Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG

Heilkraft und Faszination der Pflanzen

    Karlsruhe (ots) -
  
    Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka) erleben derzeit einen
Boom: über 90 Prozent der Bundesbürger geben ihnen den Vorzug vor
Medikamenten mit synthetischen Wirkstoffen, jedes vierte Präparat,
das in Deutschland auf Rezept über den Apothekentisch geht, ist ein
pflanzliches Arzneimittel und in der Behandlung so mancher
Krankheiten laufen sie ihren synthetischen Kollegen den Rang ab.
    
    Für den wachsenden Stellenwert pflanzlicher Arzneimittel im
Gesundheitswesen gibt es gute Gründe. Die wenigsten Patienten aber
wissen, was rationale Phytotherapie ist und worin sich diese von
traditionell angewandten Naturheilmitteln unterscheidet.
    
    Wer auf die Frage nach Phytopharmaka an Ringelblumensalbe,
Melissengeist und Salbeitee denkt, liegt falsch. Die genannten
Heilmittel gehören zu den "traditionellen Zubereitungen" und damit
nicht in einen Topf mit modernen pflanzlichen Arzneimitteln.
    
    Denn, so der Pharmazeut und Phytopharmaka-Experte Prof. Dr.
Henning Blume: "zwischen Phytopharmaka und traditionellen
Zubereitungen bestehen grundlegende Unterschiede." Dies gilt für die
Herstellungsverfahren, wie auch für die Anforderungen, denen sich
rationale pflanzliche Arzneimittel stellen müssen.
    
    "Rational" bedeutet, dass die Wirksamkeit dieser Medikamente im
Zuge klinischer Studien überprüft und belegt wurde. Traditionellen
und homöopathischen Heilmitteln hingegen fehlt dieser
wissenschaftliche Segen. Der Beleg für deren Wirksamkeit stützt sich
ausschließlich auf alte Erfahrungen bei bestimmten Erkrankungen.
    
    Drei Dinge braucht das rationale Phytopharmakon
    
    Pflanzliche Arzneimittel müssen sich an die gleichen Spielregeln
halten, sprich die gleichen Anforderungen erfüllen, wie Arzneimittel
mit synthetischen Wirkstoffen. Die Wirksamkeit muss durch
wissenschaftliche Untersuchungen, in der Regel klinische Studien,
belegt worden sein. In der gleichen Weise müssen die pharmazeutische
Qualität und die Sicherheit in der Anwendung wissenschaftlich geprüft
und gewährleistet sein. Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit -
diese drei Dinge hat ein Medikament vorzuweisen, will es eine
Marktzulassung erhalten.
    
    Extrakt ist nicht gleich Extrakt
    
    Pflanzliche Arzneimittel enthalten nicht nur einen, sondern viele
verschiedene Inhaltsstoffe. Obwohl aus ein und derselben Pflanze
gewonnen, können sie sich in ihrer Zusammensetzung deutlich
unterscheiden und damit auch in ihrer Wirksamkeit.
    
    Je nach Herstellungsverfahren ergeben sich Zubereitungen mit
unterschiedlichen Konzentrationen der einzelnen Inhaltsstoffe. Das
bedeutet, dass jeder nach einem eigenen Verfahren aus einer Pflanze
hergestellte Extrakt ein Unikat ist. Unterschiedlich hergestellte
Extrakte sind deshalb, selbst wenn sie aus der gleichen Pflanze
gewonnen wurden, nicht identisch. Entsprechend können
wissenschaftliche Ergebnisse wie der Nachweis der Wirksamkeit auch
nicht übertragen werden, sondern besitzen ausschließlich für den
jeweils dazu untersuchten Extrakt Gültigkeit.
    
    Problematisch wird dies bei pflanzlichen Nachahmer-Präparaten, den
sogenannten Generika, wenn deren Hersteller den Wirksamkeitsnachweis
eines anderen Extraktes auch für sich beanspruchen. Unternehmerisch
clever, um kosten- und zeitintensive Forschung zu sparen, gesetzlich
möglich, da Wirksamkeitsnachweise nicht geschützt sind -
therapeutisch jedoch unsinnig: Der Wirksamkeitsnachweis gilt immer
nur für den untersuchten Extrakt.
    
    Die Zeichen stehen auf "grün"
    
    Gute Gründe sprechen für die Anwendung von rationalen
Phytopharmaka:
    
    * Hohe Wirksamkeit
    Diese haben zahlreiche pflanzliche Arzneimittel in klinischen
Studien sowie nicht zuletzt in der täglichen ärztlichen Praxis
belegt. Dabei haben sie sich synthetischen Präparaten in der
therapeutischen Wirksamkeit als ebenbürtig erwiesen; beispielsweise
bestimmte Johanniskraut- und Ginkgo-Präparate.
    
    * Gute Verträglichkeit
    In der Verträglichkeit sind pflanzliche Arzneimittel den
chemisch-synthetischen weit überlegen: Höchst selten treten Neben-
und Wechselwirkungen bei der Anwendung von Phytopharmaka auf.
    
    * Günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis
    Aufgrund der hohen Wirksamkeit und der guten Verträglichkeit steht
der angestrebte Behandlungserfolg pflanzlicher Arzneimittel in einem
günstigen Verhältnis zu möglichen unerwünschten Wirkungen.
    
    * Bessere Compliance
    Die Bereitschaft des Patienten, bei seiner Behandlung
mitzuarbeiten, die sogenannte Compliance, ist deutlich besser als bei
synthetischen Arzneimitteln.
    
    * Geringere Kosten
    Phytopharmaka sind oft preiswerter als Präparate mit synthetischen
Wirkstoffen.
    
    
ots Originaltext: Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Kontakt:
Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Andrea Hofer
info@schwabe.de

Original-Content von: Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch interessieren: