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Öffentlicher Dienst profitiert als Arbeitgeber von Krise
Studie: Tarifregelung und Sozialverträglichkeit überzeugen Fachkräfte und stärken die Arbeitgebermarke

Düsseldorf (ots) - Arbeitgeber aus dem öffentlichen Dienst haben in der gegenwärtigen Krise die richtigen Antworten auf den Fachkräftemangel. Gemäß der Studie "Arbeiten im Öffentlichen Dienst" des Online-Jobportals StepStone, an der mehr als 4.400 Fach- und Führungskräfte teilnahmen, sind derzeit 78 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte an einer beruflichen Position im öffentlichen Sektor interessiert. 57 Prozent der Befragten schätzen dabei in erster Linie die Sicherheit und Verlässlichkeit einer Anstellung in diesem Bereich. Bemerkenswert: Die festen Tarifregelungen im Öffentlichen Dienst werden von den meisten Fachkräften als Vorteil wahrgenommen. So schätzen sechs von zehn Befragten, die aus Tarifverträgen resultierende Planungssicherheit in der Gehaltsfrage. Nur 39,7 Prozent beklagen dagegen die Tatsache, dass durch diese Regelung keine überproportionalen Gehaltssprünge möglich sind.

"Nach wie vor befinden sich deutsche Unternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise verändert allerdings die Erwartungen, die Kandidaten an eine für sie interessante Arbeitgebermarke richten. Hier sind Werte wie Sozialverträglichkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit überzeugender als hohe Gehälter oder steile Karrieresprünge. Bester Beweis: Auch fixe Tarifvergütungen werden mit Planungssicherheit verbunden und von der Mehrheit der Kandidaten positiv bewertet," so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Sicher zuverlässig und interessant - aber auch langsam und wenig ambitioniert

Gemäß der StepStone-Studie werden Unternehmen aus dem Öffentlichen Dienst klare Arbeitgebermarkenwerte zugeordnet. So werden sie als sicher (62,3 Prozent), zuverlässig (43,5 Prozent) und familienfreundlich (39,2 Prozent) wahrgenommen. Auf der anderen Seite gelten Unternehmen aus dem Bereich aber auch als langsam (35,7 Prozent) und wenig ambitioniert (nur 1,6 Prozent).

Wirklich nur Verwaltungspositionen?

Falsch schätzen viele Kandidaten allerdings die verfügbaren Positionen im Öffentlichen Dienst ein. So glauben mehr als 70 Prozent von ihnen, dass hier primär Verwaltungsstellen ausgeschrieben werden. Dies geht allerdings an der tatsächlichen Situation vorbei. Vielmehr sind Ingenieure, IT-Spezialisten und Marketing-Positionen gefragt. "Diese Einschätzung vieler Fach- und Führungskräfte entspringt vielen Vorurteilen. Denn sie passt nicht zu den tatsächlich oft sehr reizvollen Tätigkeiten im Öffentlichen Dienst beispielsweise in technischen Berufsfeldern. Hier besteht aus unserer Sicht erheblicher Nachholbedarf für die Unternehmen. Denn tatsächlich machen Verwaltungspositionen gerade einmal zehn Prozent des wirklichen Stellenpools im Öffentlichen Dienst aus," so Frank Hensgens.

Gewerkschaften kein Pluspunkt für die Arbeitgebermarke

Gewerkschaften sind für viele Kandidaten derweil kein Argument sich für den Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber zu interessieren. Die Tatsache, dass die Interessen der Mitarbeiter von diesen vertreten werden, ist für weniger als ein Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte ein Pluspunkt. Mehr als zwei Drittel sehen darin keinen Grund, sich für den Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber zu interessieren beziehungsweise stehen Gewerkschaften gleichgültig gegenüber.

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