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Stuttgarter Nachrichten: zum Sparkurs von Daimler

    Stuttgart (ots) - Gewiss, die Wirtschaftskrise schlägt Daimler schwer ins Kontor. Zetsche hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, in der Krise unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Doch diffuse Ankündigungen, die auch als Drohung empfunden werden, helfen nicht weiter. Es gibt gegenwärtig keinen zusätzlichen Bedarf an Verunsicherung der Mitarbeiter. Immerhin hat Daimler ja noch so etwas wie einen Beschäftigungspakt, der den Mitarbeitern noch knapp drei Jahre lang einen Schutz vor Kündigungen zusichert. Müssen nun all diejenigen, die erst nach Abschluss des Pakts eingestellt wurden, um ihren Job bangen? Oder wird der Beschäftigungspakt in Frage gestellt? Fragen, auf die die Mitarbeiter zu Recht Antworten erwarten. Auch und erst recht in der Krise.

    Möglicherweise dienen die finsteren Andeutungen auch dazu, Ängste bei den Arbeitnehmern zu schüren, damit diese Arbeitgeber-Forderungen wie etwa der Senkung des Kurzarbeitergelds zustimmen. In einem derart heftigen Abschwung darf es zwar keine Denkverbote geben, doch muss es dabei fair zugehen. Fairness kostet nämlich nichts und braucht daher beim Sparprogramm nicht unter die Räder zu kommen.

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