Kleine Keime - große Wirkung / Ansteckungsgefahr Rotaviren - Infektionsquellen sind fast überall

Kleine Keime - große Wirkung / Ansteckungsgefahr Rotaviren - Infektionsquellen sind fast überall
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München (ots) - Da Rotaviren sowohl über Schmier- als auch über Tröpfcheninfektion übertragen werden, gibt es für Kleinkinder und Babys viele Infektionsquellen, sowohl in Betreuungsgruppen als auch zu Hause. Vor allem im Alter unter zwei Jahren kann eine Brechdurchfall-Erkrankung schwere Folgen haben: es besteht Gefahr, dass es zur Austrocknung des Körpers kommt. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ist keine Seltenheit. Dabei unterstützt eine unkomplizierte Schluckimpfung beim Schutz vor den Folgen einer Rotavirus-Infektion.

Rotaviren - widerstandsfähig und hochinfektiös

Das Rotavirus ist der häufigste Erreger von Brechdurchfällen bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von bis zu zwei Jahren. Viren, die mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschieden werden, gelangen über die Hände oder gemeinsam genutztes Spielzeug in den Mund (oral). Durch ihre extreme Widerstandsfähigkeit können Rotaviren lange auf Oberflächen überleben und bleiben dabei hochinfektiös. Auch Hygienemaßnahmen und die meisten Desinfektionsmittel können dem Virus nichts anhaben.

Infektionsquellen - wie sich die Viren schnell verbreiten

Durch die umweltstabilen Eigenschaften von Rotaviren und eine einfache Virusübertragung ergeben sich viele Möglichkeiten für potentielle Infektionsquellen, beispielsweise dort, wo viele Kinder zusammenkommen: in Kindergärten/-tagesstätten und Schulen, bei Tagesmüttern oder in Krabbelgruppen. Eine direkte Kind-zu-Kind Übertragung beim Spielen ist besonders häufig. Aber auch zu Hause kann man sich anstecken: Nach dem Toilettengang oder nach dem Windel-Wechsel gelangen die Erreger auf unbelebte Oberflächen. Türklinken, Schränke oder Wickeltische können also zu Infektionsherden werden, so dass sich auch Erwachsene und Geschwister anstecken können. Immer wieder kommt es zur Schließung von Kindergärten und Kindertagesstätten aufgrund von Rotavirus-Ausbrüchen. Einzelne Kindertagesstätten verlangen bereits eine Impfung, um solchen Ausbrüchen vorzubeugen. Da vor allem die unter 2-Jährigen durch das hohe Austrocknungsrisiko am stärksten von der Rotavirus-Infektion bedroht sind, müssen gerade sie früh geschützt werden.

Eine Rotavirus-Infektion kann für kleine Kinder gefährlich sein

Unabhängig von seinen Lebensumständen erkrankt statistisch gesehen jedes Kind bis zu seinem fünften Lebensjahr mindestens einmal an einer Rotavirus-Infektion. Das Virus verursacht in der heftigsten Phase der Infektion bis zu 20 Brech-Durchfall-Attacken am Tag. Das bedeutet gerade für Säuglinge und Kleinkinder ein hohes Risiko für Austrocknung, der sogenannten Dehydrierung. Deswegen müssen pro Jahr etwa 20.000 Säuglinge und Kleinkinder in Deutschland sogar stationär im Krankenhaus mit Infusionstherapie behandelt werden.* Dazu meint Dr. med. Hubert Radinger, niedergelassener Kinder- und Jugendarzt aus Bonn: "Es gibt immer wieder Kinder, die wegen der Gefahr einer lebensbedrohlichen Austrocknung notfallmäßig im Krankenhaus versorgt werden müssen. Das ist nicht nur für die kleinen Patienten dramatisch, sondern stellt eine extreme Belastung für die ganze Familie dar - häufig verbunden mit hohem Betreuungsaufwand und Arbeitsausfällen."

Frühestmöglicher Schutz für die Kleinsten tut Not

Um gerade den Kleinsten die möglichen Konsequenzen einer Rotavirus-Infektion zu ersparen, gibt es eine unkomplizierte Schluckimpfung, die so früh wie möglich abgeschlossen sein sollte. Zwischen der 6. und 24. bzw. 32. Lebenswoche werden, je nach Impfstoff, zwei oder drei Impfdosen im Abstand von mindestens vier Wochen gegeben. Im Idealfall kann die Impfserie gegen Rotaviren also schon im Alter von zehn Wochen abgeschlossen sein. Die Schluckimpfung kann problemlos mit der ohnehin üblichen 6-fach- sowie der Pneumokokken- Impfung für Kinder in diesem Alter kombiniert werden.

Behörden empfehlen die Impfung

In einigen Bundesländern in Deutschland wird die Rotavirus-Schluckimpfung für Säuglinge und Kleinkinder bereits von den zuständigen Landes-Gesundheitsämtern empfohlen: so zum Beispiel in Schleswig-Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Dadurch sind in diesen Ländern die Infektionszahlen und die Krankenhaus-Aufenthalte aufgrund von Rotavirus-Erkrankungen deutlich gesunken im Vergleich zur Zeit vor Einführung der Impfung. Auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO und im europäischen Ausland, wie zum Beispiel in Österreich, wird die Impfung offiziell empfohlen. Dieser Empfehlung schließen sich in Deutschland auch die Impfkommission der DAKJ (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin) sowie die Stiftung Warentest an. Zahlreiche Krankenkassen übernehmen freiwillig die Kosten für eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, eine entsprechende Liste ist unter www.gesundes-kind.de zu finden.

*Forster J, Guarino A et al. Hospital-based surveillance to estimate the burden of rotavirus gastroenteritis among European children aged <5 years. ESPID. Porto, Portugal, 2007

Pressekontakt:

Anne Rauen, Tel. 0221 92 57 38 40, Fax 0221 92 57 38 44, 
E-Mail: a.rauen[at]borchert-schrader-pr.de,
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