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KfW vergibt Darlehen zum Bau einer Kläranlage in Zagreb
Zentrale Bedeutung für den Gewässerschutz der Sava

    Frankfurt (ots) - Die KfW vergibt ein Darlehen über 115 Mio EUR an
die deutsch-kroatische Projektgesellschaft ZOV (Zagreba_ke Otpadne
Vode d.o.o.) und ermöglicht damit den Bau einer zentralen Kläranlage
in Zagreb. Der Vertrag wurde heute von der KfW und der ZOV, an der
u.a. die deutschen Unternehmen RWE Aqua GmbH und SHW Hölter
Wassertechnik GmbH, eine Tochter der Berlinwasser-Gruppe, beteiligt
sind, in der KfW-Zentrale unterzeichnet.
    
    Der Bau der Anlage dient dem Gewässerschutz der Sava südlich von
Zagreb. Bisher werden die Abwässer Zagrebs ungeklärt abgeleitet. Die
Folge davon: Während der trockenen Jahreszeit sind Abschnitte der
Sava biologisch tot. Betroffen davon sind 2,3 Mio Menschen, die im
kroatischen Einzugsgebiet der Sava leben.
    
    Mit dem Darlehen finanziert die KfW eine große Abwassermaßnahme
eines privaten Betreibers zu kommerziellen Konditionen. Neben der
KfW, die als koordinierende Bank den größten Finanzierungsanteil
bereitstellt, beteiligt sich die EBRD (European Bank for
Reconstruction and Development) an dem Projekt. Das Darlehen der KfW
hat eine Laufzeit von zwanzig Jahren und wird aus Gebühreneinnahmen
zurückgezahlt.
    
    Der mit dem Projekt verwirklichte Privatisierungsansatz hat
Pilotcharakter für den Abwasserbereich. Die Anlage wird im Rahmen
einer 28 Jahre laufenden BOT-Konzession (Built-operate-transfer)
errichtet und betrieben, die die Stadt Zagreb mit der ZOV vereinbart
hat. Die Stadt Zagreb hat alle haushalts- und genehmigungsrechtlichen
Voraussetzungen für das Zustandekommen dieses neuen Ansatzes
geschaffen, das Projekt wurde von Experten auf seine
Umweltverträglichkeit geprüft. Mit einem Investitionsvolumen von
insgesamt rund 300 Mio EUR zählt das Projekt zu den derzeit
wichtigsten Umweltvorhaben in Europa. Für ein stärkeres
internationales Engagement der deutschen Wasserwirtschaft bedeutet
dieses Projekt einen Meilenstein.
    
    
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