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Neue Quick-Therapie bei Heuschnupfen
Schnelle Hilfe für Allergiker

München (ots) - Menschen mit Gräser- und Pollenallergie blicken häufig mit gemischten Gefühlen in den Frühling. Sind die ersten Pollen in der Luft, beginnt ihre Leidenszeit. Viele Medikamente verschaffen nur kurzfristig Erleichterung. Aussicht auf eine dauerhafte Heilung der Allergie bringt einzig die Hyposensibilisierung. Seit Mitte Januar steht nun eine neue optimierte Therapieform zur Verfügung, die gerade für Betroffene mit Zeitmangel geeignet ist und einen besonders schnellen Wirkeintritt ermöglicht: die so genannte "Quick-Therapie".

Die Hyposensibilisierung (auch spezifische Immuntherapie = SIT oder Desensibilisierung genannt) ist die einzige kausale Behandlungsform bei Allergien. Bei der SIT bekommt der Patient Allergene (z.B. Pollenextrakte), auf die er empfindlich reagiert, unter die Haut gespritzt. Wie bei einer Impfung soll sich sein Immunsystem an die Allergieauslöser gewöhnen. Im Optimalfall kommt es nach Absetzen der Therapie zu keinen allergischen Symptomen mehr. Experten empfehlen häufig eine perenniale (durchgehende) Therapie, da hierbei eine hohe Zahl an so genannten Maximaldosen verabreicht werden kann. In den ersten Wochen spritzt der Arzt das Medikament einmal wöchentlich mit steigenden Dosen bis zum Erreichen der ersten Maximaldosis (Aufdosierungsphase). Im Anschluss wird die Maximaldosis in vier- bis sechswöchigen Abständen über eine Behandlungszeit von mindestens drei Jahren weiter gespritzt. Doch ist diese Therapieform nicht für jeden Allergiker umsetzbar. Betroffene mit Zeitmangel erhalten daher häufig eine sogenannte Kurzzeit-Hyposensibilisierung, die nur wenige Wochen dauert und wenige Arztbesuche erfordert. Bislang nahm auch hier die Aufdosierungsphase mehrere Wochen in Anspruch. Bei der neuen "Quick-Therapie" wird diese Phase nun enorm verkürzt.

Wirkeintritt bereits nach acht Wochen

Schon am ersten Tag der Therapie erhält der Patient mit zwei Injektionen im Abstand von 30 Minuten die erste Maximaldosis. Damit ist die Aufdosierung abgeschlossen. Es folgen fünf weitere Spritzen in wöchentlichem Abstand. Das heißt, dass in nur fünf Wochen die erste Therapiephase beendet ist. Der klinische Nutzen zeigt sich im schnellen Wirkeintritt, der bereits acht Wochen nach Therapiebeginn gezeigt werden konnte. Das Immunsystem gewöhnt sich sozusagen im Schnellverfahren an die Allergieauslöser. "Die Quick-Therapie ist ein innovativer Ansatz in der spezifischen Immuntherapie. Mit ihr wird die individuelle Höchstdosis schneller erreicht, was vielen Allergikern den Start in die Pollensaison erleichtert", so Dr. Peter Maag, Vorsitzender der Geschäftsführung Novartis Deutschland.

Sicher und verträglich

Drei Studien, die mit insgesamt 1.431 Patienten durchgeführt wurden, zeigen eine hohe Sicherheit und Verträglichkeit.(1) "In Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit haben wir sehr gute Erfahrungen mit diesem neuen Therapieschema gemacht, das eine enorme Zeitersparnis für den Patienten mit sich bringt", erklärt Prof. Ludger Klimek, Allergiezentrum Wiesbaden.

Dass die Verabreichung einer so hohen Dosis an Allergenen in so kurzer Zeit überhaupt möglich ist, ist auf ein einzigartiges Reinigungsverfahren des Rohextraktes zurückzuführen. Bei der sogenannten Depigmentierung werden störende allergologisch irrelevante Verunreinigungen besonders sorgfältig entfernt. Ein Vorgang, der zu einem hoch konzentrierten Reinallergoid mit einer exzellenten Sicherheit und Verträglichkeit führt.

Noch ist Zeit für den Allergieschutz

Allergiker, die an einer Gräser- oder Kräuterpollenallergie leiden, können die schnelle Immuntherapie jetzt starten. Wer wissen möchte, ob die Therapieform für ihn in Frage kommt, sollte einen Facharzt für Allergologie aufsuchen. Die Kosten der Therapie werden von den Kassen übernommen.

Literatur / Referenzen:

(1) Brehler R et al: Allergy 2007; Vol 62 Suppl 83: 263 Casanovas M et al : Int Arch Allergy Immunol 2006; 139

(2):153-158 Sager A et al (Ärztin, D-Witten): Abstract eingereicht am 16. Aug. 2007, American Academy of Allergy, Asthma and Immunology

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