Kindernothilfe e.V.

Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni
Mehr Entwicklungshilfe für Grundbildung nötig
Schule für arbeitende Kinder ermöglichen

Duisburg/ Heidelberg (ots) - Anlässlich des siebten Internationalen Tages gegen Kinderarbeit fordert das Deutsche NRO-Forum Kinderarbeit, dem auch die Kindernothilfe angehört, von der Bundesregierung mehr Entwicklungshilfegelder für die Förderung von Grundbildung.

"Allein 72 Millionen Kinder im Grundschulalter haben keine Chance, eine Schule zu besuchen. Und ein großer Teil der weltweit 165 Millionen Kinderarbeiterinnen und -arbeiter unter 15 Jahren kann nicht zur Schule gehen. Dies ist unerträglich. Denn Bildung ist eine Grundvoraussetzung, um extremer Armut entkommen zu können. Daher ist es unabdingbar, dass die ärmsten Länder der Erde mehr Entwicklungshilfe für den Ausbau der Grundbildung erhalten. Hier ist auch Deutschland gefordert, die Bundesregierung muss mehr tun", so Klaus Heidel von der Werkstatt Ökonomie in Heidelberg, die das Deutsche NRO-Forum Kinderarbeit koordiniert.

Bildung für alle wird es aber nur dann geben, wenn die Realitäten anerkannt werden. So haben viele Kinder keine andere Wahl, als Schule und Arbeit miteinander zu verbinden. Dies trifft vor allem für die älteren Kinder zu. "Wir brauchen dringend flexible Bildungsprogramme, die Arbeit, Bildung und Ausbildung miteinander verbinden. Und dies sowohl für die Grundbildung als auch für weiterführende Bildung und für die Berufsausbildung", meint Barbara Dünnweller, Kinderrechts-Expertin der Kindernothilfe. "Wenn wir uns die Situation von Kindern in der Landwirtschaft, in Haushalten ohne Erwachsene oder die von Kindern als Straßenhändler anschauen, wird schnell deutlich, dass Bildungsmaßnahmen und -programme so gestaltet werden müssen, dass arbeitende Kinder daran teilnehmen können".

Das im Jahre 2000 gegründete Deutsche NRO-Forum Kinderarbeit wird getragen von Brot für die Welt, DGB-Bildungswerk, Kindernothilfe, ProNats, terre des hommes und Werkstatt Ökonomie.

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