GEMA

GEMA-Mitgliederversammlung am 26. und 27. Juni 2001 in München

    München (ots) -
    
    - GEMA weiter auf Erfolgskurs: Gesamterträge auf DM 1,567 Mrd.
gestiegen
    - Internationale Zusammenarbeit der Urheberrechtsgesellschaften
gestärkt
    - Neue GEMA-Tarife für den Online-Bereich
    
    Die Mitgliederversammlung 2001 der musikalischen
Urheberrechtsgesellschaft GEMA findet in diesem Jahr turnusgemäß
wieder in München statt. Die GEMA-Mitglieder (Komponisten,
Textdichter und Musikverleger) versammeln sich am 26. und 27. Juni
2001 im Hotel Hilton Park in München. Im Mittelpunkt der vom
Komponisten und GEMA-Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Bruhn
geleiteten Jahreshauptversammlung steht traditionell am zweiten Tag
der Beratungen der Geschäftsbericht des Vorstandsvorsitzenden Prof.
Dr. Reinhold Kreile zum 67. Geschäftsjahr 2000 (Mittwoch, 27. Juni,
10.00 Uhr).
    
    Das Geschäftsjahr 2000 brachte für die GEMA-Mitglieder und die
Rechteinhaber in aller Welt eine signifikante Steigerung des
Inkassos: Die Gesamterträge erhöhten sich von 1999 auf 2000 insgesamt
um über 3,4 %, also um DM 52 Mio. (EUR 27 Mio.). Die
Gesamtertragssumme für das 67. Geschäftsjahr 2000 beträgt rund DM
1,567 Mrd. (EUR 801 Mio.) gegenüber DM 1,515 Mrd. (EUR 774 Mio.) im
Jahre 1999.
    
    Das Geschäftsjahr auf einen Blick:
    
                                          1998                    1999                    2000
                                          DM Mio.                DM Mio.                DM Mio.
    
    Erträge (Inkasso)        1.464,696            1.514,573            1.567,442
    Aufwendungen                  202,145                224,755                228,664
    
    
    Verteilungssumme         1.262,551            1.289,818            1.338,778
    Kostensatz                        13,8 %                 14,8 %                 14,6 %
    
    Die Eckdaten der Bilanz machen deutlich, dass die GEMA vor allem
die Erträge im Kerngeschäft weiter steigern konnte. So stieg das
Aufkommen aus den Aufführungs- und Senderechten auf DM 669 Mio. (EUR
342 Mio.) im Jahre 2000 gegenüber DM 637 Mio. (EUR 326 Mio.) in 1999.
Dies bedeutet eine Erhöhung von DM 32 Mio. (EUR 16 Mio.) bzw. 4,95 %.

    
    Im Bereich der Vervielfältigungsrechte musste gegenüber dem
Ergebnis des Vorjahrs (1999: DM 569 Mio. bzw. EUR 291 Mio.) ein
leichter Rückgang um 2,44 % auf DM 555 Mio. (EUR 284 Mio.)
hingenommen werden. Ursache hierfür waren rückläufige Erträge aus der
Tonträgerlizenzierung. Gleichwohl hat sich die Verteilungssumme, die
an die Rechteinhaber in aller Welt ausgeschüttet wird, deutlich
erhöht: Sie liegt um DM 49,0 Mio. (EUR 25 Mio.),  also um 3,80%,
über dem Vorjahr und erreicht damit den Ausschüttungsbetrag von DM
1,339 Mrd. (EUR 685 Mio.). Zu diesem guten Verteilungsergebnis hat
auch eine stabile Entwicklung der Kosten bei der GEMA beigetragen,
die sich in der leichten Reduzierung des Kostensatzes auf 14,6 %
(Vorjahr: 14,8 %) widerspiegelt.
    
    Der Aufsichtsrat der GEMA hat vor der Mitgliederversammlung in der
Mai-Sitzung neue Tarife für die Lizenzierung von Musik im
Online-Bereich genehmigt. Diese wurden am 9. Juni im Bundesanzeiger
veröffentlicht. Die neuen Vergütungssätze der GEMA für die
Veranstaltung von Internetradio (S-VR/IntR), für Klingeltöne
Music-on-demand mit Download (VR-OD 1), für Websites zu
Präsentationszwecken (VR-W 1) sowie für Websites mit Electronic
Commerce (VR-W 2) sind im Hinblick auf mögliche notwendige
Anpassungen auf Grund der Marktentwicklung bis zum 31.12.2001
befristet. Die Vergütungssätze für Music-on-Demand mit und ohne
Download werden demnächst veröffentlicht.
    
    Um auch in Zukunft die effektive und kostenbewusste Gestaltung der
kollektiven Rechtewahrnehmung zu gewährleisten, die gerade im
Hinblick auf die digitale Informationsgesellschaft immer wichtiger
wird, wurden die in den zurückliegenden Jahren eingeleiteten
Modernisierungen der GEMA-internen Dokumentations-, Inkasso- und
Abrechnungssysteme im Jahr 2000 weiter vorangetrieben. Insbesondere
wurden in enger Kooperation mit den internationalen
Schwestergesellschaften organisatorische und technische Maßnahmen für
einen künftig noch intensiveren Datenaustausch zur globalen
Administrierung der Urheberrechte getroffen.
    
    Prof. Dr. Reinhold Kreile, Vorstandsvorsitzender der GEMA, der die
Bilanz des Geschäftsjahrs 2000 als großen Erfolg für die in der GEMA
zusammengeschlossenen Musikurheber und Musikverleger würdigte,
betonte zugleich die Notwendigkeit einer noch stärkeren
internationalen Zusammenarbeit: "So wichtig die nationalen Erfolge
für die Durchsetzung des Urheberschutzes sind, so unabdingbar ist in
der digitalen Welt die globale Perspektive. So haben im vergangenen
Jahr die GEMA und führende europäische Verwertungsgesellschaften
sowie die amerikanische Schwestergesellschaft BMI bilaterale
Vereinbarungen über die Lizenzierung von Musiknutzungen im Internet
getroffen. Parallel dazu wurde mit der technischen Plattform "Fast
Track" die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Dokumentation intensiviert. Die GEMA wird gemeinsam mit den
Schwestergesellschaften die Technologieentwicklung beschleunigen, die
zu einer globalen Administrierung von Urheberrechten notwendig ist."
    
    Die Mitgliederversammlung besteht aus den Versammlungen der drei
Berufsgruppen der GEMA (Komponisten, Textdichter, Musikverleger) am
26. Juni und der Hauptversammlung am 27. Juni 2001. Die
GEMA-Mitglieder - erwartet werden in München wieder mehrere hundert
Vertreter der Berufsgruppen, darunter zahlreiche renommierte
Persönlichkeiten des Musiklebens - entscheiden über Anträge zur
Satzung und zum Verteilungsplan der GEMA. Ehrungen für 50 Jahre
Mitgliedschaft bilden einen Höhepunkt des GEMA-Vereinslebens.
    
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