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Mittelstandskonjunktur: Aufhellung in den Neuen Laendern

Mittelstandskonjunktur: Aufhellung in den Neuen Laendern
Berechnet wird der Indikator für drei regionale (Deutschland, West, Ost einschließlich Berlin) und vier sektorale (Verarbeitendes Gewerbe, Bau, Handel, Dienstleister) Segmente. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "ogs/KfW"

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    Frankfurt am Main (ots) -
    
    KfW-Indikator zeigt jedoch im 1. Quartal insgesamt uneinheitliches
Bild
    
    Gute Nachrichten für den Mittelstand kommen diesmal aus dem Osten:
Der KfW-Indikator Mittelstandskonjunktur* nahm in den Neuen
Bundesländern zum zweiten Mal in folge zu, und zwar um 1,4 Punkte auf
106,1. Insgesamt kennzeichneten jedoch im 1. Quartal 2002 Licht und
Schatten die wirtschaftliche Lage kleiner und mittlerer Unternehmen
mit bis zu 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von maximal 50
Mio EUR. So gab der westdeutsche Index erneut nach und lag zuletzt
bei 96,8 Punkten (Vorquartal: 97,9). Der Handel konnte sich von
seinem vorangegangenen Allzeittief kräftig erholen (plus 3,6 Punkte
auf 99,9). Das Verarbeitende Gewerbe, der Bau wie auch die
Dienstleister tendierten dagegen schwächer. Über alle Branchen
betrachtet verlor der deutschlandweite Gesamtindex im
Vorperiodenvergleich per saldo 0,8 Zähler und notiert nun bei 97,9
Indexpunkten.
    
    Vor allem die schwache Entwicklung des - vorwiegend in den alten
Ländern konzentrierten - Verarbeitenden Gewerbes hat für die
Eintrübung der mittelständischen Konjunktur gesorgt: Die
konjunktursensitive Branche gab um 3,7 Indexpunkte nach und liegt nun
auf dem niedrigsten Stand seit dem 4. Quartal 1997 (94,4). Dieser
Rückgang ist jedoch kaum überraschend: Nachdem das Verarbeitende
Gewerbe sich gegen den allgemeinen Trend bis Ende 2001 auf hohem
Niveau halten konnte, lag eine Korrektur geradezu in der Luft.
    
    Für KfW-Chefvolkswirt Dr. Norbert Irsch passen die aktuellen
Ergebnisse des Indikators durchaus in das Bild eines bevorstehenden
Konjunkturaufschwungs - auch im Mittelstand: "Ein uneinheitliches
Bild ist für konjunkturelle Wendepunkte charakteristisch", betont er.
Die Gesamtwirtschaft habe die Wende mittlerweile geschafft - vor
allem Dank des wieder freundlicheren Weltwirtschaftsklimas, von dem
zunächst in erster Linie die exportorientierten Großunternehmen
profitieren. In diesem Jahr dürfte die Gesamtwirtschaft um rund 1 %
wachsen. "Da kleinere Unternehmen im Unterschied zu den großen Firmen
weit stärker auf das Inland ausgerichtet sind, hinken sie im Zyklus
fast immer etwas hinterher", erläutert der Chefvolkswirt: "Auch in
den beiden zurückliegenden Aufschwungphasen 1993/94 und 1996/97 haben
wir dieses Muster gesehen. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass der
Mittelstand spätestens im zweiten Halbjahr die konjunkturelle
Talsohle hinter sich gebracht haben wird."
    
    * Dem Indikator liegen die Angaben KfW-geförderter Unternehmen mit
höchstens 500 Beschäftigten und maximal 50 Mio EUR Jahresumsatz über
ihr zentrales Investitionsmotiv zu Grunde. Ein zunehmender Anteil von
Unternehmen, die Geschäftsausweitungen planen, wird, ebenso wie ein
rückläufiger Rationalisiereranteil, als positives Konjunktursignal
gewertet. Die Antworten werden mit dem Umsatz der in dem
Bezugsquartal geförderten Investoren gewichtet sowie, unter
Zugrundelegung fixer Branchen- und Regionengewichte, in einen Index
[2000=100] überführt. Berechnet wird der Indikator für drei regionale
(Deutschland, West, Ost einschließlich Berlin) und vier sektorale
(Verarbeitendes Gewerbe, Bau, Handel, Dienstleister) Segmente.
    
    
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