Deutsche Wildtier Stiftung

Fledermaus-Wochenstuben in Kirchen (mit Bild)
Auf St. Pauli hängt die erste Fledermaus-Herberge der Deutschen Wildtier Stiftung und der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung

Wie alle Nachtschwärmer werden auch Fledermäuse mit Argwohn betrachtet. Die kleinen Säugetiere finden immer weniger fledermausfreundliche Unterkünfte. "Sie leiden unter tierischen Vorurteilen", sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. Kirchen waren traditionell Heimat für die Fledermaus-Wochenstuben: ...

Hamburg (ots) - Wie alle Nachtschwärmer werden auch Fledermäuse mit Argwohn betrachtet. Die kleinen Säugetiere finden immer weniger fledermausfreundliche Unterkünfte. "Sie leiden unter tierischen Vorurteilen", sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. Kirchen waren traditionell Heimat für die Fledermaus-Wochenstuben: Besonders in den Glockentürmen und den großen Dächern fanden die Säugetiere Jahrhunderte lang Schutz. In modernen Kirchenbauten finden die Tiere dagegen keine Unterkunft für die Aufzucht ihres Nachwuchses. "Die Fledermaus-Herberge, die wir heute gemeinsam mit der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung in der Kirchengemeinde St. Pauli in Hamburg aufgehängt haben, ist deshalb ein Segen für die Tiere und den Artenschutz", sagt Birgit Radow.

Es ist höchste Zeit, denn von den weltweit rund 750 Fledermausarten sind alle 25, die in Deutschland leben, bedroht. Sie stehen ausnahmslos auf der Roten Liste der gefährdeten Säugetierarten. Obwohl Fledermäuse bis zu 30 Jahre alt werden können, erreichen nur wenige dieses gesegnete Alter. Als Art droht den geschickten Fliegern sogar der totale Absturz: Sie sind vom Aussterben bedroht! Kirchengemeinden können - wie es jetzt auf St. Pauli geschehen ist -- ohne viel Aufwand dazu beitragen, wieder Lebensräume für diese faszinierenden Tiere zu schaffen. Mit der Fledermaus-Herberge kann jede Gemeinde helfen, Platz für die Aufzucht des Nachwuchses anzubieten und so die Säugetiere vor dem Aussterben zu bewahren. "Deshalb wollen die Deutsche Wildtier Stiftung und die Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit möglichst viele Gemeinden innerhalb der Nordelbischen Kirchengemeinde gewinnen, den obdachlosen Nachtschwärmern mit einer Fledermaus-Herberge zu helfen", erläutert Dr. Arnd Heling, Geschäftsführer der Ökumenischen Stiftung, das Ziel der Aktion.

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Pressekontakt:

Eva Goris, Pressesprecherin,
Billbrookdeich 216,
22113 Hamburg,
Telefon 040 73339-1874,
Fax 040 7330278,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de,
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Deutsche Wildtier Stiftung

Das könnte Sie auch interessieren: