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KfW-Refinanzierung: Stresstest am Kapitalmarkt bestanden

Frankfurt (ots) -

   - KfW schließt Refinanzierung 2009 bei 74 Mrd. EUR ab 
   - Emissionen in allen Benchmark-Laufzeiten - insbesondere 
     zehnjährige Benchmark-Anleihen in EUR und USD 
   - Mittelaufnahmen 2010 in Höhe von 70-75 Mrd. EUR geplant - 
     bewährte Emissionsstrategie wird fortgesetzt 
   - Verbriefungsindustrie muss neue Qualitätsstandards 
     implementieren 

Zur Erfüllung ihres Förderauftrags hat die KfW Bankengruppe in 2009 knapp 74 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen, sie liegt damit im Rahmen ihres angekündigten Emissionsvolumens. Die Rahmenbedingungen waren für Großemittenten in diesem Jahr allerdings außerordentlich schwierig, da die Kapitalmärkte geprägt waren von hoher Volatilität sowie von sich sehr rasch vollziehenden Änderungen der politischen, wirtschaftlichen und geldpolitischen Voraussetzungen. "Umso mehr freue ich mich, dass die KfW als verlässliche, transparente und nachhaltige Emittentin den Stresstest 'Refinanzierung in der Finanzmarktkrise' erfolgreich bestanden hat", stellte Dr. Günther Bräunig, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, heute anlässlich der Kapitalmarkt-Pressekonferenz in Frankfurt fest. "Unsere Refinanzierungsstrategie hat sich bestens bewährt und uns erlaubt, flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren. Zu unserem Erfolg hat auch die erstklassige Bonität der KfW beigetragen".

Die KfW ist die einzige Emittentin ihrer Kategorie, die 2009 ihr Angebot an liquiden Benchmark-Anleihen sowohl in EUR als auch in USD in allen Benchmark-Laufzeiten - also inklusive der 10-jährigen - erfolgreich umgesetzt hat. Über die Benchmark-Programme wurden 19 Mrd. EUR und 21 Mrd. USD aufgenommen, das entspricht rd. 47% der Mittelaufnahme. "Gerade die Zeichnung von langfristigen KfW-Anleihen zeugt von dem grundlegenden Vertrauen der Investoren in unser Haus, das als "sicherer Hafen" betrachtet wird. Gut gewähltes Timing und professionelle Exekution der jeweiligen Emissionen sind weitere Erfolgsfaktoren", so Bräunig.

Zufrieden zeigte sich Bräunig auch darüber, dass die KfW im Krisenjahr viele neue Investoren gewinnen und ihre Investorenbasis damit weiter diversifizieren konnte. Während die KfW einerseits von der stärkeren Konzentration deutscher Anleger auf heimische Emittenten profitieren konnte, gelang ihr andererseits ein deutlicher Ausbau der Investorbasis in den USA. So hat sich der Anteil deutscher Anleger bei der Zeichnung von EUR-Benchmark-Anleihen mit über 34 % mehr als verdoppelt (2008: rd. 15 %); bei den USD-Globalanleihen stieg der Anteil US-amerikanischer Investoren auf knapp 47 % (2008: rd. 27 %).

Eine solide Verankerung im Heimatmarkt sowie eine breit diversifizierte Investorenbasis sind für eine globale Emittentin außerordentlich wichtig. Voraussetzung hierfür ist ein breites Angebot an Währungen und Produkten. In diesem Jahr hat die KfW bis heute insgesamt 412 Transaktionen in 19 verschiedenen Währungen am Markt platziert. Wichtigste Währungen waren der EUR (44 %) und der USD (35 %) sowie GBP (7 %), JPY (4 %) und AUD (4 %). Insgesamt wurden rund 20 % aller Emissionen in Währungen außerhalb des EUR und USD begeben. "Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass Währungs- und Produktvielfalt das A und O für die Refinanzierungsstrategie der KfW ist, denn nur so kann man auf Investorenbedürfnisse flexibel reagieren. Dies ist von strategischer Bedeutung nicht nur mit Blick auf die Refinanzierungskosten, sondern auch zur Sicherung des Zugangs zu Liquidität", so Bräunig.

An ihrer bewährten Refinanzierungsstrategie wird die KfW auch 2010 festhalten. So dürfen Investoren erneut großvolumige, liquide KfW-Benchmark-Anleihen in den Kernwährungen EUR und USD in allen Laufzeiten erwarten, wobei die KfW auf Marktgegebenheiten flexibel reagieren wird. Andere öffentliche Anleihen in Euro und anderen Währungen sowie Privatplatzierungen werden den Refinanzierungsmix abrunden und für eine breite Aufstellung der Emittentin an den Kapitalmärkten sorgen.

Bezüglich des Refinanzierungsvolumens 2010 geht die KfW von einem Mittelbedarf von 70-75 Mrd. EUR aus.

Bedingt durch die Fiskalpolitik und die wirtschaftlich schwierige Situation erwartet Bräunig im kommenden Jahr ein hohes Angebot an europäischen Staatsanleihen. Aus der Finanzmarktkrise ist zudem mit weiteren Belastungen für die Realwirtschaft sowie Abschreibungen bei den Banken zu rechnen, was die weitere Stabilisierung des Kapitalmarktes verzögern könnte. Andererseits sind die weltweiten staatlichen Garantieprogramme für die Refinanzierungen von Banken weitgehend abgeschlossen. "Unsicherheit und Volatilität werden uns auch in 2010 bei unseren Kapitalmarkt-Aktivitäten begleiten, und selbst Emittenten bester Bonität wie die KfW können sich schwierigen Marktbedingungen nicht entziehen. Gerade im Krisenjahr bestand aber eine starke Nachfrage nach liquiden Qualitätsinvestments, wie wir sie anbieten. Daher sind wir für 2010 zuversichtlich", so sein Fazit.

Die Verbriefungsmärkte zeigen sich zum Ende dieses Jahres nach wie vor in einer sehr schwierigen Lage. Zwar fanden in diesem Jahr einige Transaktionen statt; von einem funktionierenden, liquiden Markt kann aber noch lange nicht gesprochen werden.

Um dieses Instrument wieder nutzbar zu machen, bedarf es nach Ansicht des Kapitalmarktvorstands der KfW vor allem des Vertrauens der Investoren in das Produkt. Um dies jedoch zu gewinnen, müssen nach seiner Überzeugung neue Qualitätsstandards eingeführt werden. Zusammen mit anderen Banken und der True Sale Initiative setzt sich die KfW hierfür ein. "Qualitätsverbriefungen können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Kreditversorgung für Unternehmen sicher zu stellen. Dies ist wiederum eine der Voraussetzungen für einen Wirtschaftsaufschwung und für die Vermeidung einer Kreditklemme, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen treffen würde", schloss Bräunig.

Detaillierte Informationen zu den Kapitalmarkt-Aktivitäten der KfW finden Sie unter www.kfw.de im Bereich "Presse".

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