Jägermeister

10 Jahre Such a Surge - Das Interview

10 Jahre Such a Surge - Das Interview
Die Verbindungen von harten Rockgitarren und HipHop-Vocals war zu Anfang der Neunziger Jahre eine große Nummer und erlebte eine Renaissance unter dem Begriff New Metal. Such a Surge aus Braunschweig begründeten Crossover in Deutschland mit und sind 2002, zehn Jahre nach ihren ersten Veröffentlichungen vitaler denn je. Bassist Axel Horn zieht ...
Die Verbindungen von harten Rockgitarren und HipHop-Vocals war zu Anfang der Neunziger Jahre eine große Nummer und erlebte zur Jahrtausendwende eine Renaissance unter dem Begriff New Metal. Die Pause dazwischen haben nur wenige Bands überstanden. Such a Surge aus Braunschweig begründeten Crossover in Deutschland mit, überlebten alle Trends und Strömungen und sind 2002, zehn Jahre nach ihren ersten Veröffentlichungen vitaler denn je. Bassist Axel Horn zieht im Interview Bilanz über die bisherige Karriere und spricht über die Zusammenarbeit mit Jägermeister. Was bedeuten Dir zehn Jahre Such a Surge? Es ist schön für uns zu sehen, dass wir es geschafft haben, zehn Jahre unseren eigenen Weg zu gehen, obwohl er nicht immer einfach war und wir oft angeeckt sind. Ansonsten bedeuten mir zehn Jahre Surge nicht mehr oder weniger als acht Jahre oder zwölf Jahre. Hättet ihr am Anfang Eurer Karriere gedacht, mal solch ein Jubiläum zu feiern? Wir hatten nie so etwas wie eine Karriere geplant, immer nur bis zum nächsten Tag gedacht. Dass wir solange am Start sind, hängt bestimmt auch mit glücklichen Zufällen, vor allem aber mit viel Leidenschaft zusammen. Was war der Höhepunkt der ersten zehn Jahre Eurer Karriere? Für unseren Drummer Antek ist es immer ein Höhepunkt, wenn in bestimmten Momenten auf der Bühne alles perfekt ist: Der Sound, das Zusammenspiel, das Licht und das Publikum - der perfekte Augenblick. Für mich war einer der vielen Höhepunkte ganz klar die Tour mit Herbert Grönemeyer, weil zwei Welten kollidierten und es trotzdem irgendwie funktioniert hat. Vor allem das Konzert in Bochum hat in meinem Kopf Bilder hinterlassen, die ich nie vergessen werde. Was war das wichtigste Ereignis Eurer Karriere? Dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt das recht sperrige "Agoraphobic Notes" veröffentlicht haben. Ich bin der festen Ansicht, dass uns dieses Album den Weg geebnet hat. Es entstand in einer schwierigen Phase: Wir hatten durch den enormen Erfolg von "Under Pressure" so ein Kiddie-Trendband-Image, das Album war ein gutes Anti-Statement und ein großer Schritt in Richtung ernst zu nehmende Band. Was hättet ihr lieber nicht oder anders gemacht? Ich denke, an den großen Wegkreuzungen haben wir immer die richtige Richtung gewählt. Ein paar kleinere Peinlichkeiten wie die Unterzeichnung unseres Plattenvertrags live im Fernsehen hätten wir uns vielleicht sparen sollen, aber wir waren nun mal jung, unreif und unerfahren. Was würdet ihr gern noch erreichen? Wir haben uns nie große, langfristige Ziele gesetzt. Unser nächstes Ziel ist, den "Surge-Effekt" mit unserer nächsten Platte qualitativ zu übertreffen und das ist eine große Herausforderung, denn wir alle halten ihn noch immer für die beste Surge-Platte. Was war Euer größter Triumph? Für mich persönlich, dass wir es zehn Jahre lang einigen Leuten ganz schön gezeigt haben. Wir waren oft weg vom Fenster, von den Listen gestrichen und haben trotzdem bewiesen, dass wir unseren Weg gehen. Ansonsten ist unser Gesamtwerk ein Triumph, dass Surge ein Baum mit vielen Ästen wie Revolver, Originalton, Pain in the Ass oder Dennis Soloprojekt geworden ist. Was glaubst Du, ist das Geheimnis Eures Erfolgs? Dass bei uns immer die Ehrlichkeit und Natürlichkeit gesiegt hat. Wir haben nie Theater gespielt, immer zu unseren Schwächen gestanden und sind uns immer treu geblieben, das wird vom Publikum honoriert. Wo siehst Du Euch in der deutschen Musiklandschaft? Ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben, auf einem Berg jenseits von Trends, Musikstilen und Manipulationen durch die Musikindustrie zu sitzen. Wir genießen fast in jeder Szene Credibility, weil wir nie von uns behauptet haben, HipHop, Metal oder Hardcore zu sein. Wir sind einfach Surge, wir sind schon lange unsere eigene Szene. Fühlt ihr Euch als Veteranen? Auf der "Laut..."-Tour haben sich beispielsweise die Jungs von 4Lyn als alte Surge-Fans bekannt. Ich kann mit diesem ganzen New-Metal-Gepose nicht viel anfangen, aber viele dieser Bands zählen uns zu ihren Einflüssen. Wenn man das so mitbekommt, fühlt man sich schon ein bisschen als Veteran, obwohl wir ja kaum älter sind. Im Rahmen der Patenschaft des Jägermeister-Band-Supports wollen wir unsere lange Erfahrung an Nachwuchsbands, wie auf der nächsten Tour Ampersand weitergeben. Wir haben ja auch während unserer Karriere viel von anderen gelernt. Was hat Euch sonst überzeugt, mit Jägermeister zu kooperieren? Waren das auch lokalpatriotische Gründe? Ich finde es sehr gut, dass "kommerzielle" Firmen wie Jägermeister mit großem finanziellen Aufwand, das Versäumnis der Politik gut machen in Kulturförderung, Bandförderung und Jungmusikerförderung zu investieren. Natürlich ist uns auch der regionale Bezug wichtig: Such a Surge sind Braunschweig, sind Lokalpatrioten, die Hälfte der Band besitzt zum Beispiel Dauerkarten für die Regionalligamannschaft von Eintracht Braunschweig. Wir hatten schon immer mal eine Jägermeister-Flagge auf der Bühne, ich habe eine aufblasbare Flasche im Büro - wir identifizieren uns mit dem Getränk und trinken es natürlich auch gern. Wie nutzt ihr das Geld, das ihr für die Kooperation bekommt? Die zur Verfügung gestellte Summe nutzen wir, um die bei uns schon immer sehr moderaten Eintrittspreise konstant zu halten. Wir hätten eigentlich dieses Jahr anziehen müssen, da alle Kosten gestiegen sind. Dank Jägermeister konnten wir das Preisniveau halten. Uns ist es wichtig, dass die Fans auch von einer solchen Kooperation profitieren. Tourdaten - 10 Jahre Tour (Support : Revolver & Ampersand) 02.04.02 Stuttgart - Röhre 03.04.02 Dortmund - Soundgarden 04.04.02 Bremen - Schlachthof 05.04.02 Hamburg - Markthalle 06.04.02 Berlin - SO 36 12.04.02 Chemnitz - AJZ 13.04.02 München - Backstage 14.04.02 Frankfurt - Batschkapp Aktuelles Album: Such a Surge - 10 Jahre (VÖ 25.02.02) Abdruck nur in ungekürzter Version honorarfrei. Bei gekürztem Text nur unter Nennung/in Verbindung mit "Jägermeister Band Support" honorarfrei. ots Originaltext: Jägermeister Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bildanfragen und Pressekontakt unter: megacult GmbH PR-Department Evelyn Motschko Fon: +49(0)221/ 94 97 93 - 36 Fax: +49(0)221/ 94 97 93 - 6 E-Mail: motschko@megacult.de Original-Content von: Jägermeister, übermittelt durch news aktuell

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