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Wachstumsschub durch Kreislaufwirtschaft: Paradigmenwechsel könnte Wirtschaftsleistung um weltweit 4,5 Billionen Dollar steigern

Wachstumsschub durch Kreislaufwirtschaft: Paradigmenwechsel könnte Wirtschaftsleistung um weltweit 4,5 Billionen Dollar steigern
Peter Lacy, Jakob Rutqvist und Philipp Buddemeier: Wertschöpfung statt Verschwendung. Die Zukunft gehört der Kreislaufwirtschaft, Redline Verlag, 384 Seiten / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/39565 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Kronberg im Taunus (ots) - Die "Circular Economy" könnte bis zum Jahr 2030 global rund 4,5 Billionen US-Dollar zusätzliche Wirtschaftsleistung generieren. Zu diesem Schluss kommt Accenture (NYSE: ACN) in einer aktuellen Projektion. Gleichzeitig präsentiert der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister in einem neuen Buch fünf Geschäftsoptionen für die Circular Economy, mit deren Hilfe Unternehmen wirtschaftliches Wachstum vollständig vom Verbrauch natürlicher Ressourcen abkoppeln können - und zugleich wettbewerbsfähiger werden.

Im Buch "Wertschöpfung statt Verschwendung" (erschienen am 28. September 2015 im Redline Verlag) zeigt Accenture Strategy, dass im Jahr 2030 eine Lücke von mehr als sieben Milliarden Tonnen zwischen dem Angebot und der Nachfrage natürlicher Ressourcen klaffen dürfte. Dies entspricht dem Gesamtressourcenverbrauch in Nordamerika im Jahr 2014. Die Konsequenzen sind erheblich. So könnte dieses Defizit bis ins Jahr 2030 zu einem globalen Wachstumseinbruch von 4,5 Billionen und bis 2050 von 25 Billionen US-Dollar führen.

Die Autoren von "Wertschöpfung statt Verschwendung" führen ins Feld, dass die realen Rohstoffpreise zwischen 1960 und 2000 trotz steigender Nachfrage zurückgegangen sind. Dies hat zu verschiedenen Formen der Verschwendung geführt - etwa von Energie und Materialien, die nur einmal genutzt werden, von Produkten, die nach kurzer Zeit weggeworfen werden, oder von Vermögenswerten wie zum Beispiel Autos, die über den Großteil ihrer Lebensdauer nicht genutzt werden. Seit der Jahrtausendwende sind die Rohstoffpreise hingegen nicht nur gestiegen, sondern auch volatiler geworden. Angesichts des weltweiten Bevölkerungswachstums, der ungebrochenen Konsumfreude und der Urbanisierung wird die Versorgung mit vielen natürlichen Ressourcen immer unsicherer.

"Die Wegwerfmentalität, die unseren traditionellen, linearen Geschäftsmodellen zugrunde liegt, droht das Wirtschaftswachstum zu ersticken. Zum einen sind die Rohstoffpreise immer schwerer zu kalkulieren, zum anderen steigen die Kosten durch die Abhängigkeit von einem zunehmend instabilen Angebot eingeschränkter Ressourcen", sagt Peter Lacy, Managing Director bei Accenture Strategy und Co-Autor des Buches. "Unternehmen, die im Rahmen neuer Geschäftsoptionen auf Wertschöpfung statt Verschwendung setzen, werden wettbewerbsfähiger - und können ihren Umsatz zugleich über neue innovative Services befeuern."

Um dieser Herausforderung zu begegnen stellt das Buch von Accenture Strategy fünf Geschäftsoptionen der Circular Economy vor:

- Kollaborationsplattformen nutzen digitale Technologien, um die 
  Auslastung wenig genutzter Vermögenswerte wie Hotelzimmer, 
  Fahrzeuge oder Konsumgüter zu maximieren. Laut den Autoren werden 
  80 Prozent der typischen Haushaltsgegenstände in den entwickelten 
  Volkswirtschaften nur einmal im Monat genutzt. 
- Product as a Service-Modelle ersetzen eigentumsbasierte Modelle 
  durch einsatzbasierte Services - so tritt etwa der Verkauf von 
  Fahrtzeit an die Stelle des Verkaufs von Autos. Diese Services 
  setzen für die Unternehmen einen Anreiz, ihre Produkte länger zu 
  erhalten und neue Dienste anzubieten wie zum Beispiel die 
  vorausschauende Instandhaltung oder eine höhere 
Kraftstoffeffizienz.
- Modelle zur Lebenszyklusverlängerung setzen auf die 
  Wiederherstellung oder Reparatur gebrauchter Produkte, sodass sie 
  länger genutzt werden, ob durch bestehende oder neue Kunden. 
- Die Circular-Supply-Chain ermöglicht es Lieferanten und Partnern, 
  erneuerbare Materialien einzusetzen und Recyclingmaterial 
  wiederholt zu verwenden, so Kosten zu sparen und die 
  Zuverlässigkeit ihrer Lieferkette zu erhöhen. So nutzt 
  beispielsweise ein Bekleidungsunternehmen bewusst neue Materialien,
  um auf diese Weise mit dem Baumwollanbau verbundene Umweltschäden 
  und Risiken zu minimieren. 
- Wiederherstellung & Recycling sparen Kosten und reduzieren das 
  Abfall- sowie Deponieaufkommen. Einige große Unternehmen verwenden 
  schon heute 100 Prozent des an bestimmten Produktionsstätten 
  erzeugten Abfalls wieder. Digitale Strategien als Katalysator der 
  Kreislaufwirtschaft Der digitale Fortschritt wird die Durchsetzung 
  der Circular Economy dem Buch zufolge zusätzlich beschleunigen. 
  Viele Unternehmen nutzen beispielsweise Kombinationen aus mobiler 
  Technologie, Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Kommunikation und 
  Datenanalysen, um Angebot und Nachfrage für wenig genutzte 
  Vermögenswerte und Produkte zusammenzubringen. 

