TÜV SÜD AG

TÜV SÜD steigert Umsatz und Ertrag
Internationalisierung fortgesetzt - Besetzung von Zukunftsmärkten

München (ots) - Der internationale Dienstleistungskonzern TÜV SÜD hat sich in wirtschaftlich unruhigen Zeiten gut behauptet. Im Jahr 2009 wird der Umsatz wie geplant von 1,36 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. steigen. Nach dem erfolgreichen Start von TÜVTURK setzt TÜV SÜD auf die weitere Internationalisierung des Geschäfts, auf die Besetzung von innovativen und profitablen Wachstumsfeldern und auf die weltweite Positionierung als Mehrwert-Partner.

"Mit unseren Dienstleistungen unterstützen wir Unternehmen weltweit bei der Aufgabe, ihre Anlagen und Produkte sicher, zuverlässig und profitabel zu machen", sagte Dr. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, beim Jahresabschlussgespräch des Unternehmens in München. "Gerade bei der Besetzung von innovativen Technologiefeldern verschaffen wir unseren Kunden mit unserem Know-how und unseren Erfahrungen einen wichtigen Vorsprung." Das gelte beispielsweise für den stark wachsenden Markt der Elektromobilität, für dessen weitere Entwicklung die Sicherheit der eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien von entscheidender Bedeutung sei. "Wir haben vor kurzem die weltweit ersten dynamischen Crashtests durchgeführt, um das Sicherheitsniveau der eingebauten Batterien zu ermitteln und tragfähige Erkenntnisse über die Belastungsgrenzen zu gewinnen", berichtete Stepken. Zudem habe TÜV SÜD bereits einen Standard für die Abnahme und wiederkehrende Prüfung von Elektrotankstellen entwickelt und biete auch Schulungen für Werkstattmitarbeiter zum sicheren Umgang mit den neuen Hochvolt-Fahrzeugen an.

Weiteres Wachstum in der Region Asien

Im laufenden Geschäftsjahr konnte TÜV SÜD seinen Konzernumsatz wie geplant von 1,36 auf 1,4 Mrd. Euro steigern. "In einem wirtschaftlich außergewöhnlichen und turbulenten Jahr steht unser Unternehmen für Stabilität und Sicherheit", erklärte Stepken. "In einigen Bereichen sind wir sogar gegen den allgemeinen Trend gewachsen." Ein Beispiel dafür sei die Region Asien, wo TÜV SÜD vor dem Hintergrund eines gesamtwirtschaftlichen Rückgangs von fast 30 Prozent seinen Umsatz um rund drei Prozent von 137 Mio. auf 141 Mio. Euro steigern konnte. "Um unsere Position in dieser wichtigen Wachstumsregion weiter auszubauen, setzen wir auf eine Diversifizierung unseres Leistungsportfolios entlang unserer Kernkompetenzen", so der Vorstandsvorsitzende. So wurde in der Region Asien eine umfassende Kompetenz- und Prüfinfrastruktur für Textilien und für Nahrungsmittel aufgebaut und das bestehende Labornetzwerk zur Prüfung von Non-Food-Artikeln erweitert. Auch im Energiebereich hat TÜV SÜD seine Position mit der Übernahme des koreanischen Kerntechnikdienstleisters GNEC im Oktober 2009 deutlich gestärkt.

Vom Konzernumsatz entfallen rund 48 Prozent oder 666 Mio. Euro auf das Strategische Geschäftsfeld INDUSTRIE, rund 35 Prozent oder 491 Mio. Euro auf das Strategische Geschäftsfeld MOBILITÄT und fast 17 Prozent oder 233 Mio. Euro auf das Strategische Geschäftsfeld MENSCH. "Damit haben in diesem Jahr alle drei Strategischen Geschäftsfelder zur positiven Entwicklung von TÜV SÜD beigetragen", erklärte Finanzvorstand Dr. Peter Klein. Rund 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet TÜV SÜD im Ausland. Als besonders erfreulich bezeichnete Klein die Tatsache, dass TÜV SÜD auch in Deutschland weiter gewachsen ist. Hier stieg der Umsatz um 2,4 Prozent auf 1,047 Mrd. Euro. "Diese Entwicklung ist vor allem vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass der deutsche Markt eigentlich gesättigt ist", betonte Dr. Manfred Bayerlein, Vorstand Operations Management von TÜV SÜD. Der Konzern nutze konsequent die Möglichkeiten, die durch die weitere Liberalisierung von Märkten in Deutschland entstünden. "Das gilt etwa für die Prüfung von überwachungsbedürftigen Anlagen, die wir inzwischen bundesweit aus einer Hand anbieten können", so Bayerlein. "Im Jahr 2009 haben wir mehr überwachungsbedürftige Anlagen geprüft als vor der Liberalisierung und unsere Marktführerschaft weiter ausgebaut." Ein weiteres Beispiel sei die Übernahme von 100 Prozent der FleetCompany und die damit verbundene Stärkung des automobilen Kerngeschäfts von TÜV SÜD in Deutschland.

