BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

BVR-Konjunkturbericht: Preisanstieg im Euroraum maßvoll - Leitzinserhöhung erst in 2011 erforderlich

Berlin (ots) - In diesem und dem kommenden Jahr wird der Preisanstieg im Euroraum bei etwa 1,5 Prozent liegen und damit maßvoll ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht. "Da sich ein Anstieg der Inflation nicht abzeichnet, kann die Geldpolitik den Leitzins bis weit ins kommende Jahr hinein auf dem aktuellen Stand von einem Prozent belassen. In diesem Zeitraum dürfte die Stabilisierung der Finanzmärkte voranschreiten und die Europäische Zentralbank kann die Sondermaßnahmen der Geldpolitik schrittweise zurückführen", so BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sei eine erste Zinserhöhung zu erwarten. Zum Jahresende 2011 rechnet der BVR mit einem Leitzins von 1,5 Prozent.

Einen begrenzten Aufwärtsdruck auf die Preise dürften aus Sicht des BVR in diesem und dem kommenden Jahr die Rohstoffpreise ausüben. Die höhere Nachfrage nach Rohstoffen infolge des wieder anziehenden Wachstums der Weltwirtschaft sei dafür verantwortlich. Doch dürften die Höchststände vom Sommer 2008 bei weitem nicht wieder erreicht werden. Der binnenwirtschaftliche Preisauftrieb im Euroraum werde angesichts der nur mäßigen Spielräume für Preis- und Lohnerhöhungen gering bleiben. So erhole sich die Konjunktur nur schrittweise. Die deutlich gestiegene Arbeitslosigkeit im Euroraum werde erst nach und nach zurückgehen, so dass die Lohnerhöhungsspielräume eingeschränkt blieben.

Euro stabilisiert sich / Reformweg fortsetzen

Der BVR geht davon aus, dass sich die zuletzt spürbare Abwertung des Euro nicht weiter fortsetzen werde. Vom Wechselkurs werde somit voraussichtlich kein weiterer Preisauftrieb ausgehen. Die bisherige Kurskorrektur sei von Sorgen um die dauerhafte Stabilität des Euro getrieben worden. Diese Sorgen habe die Politik zum einen mit dem Rettungspaket für Griechenland und dem Rettungsschirm für Europa adressiert. Zum anderen werde an einer Festigung der institutionellen Grundlagen des Euro gearbeitet. "Wir erwarten, dass der Reformprozess konsequent fortgeführt wird und sich die Lage an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten weiter beruhigt. Unter dieser Voraussetzung dürfte der Kurs des Euro gegenüber seinen Handelspartnern vergleichsweise stabil bleiben", so BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.

Die aktuelle Studie des BVR ist im Internet unter www.bvr.de , Publikationen, Studien/Konjunktur abrufbar.

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