KfW

KfW Entwicklungsbank stellt 10. Evaluierungsbericht über die Wirksamkeit der Finanziellen Zusammenarbeit vor

Frankfurt (ots) -

- Rund 80 Prozent der Projekte erfolgreich
- 20 Jahre Transparenz über Erfolge und Misserfolge
- Einführung neuer Evaluierungsmethoden 

Die KfW Bankengruppe stellte heute in Frankfurt den 10. Evaluierungsbericht "Entwicklung evaluieren - Evaluierung entwickeln" über die Wirksamkeit der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Transformationsländern vor. "Die Erfolgsquote der KfW-Projekte ist gestiegen. Sie liegt mit etwa 80 % etwas höher als im langfristigen Durchschnitt", stellten Vorstandsmitglied Wolfgang Kroh und Prof. Dr. Eva Terberger, Leiterin der unabhängigen Evaluierungsabteilung, heraus. Der Bericht fasst die wichtigsten Bewertungsergebnisse zusammen und beschreibt die dabei angewandten Methoden.

"Damit die Finanzielle Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern erfolgreich und effektiv sein kann, steht die Konzeption unserer täglichen Arbeit permanent auf dem Prüfstand. Aus diesem Grund lohnt sich der Aufwand der Evaluierung, deren Ergebnisse ich seit 20 Jahren jedes Mal mit Spannung erwartet habe", so Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Ex-Post-Evaluierung dient drei bis fünf Jahre nach Durchführung der Entwicklungsinvestition der Überprüfung, ob die erwarteten Wirkungen auch tatsächlich eingetreten sind und ein nachhaltiger Entwicklungsprozess angestoßen wurde. Im Jahr 2006 wurden 120 im Auftrag des BMZ geförderte Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,14 Mrd. Euro Haushaltsmitteln evaluiert. 78 % dieser Vorhaben wurden als entwicklungspolitisch erfolgreich bewertet, nach dem Volumen der eingesetzten Mittel sogar 84 %.

Im Jahr 2007 wurde von der Evaluation der Wirkung aller abgeschlossenen FZ-Maßnahmen auf die Auswertung einer repräsentativen Stichprobe umgestellt. Für die Periode 2007/08 ergab sich eine Erfolgsquote von 81 % (80 % nach Volumen), ermittelt auf der Basis von 88 Stichproben mit einem Volumen von rund 0,84 Mrd. EUR. Zusätzlich wurden 57 Vorhaben evaluiert, die in engem Wirkungszusammenhang zu den Stichprobenvorhaben standen.

Besonders erfreulich sind die Ergebnisse im Wassersektor, deren Erfolgsquote, gemessen am FZ-Volumen mit 88 % (2006) und 82,5 % (Stichprobe 2007/2008), deutlich höher lag als im Durchschnitt früherer Jahre (knapp 70 % im Zeitraum 1988 bis 2005).

"Dieses Ergebnis", so kommentierte Wolfgang Kroh, "untermauert die führende Position, die sich die KfW Entwicklungsbank im Wassersektor erarbeitet hat." Für die KfW stehe aber nicht das einseitige Streben nach höheren Erfolgsquoten im Vordergrund, sondern das angemessene Abwägen von Risiken und der zu erwarteten Wirkungen. "Dass die Risiken bei Entwicklungsmaßnahmen höher sind als anderswo, liegt in der Natur der Sache. Häufig werden sie in einem schwierigen Umfeld durchgeführt. Aber", betonte Kroh, "genau dazu ist Entwicklungszusammenarbeit da."

Der Schwerpunkt des 10. Evaluierungsberichts liegt neben der Projektevaluierung für die Jahre 2006 bis 2008 auf dem Rückblick über 20 Jahre Evaluierungspraxis. Beispiele, wie quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung in ausgewählten Fällen zu einer genaueren Analyse und Messung von Wirkungen beitragen können, enthält der Bericht genauso wie je ein Beispiel für eine Querschnittsauswertung und eine Evaluierung gemeinsam mit internationalen Entwicklungsorganisationen. Der Bericht zeigt aber auch, wie die Erfahrungen aus den über 1.800 Vorhaben, die seit 1988 ausgewertet wurden, für tiefer gehende Analysen mit höherem Erkenntniswert genutzt werden können.

Die Vergleichbarkeit der Erfolgsquoten, die seit 1988 kontinuierlich ausgewiesen werden, bleibt auch nach dem Wechsel von der flächendeckenden Evaluierung zu einer Stichprobe erhalten. Das Stichprobenverfahren stützt sich auf eine repräsentative Auswahl von 50 % aller Vorhaben, die als evaluierungsreif eingestuft werden. Die Stichprobe spiegelt die Gesamtheit der prüfungsreifen Projekte zutreffend wider. Gewährleistet wird dies durch die Zufallsstichprobe.

Im Jahr 2000 wurde die unabhängige Evaluierungsabteilung eingerichtet, die seit Oktober 2006 von Frau Prof. Dr. Eva Terberger geleitet wird. Weitere Informationen zur Evaluierung von FZ-Vorhaben entnehmen Sie bitte unserer Internetseite: http://www.kfw-entwicklungsbank.de/DE_Home/Evaluierung/index.jsp .

Der Bericht ist im Internet abrufbar unter www.kfw-entwicklungsbank.de

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM)
Tel. 069 7431-4400, Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: KfW

Das könnte Sie auch interessieren: