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KfW - Anlaesslich des "Weltbevoelkerungstages 2002" am 11. Juli

    Frankfurt/Main (ots) -

    Anlässlich des "Weltbevölkerungstages 2002" am 11. Juli:
    KfW fördert Familienplanung in Entwicklungsländern
    
    Die stetig wachsende Weltbevölkerung führt zu einem der globalen
Probleme diesen Jahrhunderts: In den vergangenen zehn Jahren ist die
Weltbevölkerung um 1 Mrd Menschen auf heute 6,2 Mrd angestiegen.
Diese rasche Bevölkerungszunahme hat und wird künftig noch mehr
Auswirkungen auf den weltweiten Boden- und Wasserbedarf, die
Nahrungsmittelsicherheit, die globale Sicherheitssituation, die
Artenvielfalt und die effektive Armutsbekämpfung haben.
    
    Die KfW finanziert seit Mitte der 90er Jahre über Mittel des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) in großem Umfang Projekte zur Familienplanung, um
dem Problem der Bevölkerungszunahme in Entwicklungsländern gerecht zu
werden. Familien soll die Möglichkeit gegeben werden, die Anzahl der
Kinder nach eigenen Wünschen zu planen. Im Vordergrund der Aufklärung
steht dabei die Botschaft, dass jedes einzelne Kind oftmals bessere
Chancen hat, wenn sich die Familie ihm länger widmen kann: Das erhöht
die Überlebenschance und die spätere Qualität der Ausbildung der
Kinder und vermindert gleichzeitig nachhaltig den Wunsch der Eltern,
zur Absicherung der Familie möglichst viele Kinder zu bekommen.
    
    Die KfW finanziert bei den bevölkerungspolitischen Maßnahmen Bau,
Ausstattung und Renovierung der für Familienplanung genutzten
Gesundheitsdienste, aber auch die Beschaffung und Verteilung von
Kontrazeptiva. Neben der Lieferung von Verhütungsmitteln an
staatliche Partner setzt die KfW das Instrument des "Social
Marketing" mit großem Erfolg ein: Kontrazeptiva werden über private
Kanäle zu subventionierten Preisen mit Marketingmethoden vertrieben.
Dabei ist "Social Marketing" darauf angelegt, breite
Bevölkerungsschichten mit Hilfe verschiedener Medien - u. a. TV,
Radio, Theaterstücke - über die Vorteile der regelmäßigen Nutzung von
Verhütungsmitteln zu informieren. Der Preis für das Verhütungsmittel
(Kondom, Pille, Spirale, 3-Monatsspritzen) ist dabei so angesetzt,
dass er auch für arme Bevölkerungsschichten erschwinglich ist. Die
Erlöse fließen in die Finanzierung der Programme zurück.
    
    Im Bereich Bevölkerungspolitik unterstützt die KfW derzeit in über
60 Ländern Projekte mit einem Gesamtvolumen von 315 Mio EUR.
    
    
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