Fastenaktion 2011: MISEREOR eröffnet die 53. Fastenaktion im Regensburger Dom
Regensburg (ots) - Mit einem festlichen Gottesdienst hat das katholische Hilfswerk MISEREOR heute die 53. Fastenaktion im Regensburger Dom eröffnet. Der Gottesdienst wurde live in der ARD übertragen. Die bundesweite Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Menschenwürdig leben. Überall!". Damit will das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk die katastrophalen Lebensbedingungen der Bewohner von Armenvierteln in den großstädtischen Ballungsgebieten in den Fokus stellen. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wies im Gottesdienst auf die dramatischen Bedingungen in den Slums der Welt hin:
"Von einem menschenwürdigen Leben kann nur dann die Rede sein, wenn die materiellen Grunderfordernisse gewährleistet sind: Wohnung, Nahrung, Kleidung und Bildung." Diese Grunderfordernisse seien in den Armenvierteln der Welt oftmals nicht erfüllt. Bischof Müller forderte die Menschen deshalb dazu auf, sich zu engagieren: "Es gibt eine weltweite Verantwortung der Christen, sich für ein menschenwürdiges Leben einzusetzen."
Mit Bischof Gerhard Ludwig Müller luden MISEREOR-Gäste aus Afrika, Asien und Lateinamerika die Gläubigen zu einer bewusst gelebten Fastenzeit ein: Oswald Kardinal Gracias (Mumbai/ Indien), Jorge Kardinal Urosa (Caracas/ Venezuela) und Bischof Martin Kivuva Musonde (Machakos/ Kenia). Zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Wirtschaft nahmen am Gottesdienst teil, unter ihnen Bayerns Staatsminister des Inneren, Joachim Herrmann.
Prälat Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR, eröffnete die 53. MISEREOR-Fastenaktion mit den Worten: "Die Zustände in den Elendsvierteln können wir als Christinnen und Christen nicht hinnehmen. Nehmen wir die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Welt wahr. Teilen wir, was wir haben - damit alle Menschen in Würde leben können."
Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Bischof Gerhard Ludwig Müller an das Leid der Menschen erinnert, die in Japan unter den verheerenden Folgen des Erdbebens zu leiden hätten und forderte zu gemeinsamen Gebet und Solidarität auf.
Musikalisch wurde der Festgottesdienst von den Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Prof. Roland Büchner und dem Afrikanischen Ensemble der Hochschule für Katholische Kirchenmusik begleitet.
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