Kindernothilfe: Sichere Unterstützung des Globalen Fonds gefordert - Versprechen halten - Finanzloch füllen (BILD)

Sichere Unterstützung des Globalen Fonds gefordert - Versprechen halten - Finanzloch füllen (BILD)

Berlin (ots) - Ein riesiges und tiefes Loch haben für die Kindernothilfe engagierte Jugendliche auf das Pflaster vor dem Brandenburger Tor gemalt. Dieses Loch symbolisiert die für 2013 noch nicht gesicherte Finanzierung des "Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria". Die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen AIDS fordern die Bundesregierung auf, mindestens die bereits versprochenen 200 Millionen Euro für den Globalen Fonds mit einem eigenen Haushaltstitel verbindlich in den Bundeshaushalt 2013 einzustellen.

200 Millionen Euro - so groß ist der versprochene Anteil der Bundesregierung für den Globalen Fonds 2013. Die Macher und Maler des "Finanzlochs" hoffen, dass mindestens diese 200 Millionen Euro in der Kabinettsitzung zum Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt voll berücksichtigt werden. Denn während in Berlin mit einer optischen Täuschung gearbeitet wird, hätte in der Realität das Ausbleiben der Zahlungen dramatische Konsequenzen: Erstmals müssten bereits geplante therapeutische Programme u.a. in Malawi, Südafrika und Kenia auf Eis gelegt werden. Weitere Betroffene könnten in vielen Ländern nicht in Versorgungsprogramme aufgenommen werden. "Damit stehen Leben und Gesundheit von Millionen Menschen auf dem Spiel", sagt Frank Mischo, AIDS-Experte der Kindernothilfe und Mitglied im Aktionsbündnis gegen AIDS. "Der Globale Fonds gerät ohne das zugesagte Geld in größte finanzielle Probleme", weiß Mischo. "Dabei zeigt der Kampf gegen die lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria in vielen Ländern endlich Wirkung." Der Globale Fonds hat bislang mindestens 6,5 Millionen Menschenleben bewahren können. Mit AIDS-Medikamenten versorgt der Fonds lebenslang 3,3 Millionen Menschen.

Die Kindernothilfe engagiert sich weltweit in vielen Projekten u.a. zur HIV-Prävention und zur Behandlung von AIDS-Betroffenen. Bei der "Finanzloch-Aktion" in Berlin wurde das aus rund 400 Organisationen bestehende Aktionsbündnis gegen AIDS von der Duisburger Straßenmalerin Marion Ruthardt und vom Kunstkurs der Stufe 11 am Berliner Andreas-Gymnasium unterstützt.

Das Foto vom "Finanzloch" vor dem Brandenburger Tor finden Sie im Anhang.

Pressekontakt:

Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher Kindernothilfe e.V.
Cistian.Herrmanny@knh.de
Tel.: 0203.7789-242 
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