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KELLOGG-Studie zu Nachhaltigkeits-Themen in der Krise (2. Teil): Verbraucher in Europa mit nachhaltigen Zukunftssorgen

Bremen (ots) - Eine europäische Studie von GlobeScan und Havas Media im Auftrag von KELLOGG hat ergeben, dass sich Europas Verbraucher in vielen Punkten um eine nachhaltige Entwicklung in Europa sorgen. Es lassen sich jedoch deutliche länderspezifische Unterschiede bei der Einstellung zu Nachhaltigkeits-Themen feststellen. In der im ersten Quartal 2009 durchgeführten Studie wurden über 10.000 jeweils repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahren in Deutschland, England, Frankreich, Schweden und Spanien zu breit gefächerten Themen der Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung befragt. Jetzt liegt ein zweiter Teil mit Ergebnissen vor, die KELLOGG in Bremen heute bekanntgab.

Vor allem die derzeitige wirtschaftliche Lage und die daraus resultierende Unsicherheit ist für 85 Prozent aller europäischen Befragten Grund zur Sorge. 37 Prozent geben sogar an, darüber "sehr besorgt" zu sein. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht besorgt) bis 7 (sehr besorgt) bewerteten die befragten Verbraucher wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Themen.

Deutsche weniger besorgt um Bildung als ihre europäischen Nachbarn Viele gesellschaftliche Themen geben den Befragten Anlass zur Sorge. So sind insgesamt zwei Drittel der Europäer (67 Prozent) über den Zustand des jeweiligen Bildungssystems "besorgt", wobei es länderspezifische Unterschiede gibt: Mit nur 53 Prozent zeigen sich die Deutschen deutlich weniger besorgt als ihre französischen Nachbarn (74 Prozent) oder die Schweden (72 Prozent). Möglich, dass die Deutschen das Thema aufgrund der jüngsten Studenten- und Schülerproteste nun als wichtiger betrachten.

Franzosen gesellschaftlich aktiver als die Deutschen Auf die Frage, wie oft sie Nachrichten und aktuelle Ereignisse verfolgen, antwortet etwa jeder dritte Deutsche mit: "immer". In Großbritannien, Schweden und Frankreich sagt jedoch nahezu jeder Zweite, sie oder er versuche immer, sich über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden zu halten.

Auch beim politischen Engagement, zum Beispiel durch Teilnahme an Demonstrationen, zeigen sich die Deutschen im internationalen Vergleich weniger aktiv. 64 Prozent der Befragten geben an, "nie" an Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen teilzunehmen (zum Vergleich: 22 Prozent in Frankreich, 40 Prozent in Großbritannien, 48 Prozent in Spanien).

Die Franzosen vertreten ihre Positionen und Überzeugungen im Vergleich am intensivsten: Beinahe jeder Siebte nimmt häufig an politischen Demonstrationen teil. In Deutschland tut dies nur jeder Zwanzigste und in Großbritannien immerhin jeder Zehnte.

Auf die Frage, wie häufig Verbraucher ihre Meinungen und Werte offen vertreten und auch verteidigen, wenn andere diese nicht teilen, antwortet von den Befragten aller Länder jeder Vierte mit: "immer". Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein eher zurückhaltendes Verhalten der Deutschen: Nur 19 Prozent vertreten und verteidigen ihre Positionen und Werte "immer". Demgegenüber stehen 34 Prozent der Franzosen und jeweils 26 Prozent der Spanier und Schweden sowie 24 Prozent der Briten, die dies "immer" tun. Passend dazu sind geschäftliche und politische Themen in Deutschland seltener Gegenstand von Unterhaltungen und Diskussionen als in Frankreich, Großbritannien und Schweden. Knapp ein Drittel der Deutschen gibt an, "oft" über politische und wirtschaftliche Themen zu reden, während dies in Frankreich fast die Hälfte tut, in Großbritannien immerhin vier von zehn Bürgern.

Sorgen um globales Bevölkerungswachstum

Über 80 Prozent der französischen und schwedischen Verbraucher sind der Ansicht, "wir alle müssen unser Leben anpassen, um dem Klimawandel erfolgreich begegnen zu können". In Deutschland sind nur etwa 70 Prozent dieser Meinung, in Spanien und Großbritannien immerhin 74 Prozent. Die Deutschen bilden folglich auch hier das Schlusslicht. Das globale Bevölkerungswachstum macht im europäischen Vergleich dagegen insbesondere den Deutschen am meisten Sorge, denn UN-Schätzungen zufolge wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf über 9 Milliarden anwachsen. 47 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, sie seien darüber "besorgt", 15 Prozent sogar "sehr besorgt". Auch die Schweden (44 Prozent), Franzosen (41 Prozent) und Briten (40 Prozent) zeigen sich besorgt, während dieses Thema für die Spanier weit weniger besorgniserregend ist (29 Prozent).

