GlaxoSmithKline regelt Musterabgabe an Ärzte neu: Striktere Regelung als gesetzlich gefordert

München (ots) -

   - Muster dienen Ärzten zum Kennenlernen von Arzneimitteln und 
     deren Mehrwert für Patienten
   - Zwei Muster pro Arzt und Jahr in den ersten zwei Jahren nach 
     Einführung
   - Neue Regelung greift ab 15. Mai 2011 

GlaxoSmithKline (GSK), einer der führenden forschenden Arzneimittelhersteller, regelt seine Musterabgabe an Ärzte neu und beschränkt den Abgabezeitraum freiwillig stärker als im Gesetz bereits vorgesehen. Muster sind gesondert gekennzeichnete Fertigarzneimittel in der jeweils kleinsten Packungsgröße, die Arzneimittelhersteller kostenlos an Ärzte zum Kennenlernen der Produkteigenschaften und Wirkweise abgeben. Ab Mitte Mai 2011 erhalten Ärzte von GSK ausschließlich - wie gesetzlich vorgesehen - zwei Muster pro Jahr, das aber - strikter als gesetzlich erlaubt - nur noch in den ersten zwei Jahren nach der Einführung des entsprechenden Produktes bzw. einer Zulassungserweiterung.

Muster zum Kennenlernen von Produkten, nicht als Marketingmaßnahme "Der Sinn eines Musters besteht darin, dem Arzt die Möglichkeit zu bieten, schnell erste Erfahrungen mit der Anwendung eines neuen Arzneimittels zu sammeln. Das ist mit dieser neuen Regelung auch weiterhin gesichert", betont Dr. Birgit-Yvonne Reimann, Leiterin Vertrieb bei GSK Deutschland. Die durch das Arzneimittelgesetz (AMG) zeitlich unbefristeten Musterabgaben werden in der Öffentlichkeit teilweise als Marketingmaßnahme und damit mögliche Beeinflussung von Ärzten wahrgenommen. Dadurch geraten neben Unternehmen auch Ärzte in die Kritik. "Es ist für die bestmögliche Versorgung des Patienten wichtig, dass ein Arzt eine neue Therapie-Option und deren Mehrwert in der Behandlung einer Erkrankung kennenlernt", so Reimann weiter. Dabei wolle GSK jede mögliche Fehlinterpretation in der Zusammenarbeit mit Ärzten erst gar nicht entstehen lassen. Dazu gehöre auch, dass GSK die Abgabe von Mustern solcher Produkte, die dem Arzt hinreichend bekannt sind und daher nicht mehr in der Intention einer Musterabgabe stehen, fortan untersage.

Der europäische Dachverband der forschenden Pharmaunternehmen (EFPIA) diskutiert bereits seit längerem, die Begrenzung von Musterabgaben auf zwei Jahre nach Zulassung eines Medikaments in den EFPIA-Kodex aufzunehmen. Damit sollen die diesbezüglichen Vorgaben der EU-Richtlinie 2001/83 (Artikel 96) konkretisiert und zukünftig ein entsprechendes einheitliches Vorgehen aller europäischen forschenden Arzneimittelhersteller gewährleistet werden. Anschließend wäre es an den nationalen Pharma-Verbänden, eine EFPIA-Vorgabe, die eine freiwillige Selbstverpflichtung darstellt, in den einzelnen EU-Staaten umzusetzen. GSK führt als eines der ersten Unternehmen diese Vorgabe bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung ein.

Transparentes Handeln für mehr Vertrauen und im Sinne des Patienten GSK hat bereits in der Vergangenheit Regelungen eingeführt, die eindeutige und transparente Vorgaben in der Zusammenarbeit mit Fachkreisen fördern. "Es ist uns wichtig, unser gemeinsames Handeln mit den beteiligten Partnern im Gesundheitssystem zum Nutzen des Patienten so transparent wie möglich zu gestalten. Die neue Musterregelung ist dabei nur eine von vielen Maßnahmen, die wir umgesetzt haben und weiterhin verfolgen. Damit wollen wir der öffentlichen Wahrnehmung Rechnung tragen und das Vertrauen in das Gesundheitssystem mit all seinen Akteuren langfristig stärken", stellt Markus Hardenbicker, Unternehmenssprecher GSK Deutschland, die neue Selbstverpflichtung in den Unternehmenskontext.

GSK gibt als erstes Unternehmen bereits seit Anfang 2010 keine Abgabeartikel wie zum Beispiel Kugelschreiber oder Kalender mehr an Ärzte ab. Weiter zählen auch das weltweite Studienregister, in dem die Ergebnisse der von GSK verantworteten und finanzierten Studien öffentlich gemacht werden, und seit 2007 die Veröffentlichung von Zahlungen an Patientenorganisationen zu den Neuerungen, die zu mehr Transparenz und Vertrauen beitragen.

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

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