GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.: Extreme Unwetter nehmen zu: 61 Prozent der Sachsen-Anhalter haben keinen ausreichenden Versicherungsschutz (BILD)

Extreme Unwetter nehmen zu: 61 Prozent der Sachsen-Anhalter haben keinen ausreichenden Versicherungsschutz (BILD)

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Berlin (ots) -

   - Informationskampagne von Politik und Versicherungswirtschaft zum
     Naturgefahrenschutz startet in Sachsen-Anhalt
   - Umfrage: 90 Prozent schätzen Risiko von Naturgefahren gering ein
   - trotz Verschärfung der Hochwassersituation im Osten 
     Deutschlands 

In Sachsen-Anhalt haben 61 Prozent der Hausbesitzer keinen ausreichenden Versicherungsschutz bei Schäden, die von Naturgefahren, wie Überschwemmung und Hochwasser, verursacht werden. Die Sachsen-Anhalter liegen damit besser als der Bundesdurchschnitt: In Deutschland sind rund 70 Prozent aller Haushalte nicht ausreichend vor den finanziellen Folgen von Naturgefahren geschützt. "Jedoch sind nahezu 99 Prozent aller Gebäude problemlos versicherbar", erklärt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute in Magdeburg. Dort startete die Informationskampagne "Sachsen-Anhalt versichert sich - Ergreifen Sie Eigeninitiative gegen Elementarschäden".

Informationskampagne von Politik und Versicherungswirtschaft

Die gemeinsame Informationskampagne von Politik und Versicherungswirtschaft soll über den richtigen Naturgefahrenschutz aufklären. "Der Klimawandel ist kein abstraktes Phänomen, das weit weg von uns passiert. Die Folgen erleben wir inzwischen direkt vor unserer Haustür", sagt Gause. Umso wichtiger ist es, die Menschen gezielt in den Regionen aufzuklären und zu informieren. "Wenn wir wissen, dass Naturgefahren zunehmen, müssen wir handeln - und zwar heute." Genau an dieser Stelle setzt die Informationskampagne an. Dabei geht es nicht nur um die Themen Versicherungsschutz und Vorsorge, sondern auch um Maßnahmen zur Schadenverhütung. Die Informationskampagne appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen angesichts der möglichen Folgen von klimawandelbedingten Naturereignissen und der daraus resultierenden Schäden.

Unwetterpotential nimmt perspektivisch zu - Naturgefahren bleiben ein verkanntes Risiko

Das Risiko von Naturgefahren wird noch immer unterschätzt. Eine aktuelle forsa-Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der Bundesbürger das Risiko, dass ihr eigenes Zuhause durch Naturgefahren beschädigt wird, als gering einschätzen. Die Realität zeigt ein anderes Bild: Die Unwetterereignisse und ihre Folgen nehmen in Deutschland zu. Sie führten 2010 zu insgesamt 1,3 Millionen Versicherungsschäden - doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Perspektivisch muss sich infolge des Klimawandels auch der Osten Deutschlands verstärkt auf extreme Wetterereignisse einstellen. Die Klimastudie, die der GDV mit führenden Klimaforschern 2011 veröffentlichte, prognostiziert zunehmende Schäden durch sommerliche Unwetter. Der Osten bekommt das in Form von Sommergewittern mit starkem Hagelschlag zu spüren. Auch mit extremen Naturereignissen - wie etwa dem Hochwasser im August 2002 an der Elbe, das auch in Sachsen-Anhalt immense Schäden verursacht hat - ist künftig häufiger zu rechnen.

Was ist eine Elementarschadenversicherung?

Die Elementarschadenversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüchen. Sie wird als optionaler Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Immer mehr Versicherer gehen hier einen Schritt weiter: Sie bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung inklusive der Elementarschadenversicherung an. Alle Fragen zum Thema Versicherungsschutz vor Überschwemmung und Hochwasser beantwortet das Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp+klar kostenfrei per Telefon: 0800/33 99 399 oder per Mausklick im Internet unter www.klipp-und-klar.de.

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Kathrin Jarosch
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