Deutscher Kinderschutzbund e.V.

"Gewalt hat viele Gesichter"
30. April - Tag für gewaltfreie Erziehung

Hannover (ots) - Zum fünften Mal ruft der Deutsche Kinderschutzbund e.V. zum internationalen Tag für gewaltfreie Erziehung am 30. April auf. Unter dem Motto "Gewalt hat viele Gesichter" möchte der DKSB daran erinnern, dass ein Verzicht auf alle Formen von Gewalt und Vernachlässigung in der Erziehung und im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die beste Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung bedeutet.

Die tragischen Meldungen der letzten Monate und Wochen über Kleinstkindestötungen durch verschiedene Formen von Gewalteinwirkung sollen unser aller Bewusstsein und Verantwortungsgefühl schärfen, genauer hinzusehen und früher zu helfen. Die Unterstützung muss früher ansetzten - nicht erst, wenn Eltern in eine Sackgasse geraten sind, wenn sie aus Hilflosigkeit, aus Unkenntnis, aus ohnmächtiger Wut oder sozialer Perspektivlosigkeit die Erziehung nur noch als Belastung sehen.

Aber auch die alltäglichen Unachtsamkeiten gegenüber den Kindern machen ihnen das Leben schwer. Wir, die Erwachsenen sind die Vorbilder, an deren Verhalten sich die Kinder orientieren - Vorbild steckt an im positiven wie im negativen Sinn.

Deshalb fordert der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers:

   - Präventive Angebote und "Frühe Hilfen" sollen von Geburt an 
     flächendeckend eingeführt werden, unabhängig von nationaler oder
     sozialer Herkunft der Eltern und Kinder. 
   - Das Recht der Kinder auf  gewaltfreie Erziehung und die 
     Kinderrechte sollen in die Lehrpläne  der 9. und 10. Klassen in 
     allen Schulen Deutschlands aufgenommen  werden. 
   - Die Erziehungskompetenz der Eltern, auch der 
     Migranteneltern soll durch Angebote, wie z.B. die Elternkurse 
     "Starke Eltern-Starke Kinder"® gestärkt werden. 

Das alles kostet Geld und Zeit. Die optimale Förderung der nachfolgenden Generation ist nicht nur die Aufgabe der Jugendhilfe, der Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen. Politik, Wirt-schaft und Industrie sind gleichermaßen aufgerufen, ihre Verantwortung zu übernehmen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinder und Eltern sich in dieser Gesellschaft wertgeschätzt und angenommen fühlen und damit das Leben miteinander viel Freude macht.

Bundesweit machen viele Ortsverbände mit unterschiedlichen Aktionen auf das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung am 30.04.08 aufmerksam.

Pressekontakt:

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Paula Honkanen-Schoberth, Bundesgeschäftsführerin, Hinüberstraße 8,
30175 Hannover
Tel.: 05 11/30 48 5-20, Mobil: 0172/29 65 704,
honkanen-schoberth@dksb.de

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