Kindernothilfe e.V.

WM in Südafrika: Mit Public Viewing und Hotline gegen Kinderhandel
Urs Meier zeigt Ausbeutung von Kindern die Rote Karte

Durban/Pretoria/Duisburg (ots) - Kinder sind im Zuge der WM von Kinderhandel und Verschleppung bedroht. Die Kindernothilfe und ihre Partner versuchen mit zahlreichen Maßnahmen dem Problem entgegen zu wirken. Dabei soll den Kindern aber nicht die Begeisterung für das Ereignis genommen werden. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter und Kindernothilfe-Botschafter Urs Meier fordert: "Vor allem im Schatten der Flutlichter brauchen Kinder unseren Schutz."

"Als Hilfswerk stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe", erläutert Gudrun Steiner, Referentin für das südliche Afrika. "Einerseits wollen wir den Kindern zeigen, welche Chancen in so einem Ereignis stecken. Andererseits müssen wir sie auch über die Gefahren aufklären und ihnen Schutz vor Gewalt und Kriminalität bieten." Besondere Sorge bereiten den Mitarbeitern des Hilfswerkes die vielen Jungen und Mädchen, die zur WM alleine in die Städte strömen werden. Steiner: "Organisierte Schlepperbanden locken die Kinder mit vermeintlichen Jobangeboten und zwingen sie dann zu kriminellen Handlungen wie Prostitution, Diebstahl oder verschleppen sie." Die Situation ist verschärft, da die Schulen während der WM fünf statt der sonst üblichen drei Wochen geschlossen sind. Die Partner der Kindernothilfe versuchen mit diversen Angeboten das problem einzugrenzen. Der Kindernothilfe-Partner YFC, der Straßenkinder in Durban und Pietermaritzburg betreut bietet z.B. Nachmittagsprogramme wie Public Viewing und Fußballspeilen an und klären dabei über die Gefahren auf. In Pretoria hat ein weiterer Kindernothilfe-Partner unter anderem eine Opferbetreuung, Zufluchtsorte und eine Notruf-Hotline eingerichtet.

Urs Meier für Kindernothilfe in Südafrika Auch Urs Meier sieht die Notwendigkeit, das Risiko während der WM für die Jungen und Mädchen zu minimieren. Um sich vor seiner Tätigkeit als WM-Kommentator fürs ZDF ein eigenes Bild von Südafrika zu machen, hat er Kindernothilfe-Projekte besucht. Über seine Erfahrungen berichtet er unter anderem am 21.5. im ZDF-Mittagsmagazin und am 26.5. bei Volle Kanne Service Täglich (ZDF).

Die Kindernothilfe ist seit mehr als 30 Jahren in Südafrika tätig. Mit 58 Projekten erreicht sie rund 10.000 Kinder.

Hinweis für Medienvertreter:

Sendefähiges Drehmaterial und Fotos von der Reise mit Urs Meier sowie ausführliche Informationen zu der Arbeit von Kindernothilfe in Südafrika erhalten Sie über die Pressestelle oder unter www.kindernothilfe.de .

Pressekontakt:

Tanja Wiese, Tel. 0178-232 9667

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