"Bislang hat nur eine Reihe von Pionieren Beispiele für die Kreislaufwirtschaft erfolgreich umgesetzt. Doch heute bietet sich dank neuer digitaler Technologien eine Chance für alle Unternehmen, Geschäftsoptionen der Circular Economy in den Mittelpunkt ihrer globalen Strategie zu rücken", sagt Philipp Buddemeier, Senior Manager bei Accenture Strategy und Co-Autor von "Wertschöpfung statt Verschwendung". "Damit diese Optionen im großen Maßstab umgesetzt werden können, müssen Unternehmen auch neue, funktionsübergreifende Kompetenzen in ihre Wertschöpfungskette integrieren."

Folgenden Fähigkeiten sollten Unternehmen entwickeln, um die Geschäftsmodelle der Circular Economy erfolgreich umzusetzen:

- Organisation komplexer Netzwerke, in denen Lieferanten und Partner 
  zusammenarbeiten, um aus Abfall Wert zu generieren 
- Konzeption ihrer Produkte für mehrere Lebenszyklen und Entwicklung 
  von Dienstleistungen auf Basis der Wiederverwertung dieser 
  Produkte, was eine engere Verbindung zwischen Produktdesign und 
  After Sales Services erfordert 
- Sicherung eines zirkulären Angebots, indem erstens die Rolle der 
  Beschaffung neu gedacht und zweitens sichergestellt wird, dass die 
  wieder aufbereiteten Rohstoffe erneut für die Produktion verwendet 
  werden können 
- Investitionen in den dauerhaften Austausch mit dem Kunden, um einen
  aufnahmefähigen Markt für wiederhergestellte Produkte zu entwickeln
  und in der Shared Economy wettbewerbsfähig zu bleiben 
- Etablieren von Rücknahmeketten mit Partnern und Lieferanten, um die
  Qualität und Zuverlässigkeit der recycelten und wiederaufbereiteten
  Rohstoffe zu steigern "Der wesentliche Treiber der Circular Economy
  besteht in ihren Chancen - nicht in der Knappheit natürlicher 
  Ressourcen an sich", sagt Peter Lacy. "Unternehmen werden künftig 
  stärker wachsen, wenn sie ihre Ressourcen so lange wie möglich 
  wirtschaftlich nutzbar halten. Heute ist Abfall in den 
  Geschäftsmodellen der meisten Unternehmen tief verankert. Sie 
  müssen demnach eine Reihe von Schritten gehen, um Verschwendung in 
  Wohlstand zu verwandeln. Aber diejenigen, die dort zuerst ankommen,
  können den Circular Advantage nutzen und sich von ihren 
  Wettbewerbern abheben." 

Über das Buch

"Wertschöpfung statt Verschwendung" basiert auf der Analyse von über 120 Unternehmen und Interviews mit über 50 Führungskräften. Es handelt sich um das erste Buch, das die wirtschaftlichen Chancen durch die Circular Economy im Detail vorstellt. Anhand zahlreicher Fallstudien aus unterschiedlichen Branchen wird erläutert, wie Pioniere mit diesen Modellen Erfolg hatten. Das Buch ist in den USA, Großbritannien, China und Deutschland erhältlich und kann zum Beispiel über amazon.de erworben werden. Erfahren Sie mehr unter www.accenture.com/Waste2Wealth.

Über Accenture

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit mehr als 358.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als Partner für große Business-Transformationen bringt das Unternehmen umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2015) einen Nettoumsatz von 31 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet www.accenture.de.

Über Accenture Strategy

Accenture Strategy agiert an der Schnittstelle von Business und Technologie. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, industriespezifische Strategielösungen zur Umsetzung unternehmensweiter Transformationsprozesse zu entwickeln und realisieren. Dabei bringen wir ausgeprägte Fähigkeiten aus den Bereichen Business-, Technologie-, operative Geschäfts- und Funktionsstrategie zusammen. Durch unseren Fokus auf den digitalen Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, globale Betriebsmodelle, Personalentwicklung und Unternehmensführung helfen wir dabei, sowohl Effizienz als auch Wachstum zu adressieren. Folgen Sie uns für weitere Informationen @AccentureStrat oder besuchen Sie uns unter www.accenture.com/strategy.

Pressekontakt:

Dr. Thomas Wittek
Accenture
Campus Kronberg 1
61476 Kronberg im Taunus
Tel.: +49 6173 94 63105
E-Mail: thomas.wittek@accenture.com
www.accenture.de/presse

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