Erfolgreiche Projekte in der Türkei und in Dubai

Wichtige Bestandteile der internationalen Wachstumsstrategie von TÜV SÜD sind der Export von bewährten Kernprodukten in neue Märkte und der Aufbau von weltweiten Kompetenznetzwerken in innovativen und profitablen Geschäftsfeldern. "Sehr erfolgreich ist die Einführung der flächendeckenden Fahrzeugüberwachung nach deutschem Muster in der Türkei verlaufen", sagte Axel Stepken. "Die Mitarbeiter von TÜVTURK werden in diesem Jahr etwa fünf Millionen Fahrzeugprüfungen durchführen, was unsere Erwartungen sogar noch übertrifft." Im Emirat Dubai unterstützt TÜV SÜD die staatliche Roads and Transport Authority (RTA) bei der Ausbildung von Fahrlehren und Prüfern und bei der Modernisierung der Hauptuntersuchung. "Nach dem TÜVTURK-Projekt ist diese strategische Partnerschaft ein weiterer Schritt in unserer Internationalisierungsstrategie", so Stepken.

Wachsender Energiebedarf und Klimaschutz als Innovationstreiber

Vor dem Hintergrund des weltweit wachsenden Energiebedarfs und der immer strengeren gesetzlichen Vorgaben für den Klimaschutz steht die Energieindustrie vor der Herausforderung, vorhandene Ressourcen noch effizienter einzusetzen und den Ausbau von Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. TÜV SÜD begleitet Anlagenhersteller und -betreiber bei entsprechenden Forschungs- und Pilotprojekten. In Mannheim sind die Experten an einem richtungsweisenden Projekt beteiligt, das den Wirkungsgrad von konventionellen Kohlekraftwerken durch höhere Betriebstemperaturen auf über 50 Prozent erhöhen soll, in Spanien haben TÜV SÜD-Fachleute ein solarthermisches Fresnel-Demonstrationskraftwerk von der Planung über die Genehmigung und den Bau bis zur Inbetriebnahme begleitet. "Als One-Stopp-Dienstleister können wir die Entwicklungszeiten bei solchen Projekten beschleunigen und die Entwicklungskosten reduzieren", betonte Bayerlein. "Damit schaffen wir einen wirtschaftlichen Mehrwert für unsere Kunden." Das gilt auch für den Ausbau von Erneuerbaren Energien, bei dem TÜV SÜD die Energieerzeuger und Energieversorger mit weltweiten Kompetenz- und Partnernetzwerken unterstützt - beispielsweise bei der Entwicklung neuer Windkraftanlagen oder bei der Prüfung und Zertifizierung von Photovoltaikmodulen. "Wir werden gezielt in den weiteren Ausbau unserer Infrastruktur investieren", so Dr. Bayerlein, "um auch weiterhin vom dynamisch wachsenden Markt für Erneuerbare Energien profitieren zu können."

Innovative Dienstleistungen verbinden Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Mehrwert

Auf die Besetzung von Zukunftsmärkten zielt TÜV SÜD auch mit der Entwicklung von innovativen Dienstleistungen, die auf aktuelle Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse ausgerichtet sind. Auf der Expo Real 2009 in München hat TÜV SÜD ein richtungsweisendes Nachhaltigkeitszertifikat für Bestandsbauten vorgestellt. Die Besonderheit von TÜV SÜD SCoRE ist die Betrachtung von Nachhaltigkeitspotenzialen, die sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten realisieren lassen. Diese Potenziale könnten beispielsweise durch die Nachrüstung oder Optimierung von technischen Einrichtungen oder durch verschiedene Sanierungsmöglichkeiten erschlossen werden.

Für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen sorgt das Betriebliche Gesundheitsmanagement von TÜV SÜD. Durch den ganzheitlichen Ansatz können die Fehlzeiten von Mitarbeitern und die Kosten für die Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft deutlich reduziert werden. Um die Unternehmen für dieses wichtige Zukunftsthema zu sensibilisieren, hat TÜV SÜD zusammen mit dem "Handelsblatt" und EuPD-Research in diesem Jahr zum ersten Mal den Corporate Health Award ausgeschrieben. Mit diesem Preis wurden im November 2009 zwölf Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonders vorbildlicher Weise für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter eingesetzt haben.

Trotz der kritischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will TÜV SÜD im kommenden Jahr das Wachstumstempo erhöhen. Neben einem stabilen organischen Wachstum soll nach Aussage von TÜV SÜD-Chef Stepken vor allem das anorganische Wachstum durch weitere Akquisitionen deutlich an Fahrt gewinnen.

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Wilfried Sauer
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