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KfW-Studie: Konjunkturschwäche bedroht Innovationen im Mittelstand

Frankfurt (ots) -

Mangelnde Finanzierung ist Innovationshemmnis Nummer Eins für kleine 
und mittlere Unternehmen 
Wirtschaftliche Lage bestimmt die Möglichkeiten, Innovationsvorhaben 
zu finanzieren 

Die aktuelle Finanz- und Konjunkturkrise könnte gravierende Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen haben und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nachhaltig schwächen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine aktuelle Studie der KfW Bankengruppe. Grund für diese negative Aussicht: Finanzierungsschwierigkeiten sind mit Abstand das häufigste Hindernis, weshalb Mittelständler geplante Produkt- oder Prozessneuerungen nicht in die Tat umsetzen können. Der Zugang zu Finanzierungen wiederum hängt stark mit der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens zusammen: Bei kleinen und mittleren Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht beurteilen, treten Probleme, ihre Innovationen zu finanzieren im Vergleich zu Unternehmen in einer guten wirtschaftlichen Lage doppelt so häufig auf.

"Es droht die Gefahr einer Abwärtsspirale aus schlechter Geschäftslage, mangelnder Finanzierung und unterlassener Innovation", resümiert KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. "Wenn der Mittelstand aufgrund der derzeitigen konjunkturellen Schwächephase die Innovationsanstrengungen der vergangenen Jahre nicht aufrechterhalten kann, dann bleiben entscheidende Impulse für die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands aus." Gerade in der Krise sei es aber wichtig, auf die Entwicklung von Innovationen zu setzen, da insbesondere Unternehmen mit innovativen Produkten und hoher Wettbewerbsfähigkeit vom Wiedererstarken der Konjunktur profitieren werden.

Der mittelständischen Innovationskraft kommt eine bedeutende Rolle zu, wenn es um die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft hin zu einer globalisierten Wissens- und Technologiegesellschaft geht: Internationale Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltiges Wachstum und zukunftssichere Arbeitsplätze entstehen vor allem durch Innovationen sowie Forschung und Entwicklung.

Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen KfW-Studienergebnisse alarmierend:

72 % der Mittelständler sind in ihrer Innovationstätigkeit behindert.

Neben Finanzierungsschwierigkeiten (beklagt von 62 % der von Innovationshemmnissen betroffenen Unternehmen) spielen dabei vor allem bürokratische Hemmnisse (47 %) und der Mangel an Fachpersonal (31 %) eine Rolle. Auf den weiteren Rängen folgen organisatorische Probleme (20 %), das Fehlen relevanter Marktinformationen (19 %) und das Fehlen von technologischem Know-how (13 %).

Von Finanzierungsschwierigkeiten sind gerade jene Unternehmen am stärksten betroffen, die für den Strukturwandel und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft am wichtigsten sind. So haben mittelständische Unternehmen mit hohen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen größere Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierungsmitteln. Ebenso ist die Finanzierung von Marktneuheiten problematischer als die von Produkt- oder Prozessimitationen.

Generell gilt: Je kleiner und je jünger der Mittelständler, umso bedeutender sind die Schwierigkeiten, Innovationen aus eigenen oder fremden Mittel zu finanzieren.

Die KfW bietet innovativen Mittelständlern speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Finanzierungen an: So fördert die KfW mit dem ERP-Innovationsprogramm sowohl Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen als auch die Markteinführung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Darüber hinaus bietet die KfW jungen, innovativen Technologieunternehmen mit dem ERP-Startfonds Beteiligungskapital.

Die aktuelle KfW-Studie mit dem Titel "Innovationshemmnisse bei kleinen und mittleren Unternehmen" ist im Internet abrufbar unter www.kfw.de in der Rubrik Research, Schwerpunkt-/Sonderthemen.

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