Ältere Singles leben gefährlicher

Ältere Singles leben gefährlicher
Rund 30 Prozent der 55-64Jährigen haben Eltern oder Schwiegereltern in der Nähe. 14 Prozent in dieser Altersgruppe versorgen ihre pflegebedürftigen Eltern oder Ehepartner. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft"
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Berlin (ots) - Mit zunehmendem Alter wächst der Anteil der allein lebenden Senioren. Vor allem Frauen - 60 Prozent der über 75-Jährigen - leben im Alter allein. Dennoch ist die Bindung Älterer an Partner und Familie in der Regel groß, wie eine aktuelle GfK-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt. Jeder zehnte Senior über 55 Jahren sorgt selbst für pflegebedürftige Eltern oder Partner.

Senioren, die mit Partner oder Familie zusammenleben, sind auch außerhalb der Familie aktiver - so ist der Anteil der ehrenamtlich Tätigen mehr als doppelt so hoch wie bei Alleinstehenden. Dies gilt auch für ältere Berufstätige: Sie tragen darüber hinaus auch deutlich mehr Verantwortung innerhalb der Familie als nicht Berufstätige. 19 Prozent hatten bereits einen Unfall in höherem Alter. Die Unfallhäufigkeit steigt mit zunehmenden Alter stark an: Ein Drittel der über 75-Jährigen waren bereits betroffen. Rund 10 Prozent der Senioren bewerten ihren Gesundheitszustand auch nach der Genesungsphase deutlich schlechter als vor dem Unfall.

Defizite erkennen - und vorbeugen

Viele ältere Menschen denken nicht gerne darüber nach, dass Seh-, Reflex- und Bewegungsfähigkeiten nachlassen. Doch Senioren sollten unbedingt Sehkraft und Bewegungsapparat regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen. Wer schlecht sieht oder durch Schmerzen oder Schwäche bedingt unsicher bewegt, stürzt leicht. Selbst leichte Unfälle können für allein Lebende in höherem Alter schwere Folgen haben. Gelingt es dem Betroffenen nach einem Sturz in der Wohnung nicht, allein aufzustehen, um etwa telefonisch Hilfe herbeizurufen, befindet er in einer prekären und gefährlichen Situation. Vor allem ältere Menschen sollten sich deshalb fragen: Wer kann im Falle eines Sturzes helfen? Wie erreiche ich diese Person? Ein Mobiltelefon oder ein drahtloses Festnetzgerät sollte möglichst immer in Reichweite sein. Wichtig ist, dass eine Vertrauensperson, die in der Nähe wohnt, einen Schlüssel zur Wohnung hat.

Schon relativ harmlose Verletzungen können Verrichtungen des alltäglichen Lebens vorübergehend unmöglich machen. Vielfach ist es Angehörigen nicht möglich, kurzfristig die Pflege der Eltern oder Großeltern zu übernehmen. Wer allein lebt, ist im Falle eines Unfalls auf fremde Hilfe angewiesen. Eine private Unfallversicherung ermöglicht dann den Betroffenen, in den eigenen vier Wänden zu genesen und die Selbstständigkeit zu erhalten. Diese speziell für Senioren entwickelten Produkte der privaten Unfallversicherung bieten im Falle der Hilfsbedürftigkeit als Folge eines Unfalls Hilfs- und Pflegeleistungen. Die ermöglichen den Betroffenen so, die Selbstständigkeit und den Verbleib in der eigenen Wohnung zu erhalten. Benötigt der Versicherte nach einem Unfall Hilfe bei den gewöhnlichen Verrichtungen des Alltags, springen Dienstleister ein - sogenannte Assisteure als Partner der Unfallversicherer. Diese unterstützen den Versicherten mit Einkäufen, bei der Körperpflege, putzen, begleiten ihn bei Arzt- und Behördengängen und bieten einen Menü- und Wäscheservice sowie einen Hausnotruf. Viele Menschen in den 60ern pflegen selbst noch ihre hoch betagten Eltern. Wer seinen Ehepartner oder einen Verwandten ersten Grades zu Hause pflegt, kann auch diese Hilfe absichern: Auch in diesem Fall springen Assisteure vorübergehend ein.

Pressekontakt:

Katrin Rüter de Escobar
Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft
030 / 20 20 5119
k.rueter@gdv.de

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