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ots.Audio: KfW-Ratgeber-Podcast: 10. KfW-Award Bauen und Wohnen - "Modernisieren mit Weitblick: Energieeffizient und generationengerecht Umbauen"

Frankfurt (ots) - Podcast: 5:08 Minuten

Intro: KfW-Podcast

Sprecher: Hallo und herzlich willkommen. Wer heute ein Haus modernisiert, muss es "fit" für die Zukunft machen. "Modernisieren mit Weitblick" ist also angesagt. Das ist auch das Motto des "KfW Award 2012". Mit diesem Preis sollen private Bauherren ausgezeichnet werden, die ihre Wohnimmobilien bereits mit Blick auf die Zukunft vorbildlich modernisiert haben - möglichst energieeffizient, aber auch so, dass sie bis an ihr Lebensende drin wohnen bleiben können, sagt der Architekt und Juryvorsitzende Professor Hans Kollhoff.

O-Ton 1 (Prof. Hans Kollhoff, 0:30 Min.): "Es müssen Barrieren abgebaut werden und es muss vielleicht Rollstuhlgängigkeit hergestellt werden, Bewegungsradien hergestellt werden. Da muss man vielleicht auch an die Grundrisse herangehen. Auch da aber, das kennen Sie ja, wenn Sie die Rampen sehen im öffentlichen Raum, die überall gebaut werden mit Geländern und so weiter und so weiter: Das kann man gut machen, so dass es kaum auffällt. Und man kann es schlecht machen und damit eine Eingangssituation beispielsweise auch ruinieren."

Sprecher: Es gibt aber noch viele andere Fehler, die Bauherren beim Renovieren und Modernisieren machen können. Zum Beispiel, zu schnell an die Sache ranzugehen. Professor Kollhoff empfiehlt deshalb, lieber langfristig zu planen, sich fachliche Unterstützung zu holen und...

O-Ton 2 (Prof. Hans Kollhoff, 0:29 Min.): "... vor allen Dingen auch, fein zu unterscheiden zwischen heutigen Bautechnologien und solchen, die einem vorhandenen Bau gerecht werden. Da muss ich dann möglicherweise schon auf Konstruktionsprinzipien zurückgehen aus der Zeit, in der dieser Bau entstanden ist. So einfach mit Styropor nun die Fassade zuzukleben, nach dieser Zipfelmützenstrategie, das ist wahrscheinlich der größte Fehler der heute begangen wird."

Sprecher: Genau deshalb steht der KfW-Award Bauen und Wohnen in diesem Jahr auch unter dem Motto "Modernisieren mit Weitblick".

O-Ton 3 (Prof. Hans Kollhoff, 0:20 Min.): "Weil wir in den letzten Jahren gemerkt haben, dass das energetische Ertüchtigen von vorhandener Bausubstanz auch darunter leiden kann, wenn Schnellschüsse veranstaltet werden. Wenn man also nicht den Dingen auf den Grund geht, erstmal analysiert, was fehlt hier eigentlich. Und vor allem nicht die Qualität sieht der vorhandenen Substanz. Da kann man viel kaputt machen."

Sprecher: Wer dagegen mit Plan energieeffizient und altersgerecht modernisiert, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen spart er in Zukunft Heizkosten, muss zum anderen im hohen Alter nicht umziehen und hinterlässt darüber hinaus auch noch den nachfolgenden Generationen guten Wohnraum.

O-Ton 4 (Prof. Hans Kollhoff, 0:26 Min.): "Heute werden ja oft die Häuser hingestellt für einen Abschreibungszeitraum von 30/40 Jahren. Und dann ist der Wirtschaft gedient, wenn man abreißt und neu baut. Das war nicht immer so: Früher hat man Häuser gebaut, damit man sie weitergeben kann an die Kinder und Kindeskinder. Daraus entstanden dann auch Städte an die man sich erinnern kann. Diese Qualität hat man, wenn man mit Weitblick baut."

Sprecher: Und wer das bereits getan und dafür schon Geld in die Hand genommen hat, kann sich jetzt sogar beim mit insgesamt 30.000 Euro dotierten KfW-Award Bauen und Wohnen einen Teil der Umbaukosten zurückholen, sagt Holger Schwabe von der KfW- Bankengruppe.

O-Ton 5 (Holger Schwabe, 0:22 Min.): "Der KfW-Award richtet sich an alle privaten Wohneigentümer in Deutschland. Das heißt, alle, die in den letzten fünf Jahren Sanierungsmaßnahmen durchgeführt haben, können sich an diesem Wettbewerb beteiligen. Neben den allgemeinen Angaben zum Objekt, wie zum Beispiel, was ist es für eine Immobilie, ein Einfamilienhaus, ein Reihenhaus, das Baujahr, die Fläche, muss natürlich auch die Baumaßnahme dokumentiert werden. "

Sprecher: Das heißt, es müssen Baupläne, Bauunterlagen, Bildmaterial und natürlich auch alle entsprechenden Gutachten eingereicht werden, damit sich die Jury unter Vorsitz von Professor Hans Kolloff ein genaues Bild machen und die Umbaumaßnahmen entsprechend bewerten kann.

O-Ton 6 (Prof. Hans Kollhoff, 0:39 Min.): "Zunächst einmal versuchen wir, einen Überblick zu bekommen. Da liegen ein paar Hundert Arbeiten die man sich in einer ersten Runde anschaut. Dann hat man eine ungefähre Vorstellung, was sozusagen die Ernte des Awards sein könnte. Und dann wird man in einer zweiten und dritten Runde die Rosinen herauspicken sozusagen: Beiträge die außergewöhnlich sind, die souverän gemacht sind. Wo man vielleicht auf den ersten Blick schon sieht: Da hat sich jemand gründlich mit diesem Projekt auseinandergesetzt, Gedanken gemacht, und das dann auch auf eine saubere, handwerklich gute Art umgesetzt."

Sprecher: Wenn Sie sich bewerben wollen: Weitere Informationen zum "KfW Award 2012" finden Sie im Internet unter www.kfw.de. Dort gibt's auch die Wettbewerbsunterlagen und einen Teilnahmebogen zum Herunterladen. Einsendeschluss ist übrigens der 03. März 2012. Es gilt das Datum des Poststempels. Die Preisverleihung findet dann am 22. Mai in der KfW-Niederlassung in Berlin statt.

Outro: KfW-Podcast

Pressekontakt:

Holger Schwabe
Senior Referent 
Corporate Publishing
Tel.   +49 30 20264-5830
holger.schwabe@kfw.de