TÜV SÜD AG

Konzernumsatz bei 1,4 Milliarden Euro - 1.000 neue Mitarbeiter
TÜV SÜD bleibt trotz Wirtschaftskrise auf Wachstumskurs

München (ots) - Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise hat die TÜV SÜD AG im Jahr 2008 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz des internationalen Dienstleistungskonzerns stieg auf knapp 1,4 Milliarden Euro, das EBT lag mit 107 Millionen Euro etwa auf dem Niveau des Jahres 2007. Die Umsatzrendite verbesserte sich von 8,0 auf 8,7 Prozent. Weltweit stellte TÜV SÜD rund 1.000 Mitarbeiter ein. Mit gezielten Investitionen wird der Konzern seine internationale und nationale Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken und Arbeitsplätze langfristig sichern.

"Wir führen ein stabiles Unternehmen", sagte Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz in München. "In den vergangenen Jahren konnten wir den Unternehmenswert deutlich steigern." Gerade in Krisenzeiten zahle es sich aus, dass der Konzern bei seinen Dienstleistungen und in seiner Unternehmensstrategie eine langfristige, nachhaltige Perspektive verfolgt habe und weiterhin verfolgen werde. "Auch in diesem Jahr werden wir gezielte Investitionen vornehmen", so Stepken, "um unsere starke Wettbewerbsposition in Deutschland zu festigen und unser internationales Geschäft auf Basis unserer Kernprodukte weiter auszubauen."

Solides Wachstum schafft Voraussetzung für weitere Investitionen

Zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2008 trugen alle Strategischen Geschäftsfelder von TÜV SÜD bei. Vom Konzernumsatz entfielen 652 Millionen Euro (plus 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) auf das Strategische Geschäftsfeld INDUSTRIE mit den Geschäftsbereichen TÜV SÜD Industrie Service, TÜV SÜD Chemie Service, TÜV SÜD Product Service und TÜV SÜD Rail. Das Strategische Geschäftsfeld MOBILITÄT mit den Geschäftsbereichen TÜV SÜD Auto Service und TÜV SÜD Automotive erwirtschaftete einen Umsatz von 478 Millionen Euro (plus 6,6 Prozent). Auf knapp 220 Millionen Euro (plus 15,1 Prozent) belief sich der Umsatz im Strategischen Geschäftsfeld MENSCH mit den Geschäftsbereichen TÜV SÜD Management Service, TÜV SÜD Akademie, TÜV SÜD Life Service sowie dem neu gegründeten Geschäftsbereich TÜV SÜD Life Science.

Positiv verlief auch die Entwicklung in den Strategischen Regionen des Konzerns. Das stärkste Wachstum verzeichnete die Region AMERIKA mit einem Anstieg von 13,5 Prozent auf 86,5 Millionen Euro, gefolgt von der Region ASIEN mit einer Zunahme um 8,8 Prozent auf 139,8 Millionen Euro und der Region EUROPA (inklusive Deutschland) mit einem Umsatzwachstum von 6,8 Prozent auf 1.136 Millionen Euro.

"Damit leisteten alle Bereiche unseres Unternehmens einen positiven Beitrag zum stabilen und nachhaltigen Umsatzwachstum", betonte Dr. Peter Klein, Vorstand Finanzen von TÜV SÜD. Im Vergleich zum Jahr 2007 verbesserte sich die bereinigte Umsatzrendite von 8,0 Prozent auf 8,7 Prozent. Die Eigenkapitalquote stieg auf 32,5 Prozent und damit deutlich über den angestrebten Zielwert von 25 Prozent. Zudem verbesserte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um 55 Millionen Euro auf 179 Millionen Euro. "Diese Entwicklung zeigt, dass TÜV SÜD auf sehr soliden Beinen steht", so Dr. Klein. "Wir haben so gut wie keine Finanzschulden und können auch große Investitionen aus eigener Kraft tätigen."

