Accenture

Flughafenbetreiber entdecken den privaten Kunden

Frankfurt am Main (ots) - Flughafenbetreiber werden im Jahr 2010 mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Non-Aviation-Bereich machen. Eine wichtige Ertragsquelle stellen dabei die privaten Kunden - Passagiere, Beschäftigte an den Flughäfen, Abholer und Besucher - dar. Zusätzlich werden sich die Betreibergesellschaften in den nächsten acht Jahren neue Betätigungsfelder jenseits des Geschäfts mit den Fluglinien erschließen, etwa durch die Vermarktung ihrer Infrastrukturen sowie in den Bereichen Gebäudemanagement oder Informations- und Kommunikationstechnologie. Dies ist das Ergebnis der Studie "Airport 2010", die auf Interviews mit Managern von Flughafenbetreibern und Luftfahrtexperten in neun europäischen Ländern beruht. Die Betreibergesellschaften von Flughäfen machen laut der Branchenstudie "Airport 2010", die heute von der internationalen Management- und Technologieberatung Accenture vorgestellt wurde, in acht Jahren 55 Prozent ihres Umsatzes im Non-Aviation-Bereich (z. B. im Retailgeschäft, durch die Vermietung von Büro- und Werbeflächen, etc.). Über 80 Prozent der Betreiberunternehmen glauben, dass dabei die Passagiere, die Beschäftigten an den Flughäfen sowie die Abholer und Besucher eine ihrer wichtigsten Kundengruppen darstellen werden. Flughäfen werden versuchen, z. B. durch integrierte Dienstleistungen entlang der gesamten Reisekette (Reiseinformationen über Mobilfunk, mobile Büros etc.), den Pro-Kopf-Umsatz pro Passagier zu erhöhen. "Die europäischen Flughafenbetreiber werden ihre Geschäftsmodelle in den nächsten Jahren weiterentwickeln müssen, da Umsatzzuwächse vor allem im Non-Aviation-Bereich zu erreichen sind", so Guido Haarmann, Geschäftsführer bei Accenture und zuständig für den Bereich Luftfahrt. "Beschleunigt werden diese Veränderungen durch zunehmende Privatisierungen sowie höhere Renditeerwartungen neuer Kapitalgeber", so Haarmann weiter. Der Trend zur Privatisierung der Flughäfen wird trotz der momentanen wirtschaftlichen Lage weitergehen: Die hohen Investitionen in Infrastruktur können von der öffentlichen Hand nicht länger aufgebracht werden, so das Votum von 61 Prozent der Befragten für das Jahr 2005. Die anstehenden Privatisierungen schrecken die Betreiber allerdings nicht. Rund 60 Prozent der Befragten glauben, dass sich ihre Geschäftsstrategien dadurch besser umsetzen lassen. Mehr als zwei Drittel der Befragten glauben darüber hinaus, dass das Geschäft im Aviation- und im Non-Aviation-Bereich im Jahr 2010 in ganz Europa stärker eigenständig betrieben werden wird. Bezogen auf die Konkurrenzsituation im Jahr 2010 glauben laut der Studie 77 Prozent der Befragten, dass Hochgeschwindigkeitszüge den Fluglinien Marktanteile abnehmen werden, so wie bereits etwa auf der neuen TGV-Strecke Paris - Marseille geschehen. Der bereits heute sichtbare Trend von internationalen Beteiligungen wird sich weiter verstärken: Für das Jahr 2005 sagen fast 70 Prozent der Befragten verstärkte Aktivitäten in diesem Bereich voraus. Im Zuge der Übernahme von Managementaufgaben für andere Flughäfen werden Airports sich auch weiterhin an anderen Flughäfen beteiligen. In internationalen Betreiberkonsortien werden sich verstärkt auch branchenfremde Unternehmen befinden, wie z. B. Baugesellschaften. Die These, dass im Jahr 2005 allerdings nur noch fünf europäische Betreibergesellschaften übrig bleiben werden, glauben nahezu drei Viertel der Befragten nicht. Flughäfen werden auch neue Geschäftsfelder für sich entwickeln. Für hochprofitabel halten die Befragten demnach die Gebiete Retail (88 Prozent Zustimmung), Gebäudemanagement (71 Prozent), die Vermarktung der Flughafeninfrastruktur (63 Prozent) und den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (63 Prozent). "Flughäfen werden sich genau überlegen müssen, welche Geschäftsfelder sie in Zukunft selbst betreiben wollen und in welchen Bereichen sie z. B. auf externe Dienstleister zurückgreifen wollen", fasst Branchenexperte Haarmann zusammen. Die Angebote der Flughäfen für Fluglinien werden sich ebenfalls verändern. Für das Jahr 2010 gehen 85 Prozent der Befragten davon aus, dass Flughäfen den Airlines differenzierte Leistungen anbieten werden, wie z. B. verkürzte Umsteigezeiten. Gleichzeitig werden die Flughäfen verstärkt mit den Fluglinien gemeinsam Angebote für einzelne Kundengruppen entwickeln (92 Prozent Zustimmung), z. B. bevorzugtes Parken und beschleunigten Check-In für Vielreisende. Methodologie: Grundlage der Studie sind 51 Interviews mit Führungskräften von 25 Betreiberunternehmen und fünf Luftfahrtexperten aus neun europäischen Ländern. Rund 60 Prozent der Befragten in den Betreiberunternehmen sind Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene. Die befragten Airports decken 46 Prozent des europäischen Passagieraufkommens ab. Bezug: Die Zusammenfassung der Studie steht auf der Homepage von Accenture www.accenture.de zum kostenlosen Download zur Verfügung. Über Accenture Accenture ist die weltweit führende Unternehmensberatung für Management und Technologie. Mit dem "Network of Businesses", das die Beratungs- und Outsourcing-Expertise des Unternehmens durch strategische Allianzen, Beteiligungen und andere Leistungsbereiche erweitert, liefert Accenture innovative Lösungen, mit denen Kunden aller Branchen ihre Visionen schnell und erfolgreich umsetzen können. Mit mehr als 75.000 Mitarbeitern in 47 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2001) einen Nettoumsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar. Die Internet-Adresse lautet www.accenture.de. ots Originaltext: Accenture Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Accenture Otto-Volger-Straße 15 65843 Sulzbach/Frankfurt www.accenture.de Ralf Miller Telefon (06196) 57-66 378 Telefax (06196) 57-66 971 Ralf.Miller@accenture.com Original-Content von: Accenture, übermittelt durch news aktuell

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