"Ungesunder" Lebensstil in Deutschland weniger ein Thema Mehr als die Hälfte aller europäischen Befragten sind wegen ihres "ungesunden" Lebensstils "besorgt". Vor allem den Schweden (60 Prozent) und den Franzosen (58 Prozent) ist dies ein Grund zur Sorge. Bei den Deutschen äußern dies lediglich 42 Prozent, obschon in Deutschland zum Beispiel der Anteil Übergewichtiger im Vergleich zu anderen Staaten in Europa besonders hoch ist.

Europäer kritisch gegenüber Unternehmen

Die europäischen Verbraucher wurden zudem zu Fragen der Nachhaltigkeit bei Unternehmen befragt. Der Aussage: "Große Unternehmen arbeiten hart daran, gesellschaftlich und ökologisch verantwortungsvoll zu handeln", stimmen insgesamt weniger als ein Viertel aller Europäer zu. Fast zwei Drittel (65 Prozent) bestätigen vielmehr die Aussage, dass die meisten Unternehmen nur versuchen, gesellschaftlich und ökologisch verantwortungsvoll zu sein, um ihr Image zu verbessern, nicht weil es eine Notwendigkeit sei. Besonders bei den Franzosen (72 Prozent) und den Briten (68 Prozent) ist dies eine häufig anzutreffende Meinung. Auch in Deutschland steht mehr als die Hälfte aller Befragten den Unternehmen und ihren Bemühungen eher kritisch gegenüber. Dennoch geben drei Viertel aller Deutschen an, sie respektieren Unternehmen, die sich für gesellschaftliche und ökologische Verantwortung einsetzen. Auf die Frage: "Wie oft belohnen Sie sozial und ökologisch verantwortungsvolle Unternehmen, indem Sie ihre Produkte kaufen?", antwortet allerdings nur jeder fünfte Deutsche mit: "Oft." Ebenso suchen nur die wenigsten Deutschen nach Informationen über verantwortliches, wertekonformes Verhalten von Unternehmen. Nur jeder zehnte Deutsche gibt an, dies "oft" zu tun. Bei den Briten und den Franzosen ist es hingegen etwa die doppelte Anzahl.

Handel und Lebensmittelhersteller gleichauf Verbraucher in Europa legen im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung zugrunde, dass Unternehmen mit ihrer Geschäftstätigkeit auch negative Einflüsse auf Umwelt und Gesellschaft ausüben. Inwieweit einerseits Lebensmittelhersteller und andererseits Handel versuchen, mögliche negative Einflüsse zu reduzieren, wird ähnlich bewertet. Jeweils 19 Prozent der befragten Franzosen sagen, Handel und Lebensmittelhersteller engagierten sich, um aus ihrer Geschäftstätigkeit resultierende negative Umwelteinflüsse zu reduzieren. In Deutschland finden 31 Prozent der Befragten, der Handel tut was. 26 Prozent finden, es sei der Lebensmittersteller. In Spanien, Schweden und Großbritannien sind mehr Verbraucher der Ansicht, die Hersteller seien aktiv dabei, mögliche Umwelteinflüsse und -schäden zu reduzieren. Etwas weniger Befragte votieren für den Handel. Negative gesellschaftliche Auswirkungen für Gesellschaft und Gemeinwohl aus der jeweiligen Geschäftstätigkeit sehen europäische Verbraucher sowohl bei den Herstellern (38 Prozent) als auch beim Handel (31 Prozent). Je 21 Prozent der Europäer sind der Meinung, dass Hersteller und Handel geeignete Maßnahmen ergriffen hätten, um negative Einflüsse zu reduzieren.

Übrigens: Ein Drittel aller europäischen Konsumenten stimmt der Aussage zu, dass die Lösung von sozialen und ökologischen Problemen zum Verantwortungsbereich der europäischen Regierungen und nicht zu der von Unternehmen gehört. In Deutschland ist ein Viertel dieser Meinung.

Bereits im September 2009 gab KELLOGG in Bremen den ersten Teil der Ergebnisse der Studie bekannt. Dieser zeigte, dass auch Umweltthemen wie Erderwärmung oder drohende Wasserknappheit und Trockenheit den Europäern Anlass zu großer Sorge geben. Auch konnte gezeigt werden, dass der Begriff "Nachhaltigkeit" bereits für viele Europäer zum Alltag gehört.

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