Über vier Millionen Fahrzeugprüfungen in der Türkei

Obwohl sich die Finanz- und Wirtschaftskrise auch auf die Märkte von TÜV SÜD auswirkt, geht Dr.-Ing. Axel Stepken von einem moderaten Wachstum im laufenden Jahr aus. "Natürlich bekommen wir die Auswirkungen der Krise zu spüren, beispielsweise durch die stark nachlassende Nachfrage nach unseren Automotive-Dienstleistungen oder nach unseren Produktprüfungen in China", so der Vorstandsvorsitzende. "Dennoch sind wir für das laufende Jahr zuversichtlich." Der Konzern sei breit aufgestellt und habe im Bereich der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen eine stabile Geschäftsbasis. "Zudem investieren wir gezielt in die Ausweitung unserer internationalen Aktivitäten, in die Festigung unserer Position auf dem deutschen Markt und in die strategische Ergänzung unserer Geschäftsfelder sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen", betonte Stepken. Das wichtigste internationale Projekt war im Jahr 2008 der Aufbau einer flächendeckenden Fahrzeugüberwachung nach deutschem Vorbild in der Türkei. Zusammen mit zwei Konsortialpartnern hat TÜV SÜD die Aufbauphase von TÜVTURK erfolgreich abgeschlossen. "Nie zuvor wurde ein so komplexes Fahrzeugüberwachungsprojekt in so kurzer Zeit realisiert", so Stepken. "Nach einer Million Fahrzeuguntersuchungen im Jahr 2008 werden wir 2009 - im ersten Jahr des Regelbetriebs - über vier Millionen Fahrzeugprüfungen durchführen. Unsere positiven Erfahrungen in der Türkei werden wir auch für weitere vergleichbare Projekte in anderen Ländern nutzen können."

Stärkung der Position auf dem deutschen Markt

Auf dem deutschen Markt setzt der Konzern auf den Erfolg mit bedarfsorientierten, zukunftsgerichteten Produkten und Dienstleistungen. Ein Beispiel dafür ist der Neubau des Abgaslabors von TÜV SÜD Automotive im baden-württembergischen Heimsheim mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von fünf Millionen Euro. "Wir haben hier eines größten unabhängigen Abgaslabore in Europa aufgebaut", erklärte Stepken. "Mit den modernen Prüfeinrichtungen in Heimsheim können wir die Automobilindustrie auf ihrem Weg zu weniger Emissionen technisch kompetent begleiten." Im niederbayerischen Straubing habe TÜV SÜD im November 2008 die SENTON GmbH, eine Spezialfirma für Messungen der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) übernommen, so der Vorstandsvorsitzende. "Diese Übernahme und die aktuelle Investition in die Erweiterung der technischen Prüfmöglichkeiten sind wichtige Schritte für die Stärkung unserer Position in Deutschland und für den strategischen Ausbau unseres Leistungsportfolios auf dem europäischen EMV-Prüfmarkt für Industrieprodukte, Konsumgüter und Medizinprodukte."

Von strategischer Bedeutung ist auch die Verstärkung der bundesweiten Präsenz bei Kraftfahrzeugprüfungen und der Industrieprüfungen. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft TÜV SÜD Auto Partner nutzt TÜV SÜD als erste Prüforganisation die Lockerung der Zulassungsbeschränkungen bei der periodischen Fahrzeugüberwachung in Deutschland. "Damit können wir in Regionen aktiv werden, die uns bisher verschlossen waren", betonte Stepken. "Wir gehen davon aus, dass wir durch die Ausweitung unserer Aktivitäten die Marktanteile bei der periodischen Fahrzeugüberwachung deutlich steigern können." Auf den weiteren Ausbau des bundesweiten Niederlassungsnetzwerks setzt TÜV SÜD auch im Industriebereich. Vor kurzem wurde im Saarland eine neue Niederlassung eröffnet, die nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden eine ideale Ergänzung des Angebots für Industriekunden sei und die gelebte Kundennähe von TÜV SÜD auch im geographischen Sinn weiter verbessere.

Aussichtsreiche Märkte besetzen, Kundenbedürfnisse erfüllen

Den Zugang zu vielversprechenden Märkten hat TÜV SÜD bei der Ergänzung bzw. Erweiterung der Geschäftsfelder und bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen im Visier. "Auf lange Sicht bietet beispielsweise das gesamte Feld der Life Science gute Perspektiven für unser Unternehmen", erklärte Dr.-Ing. Stepken. Die Lebenserwartung nehme zu und die Gesellschaft werde immer älter, gleichzeitig stiegen die Ansprüche an die Qualität der medizinischen Betreuung. "Mit dem Erwerb von Msource Medical Development in Brüssel im Jahr 2008 haben wir einen ersten Schritt gemacht, um uns in diesem Markt zu etablieren", so der Vorstandsvorsitzende. Das renommierte klinische Forschungsinstitut bildet den Kern des neuen Geschäftsbereichs Life Science, der die Kompetenzen von TÜV SÜD ergänzt und erweitert.

