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Wut am Steuer - Was tun gegen aggressive Autofahrer? (AUDIO)

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Berlin (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Riskante Überholmanöver bei überhöhter Geschwindigkeit, Schneiden, viel zu dichtes Auffahren und Drängeln mit der Lichthupe: Das ist Alltag auf deutschen Straßen. Einige fahren mit so viel Wut im Bauch und sitzen so aggressiv hinterm Steuer, dass man Angst um sein Leben haben muss. Über die Ursachen und was man dagegen tun kann, diskutieren Experten vom 23. bis 25. Januar auf dem 51. Verkehrsgerichtstag in Goslar. Jessica Martin berichtet.

Sprecherin: Jeder Autofahrer kennt diese aggressiven Raser, die ihr eigenes Leben und das der anderen Verkehrsteilnehmer rücksichtslos aufs Spiel setzen.

O-Ton 1 (Siegfried Brockmann, 0:18 Min.): "Das Problem ist nur, es gibt ja keine Maßzahl für Aggressivität, ab wann ist jemand aggressiv. Das heißt, der eine fährt sehr schnell, weil er aggressiv ist, der andere ist dabei völlig entspannt. Entscheidend ist aber das Delikt. Und das Delikt ist immer gleich schwer, ob jemand aggressiv rast oder ob er nicht aggressiv rast, ist mir dann eigentlich auch egal."

Sprecherin: Sagt der Leiter der Unfallforschung der Versicherer Siegfried Brockmann. Nicht egal sind ihm aber die Folgen der Raserei und des riskanten Überholens.

O-Ton 2 (Siegfried Brockmann, 0:12 Min.): "Die haben wir in unserer Unfalldatenbank mal überprüft: Und dann stellen wir schon fest, dass rund jeder dritte Getötete auf Deutschlands Straßen auf so ein drastisches Fehlverhalten zurückzuführen ist."

Sprecherin: Problem dabei: Den meisten notorischen Rasern, Dränglern und RiskantÜberholern fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein für ihre Taten. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sind sie vom Persönlichkeitsprofil eher Menschen, ...

O-Ton 3 (Siegfried Brockmann, 0:10 Min.): "...die grundsätzlich davon ausgehen, dass der andere der Schuldige ist, ein Gegner, der sozusagen im Moment meinem eigenen Willen im Weg steht und der dort entfernt werden muss."

Sprecherin: Deshalb bringen da auch psychologische Nachschulungen in der Regel nichts, findet Siegfried Brockmann. Er fordert stattdessen, in Zukunft noch härter gegen rücksichtslose Verkehrsrüpel vorzugehen:

O-Ton 4 (Siegfried Brockmann, 0:20 Min.): "Ich kann insgesamt Strafen, beispielsweise fürs schnelle Fahren, verschärfen. Entscheidend ist also, dass wir solche Delikte mit möglichst vielen Punkten versehen, damit solche Täter dann auch relativ rasch ihren Führerschein verlieren. Was wir also brauchen, ist: verstärkt Zivilfahrzeuge, verstärkt mit Kameratechnik ausgerüstet. Das kostet viel Geld, aber das sollte uns die Sache wert sein."

Abmoderationsvorschlag:

Mehr zum Thema finden Sie auch im Internet auf der Webseite der Unfallforschung der Versicherer unter www.udv.de.

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Pressekontakt:

Klaus Brandenstein
Referent Öffentlichkeitsarbeit

Unfallforschung der Versicherer (UDV)

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