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Achtung Taucher: Zahnfüllungen gefährlicher als Haie

Der Hai - ungefährlich mit traumhaften Zähnen (Quelle: fotolia/prodente). Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/proDente e.V."

Köln (ots) - "Hai müsste man sein", schmunzelt Dirk Kropp, Geschäftsführer proDente. Anders als ein Mensch, kann ein Hai seine Zähne immer wieder erneuern. Das Maul gleicht einem Munitionslager. Ist ein Zahn abgenutzt, fällt er aus, und von hinten rotiert Ersatz nach vorn. Selbst der beste Taucher kann hier leider nicht mithalten. Wenn der Mensch nach nur einem Zahnwechsel seine 32 Zähne bekommen hat, muss er sie schützen und pflegen um sie dauerhaft zu erhalten. Besonders bei Tauchern kann der Wasserdruck bei vorgeschädigten Zähnen jedoch schnell zum Problem werden. Vor Urlaubsreisen sollte - ob Taucher oder nicht - ein Besuch beim Zahnarzt zu den Vorbereitungen der Reise gehören. Schmerzende Zähne können unter Wasser oder am Strand schnell die Urlaubsfreude trüben.

Sporttauchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In vielen Urlaubsorten werden Schnupperstunden, Anfänger-Kurse und Schnorcheln angeboten um die Unterwasserwelt zu erkunden. Ein Tauch-Attest, das die gesundheitlichen Voraussetzungen prüft, ist bei vielen Tauchschulen vorgeschrieben. Die wenigsten Abenteuerlustigen machen sich Gedanken über weitere mögliche, schmerzhafte Folgen des Wasserdrucks.

Undichte Zahnfüllungen oder kleine nicht behandelte Löcher in den Zähnen können beim Tauchen höllisches bewirken. Der erhöhte Druck unter Wasser führt dazu, dass sich in den Hohlräumen eingeschlossene Luft beim Auftauchen ausdehnt und Füllungen oder ganze Zahnteile regelrecht "abgesprengt" werden können. Bereits in einer Tiefe von nur 10 Metern ist der Druck bereits doppelt so hoch wie an der Oberfläche.

Defekte Zähne können daher auch beim Schwimmen und Schnorcheln schnell unangenehme Folgen haben. Neben der klassischen Tauchuntersuchung sollte ein kurzer Besuch beim Zahnarzt zu jeder Reisevorbereitung zählen, wenn die Unterwasserwelt gefahrlos und vor allem ohne schmerzhafte Folgen erkundet werden soll:

1. Füllungen

Um Hohlräume zu vermeiden müssen Füllungen intakt und dicht sein, so dass sich keine Lufteinschlüsse bilden können. Auch im Sinne der Zahnerhaltung und zur Vorbeugung von Wurzelentzündungen sind solche defekten Füllungen zu erneuern.

2. Zahnfleisch

Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können ausstrahlen und zu einer Bakterienbelastung des ganzen Körpers führen. Lockere Zähne, die meist auch noch druckschmerzhaft sind können beim Mundstück des Lungenautomaten oder beim Schnorchel zu Problemen führen. Aber auch ohne den Tauchgang kann ein ausgefallener Zahn die Urlaubsfreude trüben.

3. Röntgenübersichtsaufnahme beider Kiefer

Diese Aufnahme lässt Schwachpunkte erkennen. So können entzündete Wurzelspitzen, die nahe an den Kieferhöhlen liegen, zu einer Entzündung der Kieferhöhle und damit zum Ende des Tauchurlaubs führen. Diese Entzündungen können unter Erhalt des Zahnes zumeist operativ entfernt werden. Tote Zähne, die nicht wurzelbehandelt sind, können bei Druckschwankungen einem Barotrauma unterliegen und extreme Schmerzen verursachen. Selbst ein Klimawechsel allein kann zu akuten Abszessen führen und die schönste Zeit im Jahr total vermasseln.

4. Abnehmbarer Zahnersatz

Damit die Prothese beim Tauchen nicht auf einmal quer im Halse hängt, sollte der Sitz des herausnehmbaren Zahnersatzes regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden.

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