Nachhaltiges Wirtschaften schafft Vorteile im Wettbewerb

Nicht nur bei Zukäufen von Unternehmen und Unternehmensbereichen, sondern auch bei der Entwicklung von neuen Dienstleistungen orientiert sich TÜV SÜD an den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen der Kunden. "Vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels und der Finanz- und Wirtschaftskrise ist der Ruf nach Nachhaltigkeit immer lauter geworden", berichtet Dr.-Ing. Manfred Bayerlein, Vorstand Operations Management von TÜV SÜD. Nachhaltiges Wirtschaften sei darauf ausgerichtet, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden und dauerhaft zu halten.

"Als Prüf- und Zertifizierungsdienstleister unterstützen wir unsere Kunden dabei, den Nachhaltigkeitsanspruch umzusetzen", erklärt Dr.-Ing. Bayerlein. Das gelte beispielsweise für den Bereich der Energieeffizienz - und zwar sowohl bei der Energieerzeugung, als auch bei der Energienutzung. Nach Aussage des TÜV SÜD-Vorstandes erreicht nur ein Zehntel der Kohlekraftwerke in der Europäischen Union einen thermischen Wirkungsgrad von mehr als 40 Prozent und kann damit nach dem heutigen Stand der Technik als ausreichend effizient gelten. TÜV SÜD unterstützt die Kraftwerksbetreiber bei der Durchführung von sogenannten Retrofit-Maßnahmen, mit denen der Wirkungsgrad dieser Kraftwerke deutlich erhöht und der Ressourceneinsatz optimiert werden kann.

Auch bei der Energienutzung lässt sich die Effizienz erheblich verbessern. Hier gibt es eine große Bandbreite von Optimierungsmöglichkeiten - von der besseren Wärmedämmung für Gebäude über die Optimierung von Produktionsprozessen bis zum Einsatz von intelligenten Stromnetzen. "Wir haben eine ganze Reihe von Dienstleistungen entwickelt, um gerade auch produzierende Unternehmen bei der Optimierung ihres Energie- und Ressourceneinsatzes zu unterstützen", so Dr.-Ing. Bayerlein. Dazu zählen die Komplexe Energieberatung, das Energie- und Stoffstrommanagement oder die Zertifikate "Energieeffizientes Unternehmen" und "Energieeffiziente Anlagentechnik". "Durch den optimierten Energieeinsatz lassen sich Emissionen und Kosten senken, was der Umwelt zugute kommt und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden stärkt", betont der TÜV SÜD-Vorstand. "Wir sind überzeugt, dass Unternehmen mit einer nachhaltigen Ausrichtung als Gewinner aus der aktuellen Krise hervorgehen werden."

Sichere Arbeitsplätze und langfristige Perspektiven

Mit den gezielten Investitionen in vielversprechende Märkte und Dienstleistungen setzt TÜV SÜD seine Wachstumsstrategie der vergangenen Jahre fort. "Unsere Investitionen und unser Wachstum sind eine wichtige Basis dafür, dass die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter sicher sind und dass wir ihnen eine langfristige Perspektive bieten können", betonte Dr.-Ing. Axel Stepken. Allein im Jahr 2008 hat TÜV SÜD rund 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt und auch im laufenden Jahr sucht das Unternehmen nach gut ausgebildeten Experten. Dabei sind nicht nur Ingenieure aller Fachrichtungen gefragt, sondern auch Berufseinsteiger aus ganz anderen Disziplinen - von der Psychologin bis zum Forstwirt und von der Ökotrophologin bis zum China-Experten. Im Zusammenhang mit der aktiven Nachwuchsförderung weitet das Unternehmen auf internationaler Ebene die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten kontinuierlich aus. So hat TÜV SÜD im Jahr 2008 gemeinsam mit der Fachhochschule Deggendorf den Masterstudiengang Risiko- und Compliance-Management entwickelt und am chinesisch-deutschen Hochschulkolleg der Tongji-Universität in Schanghai den Stiftungslehrstuhl "Sicherheit technischer Systeme" eingerichtet. "Die Mitarbeiter sind für ein Dienstleistungsunternehmen wie TÜV SÜD von zentraler Bedeutung", betonte Dr.-Ing. Stepken. "Für uns besteht nachhaltiges Handeln im Sinne unseres Unternehmens deshalb vor allem darin, in unsere Mitarbeiter zu investieren, ihre Aus- und Weiterbildung kontinuierlich zu fördern und ihnen langfristige Perspektiven in einem attraktiven Umfeld zu bieten."

Weitere Informationen zur Bilanz-Pressekonferenz von TÜV SÜD sowie reprofähiges Bildmaterial finden Sie unter www.tuev-sued.de/bilanzpressekonferenz .

Pressekontakt:

Dr. Thomas Oberst
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
Westendstraße 199
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E-Mail thomas.oberst@tuev-sued.de
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