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Der "Ausbildungs-T.U.R.B.O. NRW" startet durch

Hannover (ots) - TÜV NORD engagiert sich zusammen mit dem Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa ATiAD für die Schaffung neuer und zusätzlicher Ausbildungsplätze. Im Rahmen des Ausbildungs-T.U.R.B.O. NRW (ein JOBSTARTER-Projekt) sollen in den kommenden Jahren über 90 zusätzliche Ausbildungsstellen in Nordrhein-Westfalen geschaffen werden. Für das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds - geförderte Projekt konnten starke Partner aus der Automobilindustrie geworben werden. Träger des JOBSTARTER-Programms ist das Bundesinstitut für Berufsbildung.

Besonders an dem Projekt ist die Konzentration auf die Automobilbranche und die Einbeziehung von Unternehmern mit Migrationshintergrund in NRW, die in der Autobranche eine Vielzahl von Klein- und Mittelständischen Unternehmen sehr erfolgreich aufgebaut haben. Laut Statistik schreckt diese Unternehmergruppe vor den vermeintlich schwierigen und formalen Anforderungen einer verantwortungsvollen Ausbildungstätigkeit häufig zurück. In der Region um Essen, Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen bilden nur zirka 15 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe mit Inhabern ausländischer Herkunft aus. Hier gilt es noch ein großes bislang ungenutztes Potenzial zu erschließen, sagt der Präsident des ATiAD, Professor Recep Keskin.

Zwar sei in der Kfz-Branche die Nachfrage durch Bewerber immer noch größer als das Ausbildungsplatzangebot, doch mittlerweile werden immer häufiger angebotene Ausbildungsplätze nicht besetzt. "Betriebe, gerade in Ballungsgebieten, beklagen häufig mangelnde Ausbildungsreife und haben zum Teil negative Erfahrungen durch vorzeitige Abbrüche ihrer Auszubildenden gesammelt", so Rainer Westerwelle, Leiter des TÜV NORD Schulungszentrums.

Das Projekt umfasst die gezielte Ansprache von Betrieben durch TÜV NORD, ATiAD und Niederlassungen und Händlerverbände der unterstützenden Automobilhersteller und Systemwerkstätten. Das Projekt-Team erstellt anschließend detaillierte Ausbildungsplatz-Profile und sucht passende Bewerber nach den Anforderungen der jeweiligen Betriebe. "Je besser die Vorauswahl, um so geringer die Abbruchwahrscheinlichkeit", so Westerwelle.

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