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Armut nimmt weltweit nur langsam ab - Kinder sind betroffen / Weltweite Aktionen zu "Stand Up" - In Duisburg mit der Kindernothilfe

Duisburg (ots) - Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindernothilfe beteiligten sich heute morgen an der weltweiten Aktion StandUp. Sie bildeten drei große Kreise, um ihre Solidarität mit Menschen in Armut zum Ausdruck zu bringen. Am internationalen Tag für die Beseitigung von Armut gehen am 17. Oktober Millionen Menschen auf die Straße, um auf die nur schleppende Umsetzung der sogenannten Millenniumsentwicklungsziele zu protestieren. Die acht Ziele der Vereinten Nationen, die insgesamt zu einer Halbierung der Armut bis 2015 führen sollen, sind kaum noch umsetzen.

Besonders gravierend sind die Defizite mit Blick auf jene Ziele, die direkt oder indirekt mit Kindern zu tun haben: die Reduzierung von Mütter- und Kindersterblichkeit sowie dem Ziel, die Zahl der Hungernden zu halbieren. Infolge der weltweit rapide gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel ist zu befürchten, dass die Zahl der Hungernden in den Entwicklungsländern eher zu- als abnimmt. In den letzten Jahren war ihre Zahl von knapp 800 auf 923 Millionen (2002-2007) gestiegen. Infolge der globalen Ernährungskrise wird mit einem weiteren Anstieg um mindestens 75 Millionen Menschen gerechnet. 2006 waren rund 140 Millionen Kinder untergewichtig. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Das Ziel, bis 2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu verringern, ist in weite Ferne gerückt. Zwar sank die Zahl der Unter-Fünfjährigen, die jährlich sterben, 2006 erstmals unter die Zehn-Millionen-Marke. Dennoch ist das Risiko eines Kindes, in seinen ersten fünf Lebensjahren zu sterben, in einem Entwicklungsland 13 Mal höher als in einem Industrieland.

Der STAND UP-Aktionstag mobilisiert bereits zum dritten Mal weltweit dazu, symbolisch gegen Armut aufzustehen und die Umsetzung der Millenniumsziele von den politischen Vertretern einzufordern. Unter dem Motto "Stand Up & Take Action" wollen die Veranstalter 2008 ein Prozent der Weltbevölkerung zum Mitmachen bewegen - das sind 67 Millionen Menschen. Im vergangenen Jahr hatten sich bereits über 43 Millionen Menschen an der Aktion beteiligt. In Deutschland ruft neben der Aktion "Deine Stimme gegen Armut" die Millenniumskampagne der Vereinten Nationen zur Teilnahme auf.

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