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Bodo Ramelow: Ansehen des Landes nimmt Schaden

    Berlin (ots) - Zum anhaltenden Schweigen der Bundes-CDU zur zwielichtigen Personalentscheidung des Thüringer CDU-Ministerpräsidenten und dem Bekanntwerden immer weiterer Einzelheiten über die publizistische Tätigkeit des designierten Thüringer Kultusministers Krause (CDU) erklärt Bodo Ramelow, Mitglied des Parteivorstandes und Ministerpräsidentenkandidat der LINKEN Thüringen:

    Offensichtlich ist die Zahl der rechtsgerichteten Blätter, in denen Herr Krause publiziert hat, größer als bisher angenommen. Noch schwerer wiegt jedoch aus meiner Sicht, dass aktuelle Medienäußerungen von Herrn Krause nicht dazu beitragen, Klarheit über seine Positionen zu schaffen. Ein Mann, dem keine klare Distanzierung von den Verbrechen des Holocaust über die Lippen geht, der keine klare Haltung zu den Fragen der Schuld in der deutschen Vergangenheit hat und die Beteiligten am Attentat auf  Hitler vom 20. Juli 1944 als "Mittäter" diffamiert, ist als Kultusminister völlig ungeeignet.

    Wer einen Mann wie Krause künftig für die Gedenkstättenarbeit in Thüringen verantwortlich machen will, verhöhnt die Opfer des Faschismus, Überlebende und ihre Nachfahren. Da Ministerpräsident Althaus trotz massiver parteiübergreifender Proteste an seiner Fehlbesetzung festhält, ist jetzt die CDU-Vorsitzende Merkel in der Pflicht, Schaden vom Ansehen des Landes abzuwenden. Sie muss verhindern, dass 63 Jahre nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus, am 8. Mai, die CDU Thüringen mit einer Personalentscheidung rechtsgerichtete Gedanken wieder hoffähig macht.

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