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KfW - Hamid Karsai - Wiederaufbau Afghanistans

Frankfurt (ots) - Hamid Karsai zu Gast in der KfW-Niederlassung Berlin - Wiederaufbau Afghanistans bereits begonnen Hamid Karsai, Vorsitzender der afghanischen Übergangsverwaltung, wird im Zuge seines offiziellen Besuches in Berlin auch bei der KfW zu Gast sein: Morgen, am Freitag, werden Hamid Karsai und seine Delegation zu Gesprächen mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Wolfgang Kroh, KfW-Vorstandsmitglied, in der Berliner Niederlassung der Bank erwartet. Bereits seit Anfang Januar ist die KfW in Kabul vor Ort, um die afghanische Interimsregierung beim Wiederaufbau des Landes zu unterstützen. Das Büro wird am 23. März 2002 offiziell eröffnet werden, so Wolfgang Kroh. Anlässlich des Besuchs von Hamid Karsai stellt die KfW erstmals die Höhe der vorgesehenen Mittel für die Finanzielle Zusammenarbeit mit Afghanistan vor. Kroh: "Allein für 2002 sind rund 22 Mio EUR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgesehen. Die gesamte Summe wird zum größten Teil noch in diesem Jahr ausgezahlt. Damit leistet die KfW zeitnah wichtige Beiträge für den Wiederaufbau des Landes." Auf die Sektoren Gesundheit und Bildung fallen je EUR 3,5 Mio, im Bereich Energie finanziert die KfW Projekte in Höhe von rund fünf Mio EUR. Den Bereich Trinkwasser unterstützt die KfW mit rund EUR 7 Mio. Mit weiteren EUR 2,5 Mio wird die Durchführung von projektvorbereitenden Studien in allen Sektoren finanziert. "Das wichtigste beim Wiederaufbau Afghanistans ist jetzt schnelle Hilfe: Jungen und Mädchen müssen wieder in die Schule gehen können, die Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung haben und die Energie- und Trinkwasserversorgung muss sichergestellt werden. Genau hier setzt die KfW mit ihren Projekten an. Wir sorgen dafür, dass die Bevölkerung schnellst möglich spürt, dass sich ihre Lebensbedingungen verbessern", so Kroh. Anfang Januar hat die KfW gemeinsam mit der Übergangsverwaltung die dringlichsten Maßnahmen in den genannten Bereichen definiert und die umgehende Realisierung eingeleitet. Im Sektor Gesundheit werden drei Ansätze verfolgt: Lieferung von Basismedikamenten und medizinischen Verbrauchsgütern, die Instandsetzung von Gesundheitseinrichtungen sowie - in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen - die Unter-stützung bestehender Programme zur Immunisierung, Child Care, Augenbehandlung und Tuberkulosebekämpfung. Im Bildungsbereich werden Schulgebäude, insbesondere Grundschulen, saniert, und mit Schulmöbeln ausgestattet. Die ersten Schulen können bereits zum Beginn des neuen Schuljahres Ende März eröffnet werden. Im Sektor Energie fördert die KfW v. a. die Instandsetzung des Stromnetzes in Kabul und die Beleuchtung wichtiger Straßen und Plätze durch Straßenlaternen. Dies ist für die Bewohner Kabuls von großer Bedeutung, da die Straßen mit Einsatz der Dunkelheit noch ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Im vierten Bereich werden Reparatur und Ausbau von Brunnenanlagen, Transportleitungen und Verteilungsnetzen in Kabul finanziert. Sobald es die Sicherheitslage zulässt, sollen weitere Städte Afghanistans in dieses Programm einbezogen werden. Zudem prüft die KfW die Möglichkeit des Aufbaus einer Mikrobank. Das Büro, das Ende der kommenden Woche offiziell eröffnet wird, ist ein Gemeinschaftsbüro mit der GTZ. Es soll auch anderen Organisationen der deutschen Entwicklungshilfe offen stehen. Die KfW war im Auftrag der Bundesregierung bereits vor 1979 als einer der größten internationalen Geber in Afghanistan in verschiedenen Sektoren tätig - insbesondere in der Wasser- und Energieversorgung. ots Originaltext: KfW Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Sonja Contzen Tel.: (069) 7431-4306 E-Mail: sonja.contzen@kfw.de Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

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