KfW

Ein Jahr nach den Erdbeben in El Salvador: KfW unterstützt Wiederaufbau mit 11 Mio EUR - bisher fast 1000 Häuser wiederaufgebaut

Frankfurt (ots) - Vor einem Jahr, am 13. Februar 2001, wurde El Salvador von einem starken Erdbeben mit der Stärke 6,6 auf der Richterskala erschüttert. Es war das zweite große Erdbeben in El Salvador innerhalb eines Monats. Durch beide Beben wurden mehr als 1000 Menschen getötet und mehr als 8000 Menschen verletzt. Rund 1,5 Millionen Menschen, ein Fünftel der Gesamtbevölkerung, wurden durch die Zerstörung ihrer Häuser obdachlos. Besonders in den armen ländlichen Regionen El Salvadors standen die Menschen nach den Beben vor dem Nichts: Die mit Lehm und Stroh selbstgebauten Häuser waren wie Kartenhäuser in sich zusammengefallen. Die Bundesregierung stellte kurz nach den Erdbeben im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit über die KfW 11 Mio EUR für den Wiederaufbau von Häusern zur Verfügung. Dank eines erfahrenen, nicht-staatlichen Projektpartners in El Salvador - der Nichtregierungsorganisation FUNDASAL -, mit dem die KfW nun im siebten Projekt zusammenarbeitet, konnten bereits im Juni 2001 die ersten Familien in ihre Häuser zurückkehren. Fast 1000 Häuser befinden sich zur Zeit unmittelbar vor der Fertigstellung. Bis Mitte nächsten Jahres sollen insg. 4200 Häuser gebaut werden, in denen rund 18000 Menschen wohnen werden. Finanziert werden die Baumaterialien für die Häuser, die Ausbildung der Familien im Bau der Häuser, Gemeindeberatung sowie Mikrokredite für Frauengruppen. Der Bau der Häuser, die aus Hohlblocksteinen erdbebenresistent gebaut werden, erfolgt in sogenannter Gemeinschaftsarbeit: In Fünfergruppen unter Anleitung eines Maurers baut jeder Grundstücksbesitzer selbständig mit Hilfe der vier Gruppenmitglieder sowohl sein eigenes als auch die Häuser der anderen wieder auf. Alle 80cm Mauerhöhe wird dabei zum nächsten Haus gewechselt, um eine gleichmäßige Fertigstellung der Häuser aller Beteiligten zu erreichen. Da es auch zahlreiche betroffene Familien gibt, die nicht in Besitz eines Grundstückes sind, sondern als Farmarbeiter bei Landbesitzern beschäftigt sind, wird diesen Familien, sofern der Landbesitzer ihnen ein Bleiberecht bescheinigt, ein demontierbares Haus aus Aluminium zur Verfügung gestellt. Die KfW hat bereits langjährige Erfahrung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit El Salvador. Insgesamt wurden in der Vergangenheit Projekte in Höhe von 240 Mio EUR finanziert. Dabei konzentrieren sich die Projekte v.a. auf die Sektoren Wohnungsbau und Slumsanierung, Wasserver- und -entsorgung und Gesundheit sowie auf den Finanzsektor. ots Originaltext: KfW Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Sonja Contzen Tel: 069/7431-4306 E-Mail: sonja.contzen@kfw.de Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: KfW

Das könnte Sie auch interessieren: