. D. und Herr Professor Dr. Lutz
Johanning von der European Business School, International University,
Oestrich-Winkel, vorgesehen.
    
      

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